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MittelamerikaGuatemalaEl Salvador

Katastrophenschutz für alle

Inklusive Vorsorge in Guatemala und El Salvador

Menschen mit Behinderungen haben oft weniger Zugang zu Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe. Diskriminierung und Ausgrenzung erschweren ihren Alltag zusätzlich. Bei Naturkatastrophen in Zentralamerika kann dies lebensbedrohlich sein. AWO International setzt sich in Guatemala und El Salvador für einen inklusiven Katastrophenschutz und eine umfassende Unterstützung von Menschen mit Behinderungen im Alltag ein.

Auf dem Bild sitzen drei Frauen vor dem Haus. Sie unterhalten sich und lachen.
Wir bauen durch Naturkatastrophen zerstörte Häuser wieder auf und bieten dauerhaft sicheren Wohnraum für Menschen aus gefährdeten Gruppen.

Die Menschen in Guatemala und El Salvador sind einem hohen Risiko ausgesetzt, Opfer von Naturkatastrophen zu werden. Obwohl die Auswirkungen solcher Katastrophen alle Menschen betreffen, sind Menschen mit Behinderungen überproportional betroffen. Generell ist es für diese Bevölkerungsgruppe schwierig, am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Sie sind kaum sichtbar und werden in den wenigen staatlichen oder kommunalen Evakuierungsplänen, die es gibt, nicht berücksichtigt. Das wollen wir gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen ADISA und ACOPEDIS in Guatemala sowie CORDES in El Salvador ändern.

Wir Menschen mit Behinderungen sind eine Bevölkerungsgruppe, die von den Regierungen vergessen wird. Deshalb sind diese Projekte wichtig, um in Notsituationen Gefahren vorzubeugen, besonders für Menschen mit Behinderung. Ich habe viel gelernt, um anderen im Katastrophenfall zu helfen und meine Rechte als Mensch mit Behinderung einzufordern.

Miriam A., 42 Jahre
Projektteilnehmerin in El Salvador

Inklusive Katastrophenpläne für Familien und Gemeinden

Gemeinsam mit Menschen mit Behinderungen und ihren Familien entwickeln wir Notfallpläne auf Gemeinde- und Familienebene. Jede Familie erstellt einen "Familien-Notfallplan" und legt Evakuierungswege rund um ihr Haus fest. Durch praktische Übungen werden die Pläne verinnerlicht. In Erste-Hilfe-Kursen lernen die Teilnehmer*innen, wie sie sich selbst und andere nach einer Katastrophe versorgen können. Außerdem werden Notfallrucksäcke verteilt, die Medikamente und Lebensmittel enthalten, um im Notfall 72 Stunden überleben zu können. Mitarbeiter*innen der Gemeinden und Familien, die Krisen- und Extremsituationen erlebt haben, erhalten durch das Projekt zudem psychosoziale Unterstützung.

Jetzt Solidarität zeigen und spenden!

Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. 

30 € (Spendenbeispiel)

Mit 30 € können Sie z. B. eine Familie in Guatemala mit einem Erste-Hilfe-Training für Angehörige von Menschen mit Behinderungen unterstützen, damit sie im Katastrophenfall richtig reagieren können.

75 € (Spendenbeispiel)
Mit 75 € können Sie z.B. eine Familie in Guatemala mit einem inklusiven Notfallplan und einem Go-Bag unterstützen, damit auch Angehörige mit Behinderungen im Katastrophenfall sicher versorgt sind.

180 € (Spendenbeispiel)
Mit 180 € können Sie z.B. eine Familie in Guatemala mit einem Katastrophenschutz-Kit versorgen, bestehend aus Solarlampe, Erste-Hilfe-Set, Radio, wasserdichter Decke und Notration.

Mehr Infos zu den Spendenbeispielen

Regionale und internationale Vernetzung

Um die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Zentralamerika über die Projektgemeinden hinaus zu stärken, arbeiten wir mit staatlichen Behörden und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen zusammen. Das Projekt wird von einem Verbund aus AWO International, dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), der Christoffel Blindenmission und sechs Nichtregierungsorganisationen in Nicaragua, Honduras, El Salvador und Guatemala durchgeführt.

Bei internationalen Netzwerktreffen werden gute Beispiele aus der Praxis ausgetauscht. Gemeinsam werden auch Gesetzesentwürfe erarbeitet und Regierungen beraten, um inklusive Katastrophenvorsorge in den zentralamerikanischen Ländern fest zu verankern.

Projektinfo

Ort/Region Guatemala: Sololá (Santiago Atitlán, San Juan La Laguna, San Marcos La Laguna und Panajachel). El Salvador: La Libertad Sur (Santa Tecla und Comasagua), San Salvador Oeste (Apopa und Nejapa) Usulután Oeste (Jiquilisco, Puerto el Triunfo, San Agustín
Partner ADISA, ACOPEDIS, CORDES
Aktivitäten
  • Verteilung von Hilfsgütern für den Katastrophenschutz, z.B. 72-Stunden-Notfallrucksäcke
  • Aufbau von Netzwerken zwischen staatlichen Stellen und zivilgesellschaftlichen Organisationen zur Entwicklung von Präventionsplänen
  • Fortbildungen für staatliche Stellen und Institutionen wie Krankenhäuser zur Verbesserung der Reaktion im Risikofall
  • Workshops und Aktivitäten zum Erlernen der Gebärdensprache für Erwachsene und Kinder
  • Psychosoziale Betreuung und individuelle Begleitung für Mitarbeiter*innen der Projekte und Betroffene
Laufzeit 01.04.2024 - 28.02.2029
Budget 308.667 EUR
Förderer Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Aktion Deutschland Hilft

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