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SüdostasienIndonesien

Stärkung gemeinsamer Anstrengungen zum Schutz der Rechte indonesischer Wanderarbeitenden

Trotz der bestehenden Gesetze und internationalen Abkommen zum Schutz indonesischer Wanderarbeitenden bleibt deren Umsetzung vor Ort unzureichend. AWO International und Migrant CARE haben sich zusammengeschlossen, um dieses Problem anzugehen.

Eine Gruppe von Menschen steht zusammen und schaut in die Kamera.
Migrant CAREs angesehener Status bei der Förderung der Arbeitsmigration und seine starken Verbindungen zu zahlreichen öffentlichen und privaten Institutionen in der Gesellschaft sind ein Vorteil für unser Projekt.

Die intensiven Bemühungen zur Bekämpfung des Menschenhandels in Indonesien haben bisher nicht den gewünschten Erfolg gebracht. Menschenhandel bleibt ein ernstes Problem in einem Land, in dem viele Menschen Schwierigkeiten haben, ihren Lebensunterhalt zu sichern und nur begrenzte Perspektiven auf dem lokalen Arbeitsmarkt finden. Für viele erscheint die Arbeit im Ausland als attraktive Alternative. Leider wird jedoch kaum über die potenziellen Gefahren und die Bedeutung sicherer Migrationswege aufgeklärt. Mangelnde Aufklärung über Risiken und sichere Migrationswege macht Menschen anfälliger für die Machenschaften von Menschenhändlern, die gezielt Unwissenheit ausnutzen. Besonders gefährdet sind Frauen und Mädchen, die in dieser Situation oft Opfer von Ausbeutung und Missbrauch werden.

Es gibt kein hochwertiges und nachhaltiges Wachstum in der südostasiatischen Region ohne eine angemessene Anerkennung und einen angemessenen Schutz von Wanderarbeitern.

Wahyu Susilo, Geschäftsführender Direktor von Migrant CARE

Stärke durch Zusammenarbeit – von der Gemeinschaft bis zur Politik

AWO International und Migrant CARE nutzen das Potenzial eines Multi-Stakeholder-Ansatzes, um Politiken zu entwickeln und Initiativen zu unterstützen, die effektiv auf Menschenhandel reagieren und sichere Migration fördern. Dabei werden alle gesellschaftlichen und staatlichen Ebenen einbezogen. Im Rahmen des Projekts werden Gemeinschaftsgruppen, bestehend aus Wanderarbeitenden oder deren Familien, geschult und befähigt, Fälle von Menschenhandel zu bearbeiten und weiterzuleiten. Zudem werden sie ermutigt, sich an lokalen Entwicklungsplänen zu beteiligen und ihre Meinungen einzubringen. Zivilgesellschaftliche Organisationen wiederum werden mobilisiert, um Forschung zu betreiben und den Dialog mit lokalen und nationalen Regierungen, insbesondere mit Gesetzgeber, zu führen. Ziel ist es, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, um die migrations- und menschenhandelsbezogenen Politiken sowohl auf nationaler Ebene als auch innerhalb der ASEAN (Verband Südostasiatischer Nationen) wirksamer und reaktionsfähiger zu gestalten.

Projektinfo

Ort/Region Jakarta und die Bezirke Jember und Banyuwangi, Ostjava, Indonesien - insbesondere in den folgenden Dörfern: Ambulu Village, Dukuh Dempok Village, Wonoasri Village; Kendalrejo Village, Kedungasri Village, Sumbermilyo Village
Partner Migrant CARE https://migrantcare.net/
Aktivitäten
  • Netzwerkarbeit
  • Lobbying
  • Interessenvertretung
  • Aufbau von Kapazitäten
Laufzeit 01. Januar 2024 bis 31. Dezember 2026 (Kooperation seit 2021)
Budget EUR 203,000 (3 Jahre)
Förderer Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

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