Blitar und Ponorogo, Landkreise in der ostjavanischen Provinz Indonesiens, sind von Armut geprägt und bieten der lokalen Bevölkerung nur begrenzte Möglichkeiten, ihren Lebensunterhalt zu sichern. Viele Menschen, die mit begrenzten wirtschaftlichen Möglichkeiten konfrontiert sind, suchen schließlich im Ausland Arbeit – häufig in informellen Sektoren wie Haushaltsarbeit oder auf Plantagen – um ihre Lebenssituation in der Heimat zu verbessern. Diese Bereiche operieren oft außerhalb rechtlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen. Obwohl Indonesien Maßnahmen zum Schutz dieser Personen eingeführt hat, gestaltet sich die konsequente lokale Umsetzung und Verwaltung nach wie vor als schwierig.
AWO International und das Institute for Education Development, Social, Religious, and Cultural Studies (INFEST) erkennen die Komplexität dieser Problematik und bemühen sich seit 2018 darum, den Schutz von Arbeitsmigrant*innen und ihren Familienangehörigen durch eine umfassendere Herangehensweise kontinuierlich zu stärken.
Die meisten indonesischen Arbeitsmigranten stammen aus ländlichen Gebieten, die in lokalen Entwicklungsagenden seit Langem vernachlässigt werden. Die Aktivierung ihres Potenzials kann unmittelbar zur Stärkung dieser Regionen beitragen. Dieses Projekt befähigt Arbeitsmigranten und ihre Familien, als Katalysatoren des Wandels die sozioökonomischen Verhältnisse ihrer Gemeinschaften und ihres Landes zu verbessern.
Nisrina Muthahari, Projektleiterin unseres Projekts mit INFEST
Beraten, informieren und aufklären
Unsere Partnerschaft ist darauf ausgerichtet, das Leben von Wanderarbeitenden und ihren Familien durch einen umfassenden Ansatz zu verbessern, der sowohl sozioökonomischen als auch rechtlichen Schutz umfasst. Die gemeindebasierten Organisationen, mit denen wir zusammenarbeiten, werden in relevanten Entwicklungsprozessen geschult und befähigt, Lobbyarbeit zu leisten. Sie erhalten das notwendige Wissen und die Fähigkeiten, um effektiv für sichere Migration sowie für die Verbesserung der Arbeitsmigration in Politik und Management einzutreten. Darüber hinaus unterstützen wir die Entwicklung wirtschaftlicher Potenziale mit dem Ziel, die Gründung einer Genossenschaft zu fördern, um die finanzielle Stabilität und Eigenständigkeit der Betroffenen nachhaltig zu stärken..
Ziele und Pläne für die Zukunft
In unserem Bemühen, Arbeitsmigrant*innen und ihre Gemeinschaften zu stärken, wurden in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte erzielt. Einige lokale Vorschriften zum Schutz von Migrant*innen sowie standardisierte Abläufe zur Fallbearbeitung wurden entworfen und verabschiedet. Dies ist durch die aktive Teilnahme von Mitgliedern der Gemeinschaftsgruppen an Planungssitzungen und der Ausarbeitung der Richtlinien in Zusammenarbeit mit lokalen Regierungsvertretern und anderen Interessengruppen erreicht worden. Besonders hervorzuheben ist, dass der Bezirk Blitar ein sozioökonomisches Programm ins Leben gerufen hat, das speziell darauf abzielt, Wanderarbeitende zu unterstützen und ihr Wohlergehen zu fördern, was das Engagement für ihre Förderung und ihren Erfolg weiter festigt.
Projektinfo
| Ort/Region | Blitar und Ponorogo, Java, Indonesien - insbesondere die folgenden Dörfer: Dorf Bringinan, Dorf Gelanglor, Dorf Pondok, Dorf Karangpatihan, Dorf Ngendut, Dorf Pandanarum, Dorf Gogodeso, Dorf Jatinom, Dorf Lorejo und Dorf Sumberagung |
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| Partner | Institute for Education Develoment, Social, Religious, and Cultural Studies (INFEST Yogyakarta) https://www.infest.or.id/ |
| Aktivitäten |
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| Laufzeit | 01. Januar 2024 bis 31. Dezember 2026 (Kooperation seit 2018) |
| Budget | 203.000 EUR (3 Jahre) |
| Förderer | Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) |