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Ein Mann mit AWO International T-shirt von hinten zu sehen und ein anderer Mann steht mit dem Gesicht zur Kamera und hält einen Sack.

Humanitäre Hilfe

Erdbeben, Überschwemmungen oder Dürren: Gemeinsam mit lokalen und internationalen Partnern leisten wir im Katastrophenfall schnelle und effektive Hilfe. Wir verteilen zum Beispiel Lebensmittel und Hygienepakete oder versorgen Verletzte in mobilen Kliniken. Außerdem helfen wir beim Wiederaufbau von Häusern und sozialen Einrichtungen.

Wie leistet AWO International Humanitäre Hilfe? 

AWO International engagiert sich weltweit für humanitäre Hilfe. Diese umfasst gezielte Maßnahmen zum Schutz des Lebens, zur Wahrung der Würde und zur Sicherung der Grundbedürfnisse von Menschen in akuten Notlagen. Solche Notlagen entstehen beispielsweise durch Erdbeben, Überschwemmungen, Dürren, Epidemien oder bewaffnete Konflikte. Sie erfordern eine schnelle Reaktion, um Leid zu lindern und die betroffenen Menschen wirksam zu unterstützen. AWO International arbeitet eng mit internationalen und lokalen Partnerorganisationen zusammen, um sicherzustellen, dass die Unterstützung direkt bei den Menschen ankommt, die sie am dringendsten benötigen. 

Ein zentraler Aspekt der Arbeit von AWO International ist der Übergang von akuter Nothilfe zu langfristigem Wiederaufbau und Katastrophenvorsorge. Dies beinhaltet nicht nur die Reparatur beschädigter Infrastruktur, sondern auch die Verbesserung der Lebensbedingungen und die Schaffung neuer Perspektiven für die betroffenen Gemeinden. AWO International setzt sich dafür ein, dass alle humanitären Projekte die drei Querschnittsthemen Geschlechtergerechtigkeit, Inklusion sowie Klima- und Umweltschutz berücksichtigen, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern und die Widerstandsfähigkeit der Gemeinschaften zu erhöhen.

Jetzt Solidarität zeigen und spenden!

Ein Mann sitzt neben einer Plastikbox und zwei Wasserkanistern. Eine Frau im Rollstuhl zeigt auf Papiere an der Wand. Ein zerstörtes Haus.

Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. 

35 € (Spendenbeispiel)
Mit 35 € können wir z.B. in Katastrophenregionen Notfall-Pakete zur Verfügung stellen, inkl. Plane, Plastikseil, Lampe, Regenschirm, Plastikstuhl und Plastikbox (zur Verbesserung der Unterkunftsbedingungen, Erhöhung der Sicherheit und zum Schutz ihrer Habseligkeiten vor Witterungseinflüssen)

75 € (Spendenbeispiel)
Mit 75 € können wir z.B. ein barrierefreien Notfallplan inkl. einer Notfalltasche für eine Familie mit Menschen mit Behinderungen in Guatemala entwickeln

180 € (Spendenbeispiel)
Mit 180 € können wir eine Familie durch Bargeldhilfe bei der Reparatur der Unterkunft unterstützen

Mehr Infos zu den Spendenbeispielen

Phasen der Humanitären Hilfe 

Die humanitäre Hilfe umfasst drei wichtige Phasen, die darauf abzielen, den betroffenen Gemeinschaften in Krisensituationen nachhaltig zu helfen. 

  1. Soforthilfephase: In dieser Phase werden die grundlegenden Bedürfnisse der betroffenen Menschen identifiziert und zeitnah adressiert. Dies geschieht durch Maßnahmen in den Bereichen Nahrungsmittel, vorübergehende Unterbringung, Wasser und Sanitärversorgung, medizinische Grundversorgung sowie psychosoziale Unterstützung. 
  2. Rehabilitation und Wiederaufbau: Diese Phase konzentriert sich darauf, den betroffenen Menschen zu helfen, ihre grundlegende Infrastruktur, Dienstleistungen und Lebensgrundlagen wiederherzustellen. Dies kann durch Bauprojekte, die Bereitstellung von Startkapital und Maßnahmen zur Verbesserung der Gesundheit geschehen. 
  3. Katastrophenvorsorge: In dieser Phase wird daran gearbeitet, die Resilienz der Gemeinschaften zu stärken und Strukturen zur Katastrophenvorsorge aufzubauen. Dies umfasst die Schulung von Gemeinschaften und die Entwicklung von Strategien zur Minderung der Auswirkungen von zukünftigen Katastrophen. 

Wie unterstützt AWO International Menschen nach Katastrophen? 

  • Verteilung von Nothilfepaketen: Wenn eine akute Notsituation eintritt, setzt sich AWO International für eine schnelle Versorgung mit lebensnotwendigen Hilfsgütern wie Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Kleidung ein. 
  • Bereitstellung von Trinkwasser und Bau von Wassersystemen: AWO International engagiert sich in der humanitären Hilfe im Bereich Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene (WASH). Der Zugang zu sauberem Wasser ist ein zentraler Bestandteil humanitärer Hilfe und unverzichtbar – zum Trinken, für Hygiene und Körperpflege sowie für ein gesundes Lebensumfeld. 
  • Medizinische Grundversorgung: Um Menschen nach Katastrophen schnell medizinisch zu versorgen, stellt AWO International wichtige Medikamente bereit und unterstützt durch mobile Kliniken. 
  • Psychosoziale Unterstützung: Neben der materiellen Hilfe leistet AWO International auch psychosoziale Unterstützung. Dazu gehören Beratungen, Gruppenangebote und begleitende Maßnahmen, die sowohl Kindern als auch Erwachsenen helfen, mit traumatischen Erfahrungen umzugehen. 
  • Unterstützung beim Wiederaufbau: Die Hilfe von AWO International endet nicht mit der akuten Notversorgung. Wir begleiten betroffene Gemeinschaften auch beim Wiederaufbau, zum Beispiel durch die Unterstützung beim Aufbau von zentraler Infrastruktur und Dienstleistungen. 
  • Katastrophenschutztrainings und Resilienzförderung: AWO International führt Katastrophenschutztrainings durch und stärkt so die Resilienz von Gemeinschaften gegenüber Krisen und Naturkatastrophen. Dabei ist es uns wichtig, dass diese Maßnahmen inklusiv gestaltet sind und ausdrücklich auch die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung in Notsituationen berücksichtigen. 

FAQ

Während der gesamten Projektlaufzeit orientiert sich AWO International bei seiner humanitären Arbeit an den Sphere-Standards. Das Sphere-Handbuch enthält neben der Humanitären Charta auch verbindliche Schutzgrundsätze, die als Leitlinien für den Umgang mit betroffenen Menschen dienen. Diese vier Grundsätze zum Schutz lauten: 

  1. Stärkung der Sicherheit, Würde und Rechte der Menschen, wobei zu verhindern ist, dass diese Schaden erleiden.
  2. Sicherstellung des Zugangs der Menschen zu bedarfsabhängiger Unterstützung ohne Diskriminierung. 
  3. Unterstützung der Menschen bei der Überwindung der physischen und psychischen Folgen von Gewalt, Nötigung, vorsätzlicher Benachteiligung oder der Androhung solcher Maßnahmen.
  4. Unterstützung der Menschen bei der Geltendmachung ihrer Rechte. 

Der humanitäre Imperativ bedeutet helfen, wenn Hilfe benötigt wird. Er bezeichnet das grundlegende Prinzip, dass jeder Mensch Anspruch auf humanitäre Hilfe hat und ist Teil der humanitären Standards. Der humanitäre Imperativ verpflichtet dazu, Hilfe ausschließlich nach den Prinzipien der Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit zu leisten. Herkunft, Religion oder andere persönliche Merkmale dürfen dabei keine Rolle spielen. Im Falle von Katastrophen oder Konflikten sollen alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden, um menschliches Leid zu verhindern oder zu lindern. Humanitäre Hilfe darf nicht politisch instrumentalisiert werden.

AWO International hat drei zentrale Querschnittsthemen definiert, die in allen humanitären Projekten berücksichtigt werden müssen: Geschlechtergerechtigkeit, Inklusion sowie Klima- und Umweltschutz.

Geschlechtergerechtigkeit

AWO International betrachtet Geschlechtergerechtigkeit als ein zentrales Anliegen, das in allen Bereichen und Lebensphasen angestrebt werden sollte. Ziel ist es, gleiche Rechte, Verantwortlichkeiten und Chancen für alle Geschlechter zu gewährleisten. Insbesondere die Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen soll gefördert werden. Außerdem setzt sich AWO International für eine gerechte Verteilung von Ressourcen und die Teilnahme aller Geschlechter an Entscheidungsprozessen ein. 

Inklusion

Inklusion wird von AWO International als der Abbau von Barrieren verstanden, die Menschen daran hindern, ihre Rechte gleichberechtigt zu genießen. AWO International fördert dabei die Einbeziehung marginalisierter Gruppen in die Gestaltung, Umsetzung und Evaluierung von Projekten, um sicherzustellen, dass alle Menschen Zugang zu Dienstleistungen und Möglichkeiten haben. Ein systematischer Aufbau von Kapazitäten und Fachwissen unter den Mitarbeitenden und Partnerorganisationen ist entscheidend, um eine inklusive Haltung und Maßnahmen zu fördern. 

Klima- und Umweltschutz

AWO International erkennt die Klimakrise und den Umweltschutz als wesentliche Herausforderungen an und verpflichtet sich, Maßnahmen zu ergreifen, die sowohl die Auswirkungen der Klimakrise bekämpfen als auch den Schutz der Umwelt in ihren humanitären Projekten fördern. AWO International verfolgt das Ziel, CO2-Emissionen schrittweise zu reduzieren und umweltfreundliche Praktiken in der Beschaffung und Durchführung von Projekten zu integrieren, um die negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren.

 

Beispielprojekte: Humanitäre Hilfe

Ein Mann und eine Frau stehen in einem Klassenraum vor einer Gruppe Kinder, die an einem Tisch sitzt. Jedes Kind hat einen Laptop vor sich. Der Mann und die Frau tragen Westen mit dem Aufdruck: "AWO Emergency Response, Aktion Deutschland Hilft".
EuropaRumänienUkraine

Nothilfe Ukraine

Vor dem Hintergrund des andauernden russischen Angriffskriegs in der Ukraine haben bereits Millionen Menschen ihre Heimat verlassen müssen, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Laut den Vereinten Nationen sind rund 18 Millionen Menschen in der Ukraine auf humanitäre Hilfe angewiesen. Bereits seit Februar 2022 ist AWO International zusammen mit lokalen Partnerorganisationen in der Nothilfe und im Wiederaufbau vor Ort aktiv.

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Auf dem Bild sind zwei Männer zu sehen, die Kisten mit Soforthilfen tragen. Im Hintergrund sind Zelten, die als provisorische Unterkunft dienen.
Naher OstenSyrienTürkei

Nothilfe und Wiederaufbau nach dem Erdbeben

AWO International und Partner leisteten nach den schweren Erdbeben vom 6. Februar 2023 in der türkisch-syrischen Grenzregion schnelle Nothilfe und unterstützten die Betroffenen mit psychosozialer Betreuung und beim Wiederaufbau.

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Auf dem Bild ist eine Frau mit Kopftuch zu sehen, die auf ihren Händen einen kleinen Jungen trägt.
SüdasienBangladesch

Vergessene Krisen: Unterstützung für Rohingya und Gastgemeinden in Bangladesch

Im August 2017 zwang ein Ausbruch massiver Gewalt in Myanmar die Rohingya, eine staatenlose Minderheit, zur Flucht ins benachbarte Bangladesch. Noch immer leben über eine Million Rohingya-Flüchtlinge in den Camps nahe Cox’s Bazar. Die Auswirkungen des Klimawandels erschweren die Bedingungen vor Ort – hier setzt unser Projekt mit der lokalen Partnerorganisation GUK an.

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