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Drei Frauen halten eine Wassermelone.

Gerechtigkeit in allen Projekten: Unsere Querschnittsthemen

Geschlechtergerechtigkeit, Inklusion und Klimaschutz – diese drei Querschnittsthemen verankert AWO International seit 2024 verpflichtend in allen humanitären Projekten. Damit setzen wir unsere fünf Grundwerte konsequent um: Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit.

Warum Querschnittsthemen?

AWO International führt weltweit über 50 Projekte der humanitären Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit durch. Unsere Vision: eine gerechte Welt, in der alle Menschen solidarisch denken und handeln. Um diese Vision zu verwirklichen, einen lebenswerten Planeten für kommende Generationen zu sichern und gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen, haben wir gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus unseren Regionalbüros drei zentrale Themen definiert:

Unsere drei Querschnittsthemen

1. Geschlechtergerechtigkeit

Wir setzen uns für die Gleichstellung aller Geschlechter in allen Lebensbereichen ein. Frauen und marginalisierte Geschlechter sind von Krisen besonders betroffen. Deshalb binden wir sie aktiv in Entscheidungsprozesse ein, von der Planung bis zur Umsetzung unserer Projekte. 

Beispiele aus der Praxis: 

  • In Notlagen: Wir verteilen Hygienepakete (Dignity Kits) mit Damenbinden, Windeln, Taschenlampen und kulturell angepasster Kleidung für Frauen und Männer.
  • Rehabilitation & Wiederaufbau: Wir schaffen sichere Räume für Frauen unterschiedlichen Alters, Mütter und Kinder. In Geflüchtetenlagern bauen wir zum Beispiel getrennte, gut beleuchtete und abschließbare Toiletten und Waschmöglichkeiten.
  • Langfristig: Frauen übernehmen Führungsrollen in Gemeindegruppen und entscheiden aktiv mit – zum Beispiel über die Verwendung von Einkommen oder die Anschaffung von Ressourcen.

2. Inklusion

Wir sorgen dafür, dass jeder Mensch gleichberechtigt teilhaben kann. Menschen mit Behinderungen, ältere Menschen oder Angehörige diskriminierter Gruppen werden oft übersehen. Unsere Projekte gestalten wir so, dass alle erreicht werden, unabhängig von körperlichen, sozialen oder sprachlichen Barrieren. 

Beispiele aus der Praxis: 

  • In Notlagen: Wir priorisieren Menschen mit Behinderung und stellen sicher, dass sie Zugang zu Hilfsgütern erhalten – etwa durch spezielle Verteilungswege, Transport oder gesundheitliche Unterstützung. 
  • Rehabilitation & Wiederaufbau: Wir bauen Rampen, Handläufe und breite Türen ein, besonders bei Wiederaufbauprojekten nach Katastrophen. Wir verteilen Hilfsmittel wie Rollstühle und Gehhilfen. 
  • Langfristig: Wir richten inklusive Warnsysteme ein, die verschiedene Einschränkungen berücksichtigen – mit sichtbaren Zeichen, Fotos, Glocken, Flaggen und in lokalen Sprachen. 

3. Klimaschutz und Umweltschutz

Wir bekämpfen die Auswirkungen der Klimakrise und schützen die Umwelt. Die Klimakrise trifft die am härtesten, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Deshalb integrieren wir Klima- und Umweltschutz in alle humanitären Projekte – von der Reduktion von Plastikmüll bis zur klimaresilienten Landwirtschaft. 

Beispiele aus der Praxis: 

  • In Notlagen: Statt Einwegplastik verwenden wir Papiertüten oder wiederverwendbare Säcke. Wir verteilen Solarlampen statt batteriebetriebener Lampen. Wir arbeiten mit lokalen Lieferanten zusammen, die umweltfreundliche Produkte anbieten. 
  • Rehabilitation und Wiederaufbau: Wir fördern klimafreundliche Viehzucht, nutzen erneuerbare Energien wie Solarpanels und Biogas sowie energiesparende Kochherde. Wir unterstützen organische Düngemittel und Pestizide. 
  • Langfristig: Wir pflanzen Nahrungsmittelbäume, fördern nachhaltige Forstwirtschaft und führen klimaintelligente Landwirtschaft ein – mit Fruchtfolge, Mischkultur und dürreresistenten Samen (nicht gentechnisch verändert). 

Jetzt Solidarität zeigen und spenden!

Ein Mädchen trinkt aus einem Brunnen. Ein Junge trägt eine Brille Eine Frau hält ein Baby in den Armen. Zwei Frauen arbeiten auf einer Plantage. Eine Schwangere Frau wird von einer anderen Frau untersucht.

Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. 

20 € (Spendenbeispiel)
Mit 20 € können wir z.B. einer Person mit Sehstörung eine Brille zur Verfügung stellen

92 € (Spendenbeispiel)
Mit 92 € können wir z.B. eine schwangere Frau in Guatemala mit Nahrungsergänzungsmitteln und Beratungen versorgen

142 € (Spendenbeispiel)
Mit 142€ können wir z.B. materielle Unterstützung zur Einrichtung eines Lernzentrums für klimaintelligente Technologien geben, inklusive Saatgut, Plastiktunnel, Tröpfchenbewässerungssystem, Werkzeuge, Materialien zur Herstellung von Bio-Dünger u.a.

Mehr Infos zu den Spendenbeispielen

Von der Theorie zur Praxis: Unsere Guideline

Die systematische Verankerung dieser Themen im Projektalltag erfordert praktische Werkzeuge und gemeinsames Lernen. Deshalb haben wir die Guideline for Crosscutting Issues entwickelt – in einem partizipativen Prozess mit Kolleginnen und Kollegen aus unseren Regionalbüros in Guatemala, Nepal, Uganda, den Philippinen, Deutschland und der Ukraine. 

Die Guidline ist mehr als ein theoretischer Leitfaden: Sie bietet konkrete Beispiele, Checklisten und Handlungsempfehlungen aus der Praxis – für die Praxis. So unterstützt sie unsere Partnerorganisationen weltweit dabei, Geschlechtergerechtigkeit, Inklusion und Klimaschutz systematisch in ihrer Arbeit umzusetzen. 

Beispielprojekte: Querschnittsthemen

Zwei Frauen sitzen an einem Tisch und nähen Binden
SüdasienNepal

Stärkung von Frauen und Mädchen in Nepal

AWO International und CEAPRED verbessern die Frauengesundheit in Kapilvastu, Nepal: nachhaltige Lösungen für Ernährung, Hygiene und Vorsorge – gegen Mangelversorgung und gesundheitliche Risiken für Frauen und Mädchen.

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Auf dem Bild sitzen drei Frauen vor dem Haus. Sie unterhalten sich und lachen.
MittelamerikaGuatemalaEl Salvador

Katastrophenschutz für alle

Menschen mit Behinderungen haben oft weniger Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Diskriminierung und Ausgrenzung erschweren ihren Alltag zusätzlich. Bei Naturkatastrophen in Zentralamerika kann dies lebensbedrohlich sein. AWO International setzt sich in Guatemala und El Salvador für einen inklusiven Katastrophenschutz und eine umfassende Unterstützung von Menschen mit Behinderungen im Alltag ein.

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Auf dem Bild sind Frauen zu sehen, die auf dem Boden im Kreis sitzen. In der Mitte steht eine Schüssel mit Reis, wo einige mehr Reis reinschütten.
SüdasienBangladesch

Gute Ernten statt Klimakrise

Der Norden Bangladeschs gilt als eine der ärmsten Regionen des Landes. Die Klimakrise bedroht das Leben der Menschen zusätzlich. Immer mehr Familien verlassen deshalb ihre Heimatdörfer. Hier setzt unser Projekt mit der Partnerorganisation Gana Unnayan Kendra an. Gemeinsam schaffen wir Zukunftsperspektiven für Familien, die auf Flussinseln leben.

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