Klimakrise bedroht die Existenz vieler Familien
Fast jede zweite Person in Gaibandha lebt in Armut. Jedes dritte Kind unter fünf Jahren ist unterernährt. Die Region ist besonders anfällig für Naturkatastrophen: Überschwemmungen und extreme Wetterlagen gefährden Ernten, zerstören Einkommen und zwingen viele Familien regelmäßig in Notunterkünfte. Der Klimawandel verstärkt die Häufigkeit und Intensität dieser Wetterereignisse.
Gemeinden stärken – Katastrophen gemeinsam bewältigen
Zusammen mit GUK stärken wir die Widerstandskraft der Gemeinden. Frühwarnsysteme werden installiert, Menschen über Risiken aufgeklärt und auf den Ernstfall vorbereitet. In Katastrophenmanagementkomitees und Selbsthilfegruppen engagieren sich Gemeindemitglieder aktiv für den Schutz ihrer Dörfer.
Infrastruktur verbessern, Leben schützen
Neben der Aufklärungsarbeit werden konkrete Schutzmaßnahmen ergriffen: Wir bauen Notunterkünfte, Trinkwasserbrunnen sowie Latrinen und Sanitäreinrichtungen. Letztere werden höher als üblich errichtet, damit sie im Falle von Überschwemmungen weiterhin benutzt werden können. All dies verbessert die Lebensbedingungen in den Dörfern deutlich.
Dieses Projekt ist einzigartig, weil es Anpassung an den Klimawandel und Katastrophenvorsorge kombiniert – zwei Bereiche, die sonst oft getrennt behandelt werden. Wir setzen bewusst auf einen ganzheitlichen Ansatz: Wir fördern Ernährungssicherheit, verbessern den Zugang zu sauberem Wasser und sanitärer Grundversorgung und schaffen alternative Einkommensquellen. Gleichzeitig verringern wir durch ökologisch nachhaltige Maßnahmen die Emissionen. Besonders motivierend ist für mich, wie stark sich die Menschen bereits nach wenigen Monaten für die Projektziele engagieren. Ich bin stolz, Teil einer Initiative zu sein, die langfristige Veränderungen bewirkt.
Herr Roknuddaula (rechts im Bild), Projektmanager bei GUK
Landwirtschaft stärken – Nachhaltige Einkommensquellen schaffen
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Unterstützung der Familien in der Landwirtschaft. Wir fördern den Anbau von klimaresistenten Pflanzen, also solchen, die auch unter extremen Bedingungen wie Dürre oder Überschwemmungen gedeihen. Diese robusten Sorten – beispielsweise bestimmte Reis- oder Gemüsesorten – garantieren auch bei schwankendem Wetter stabile Ernten und tragen so zur Ernährungssicherheit der Familien bei.
Zusätzlich erhalten ausgewählte Familien Ziegen. Diese Tiere sind eine zuverlässige Quelle für Milch und Fleisch und ermöglichen zudem eine Ziegenzucht. Mit zwei Ziegen können Familien eine nachhaltige Einkommensquelle aufbauen. Die Ziegen liefern regelmäßig Nachwuchs, der verkauft werden kann. So schaffen sich die Familien langfristig mehr Unabhängigkeit und werden widerstandsfähiger gegenüber den Auswirkungen von Naturkatastrophen.
Projektinfo
| Ort/Region | Fulchari, Gaibandha |
|---|---|
| Partner | Gana Unnayan Kendra (GUK) |
| Aktivitäten |
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| Laufzeit | 01.11.2024-31.12.2026 |
| Budget | 500.000 Euro |
| Förderer | Aktion Deutschland Hilft, WDR-Weihnachtskampagne 2024 |