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MittelamerikaGuatemala

Schweigen ist keine Option

Der Kampf für Menschenrechte in El Salvador geht im Exil weiter

In El Salvador verschlimmert sich die Lage unter dem anhaltenden Ausnahmezustand weiter. Wer sich gegen Gewalt oder Unrecht stellt, gerät schnell ins Visier. Auch unsere Partnerorganisation Cristosal musste das Land verlassen. Aus dem Exil kämpft sie nun weiter gegen Menschenrechtsverletzungen in ihrem Land.

ein Logo von Cristosal "Partnerorganisation"
Cristosal ist Teil des Bloque Latinoamericano, einer Vereinigung lateinamerikanischer NGOs, die Ihre Forderungen in internationalen Migrationsforen präsentiert.

Menschenrechte in Gefahr

In El Salvador hat sich die Lage für Menschenrechte stark verschlechtert. Seit 2022 gilt ein Ausnahmezustand, der grundlegende Rechte mehr und mehr einschränkt. Menschenrechtsverteidiger*innen werden verfolgt und kriminalisiert. Auch unsere Partnerorganisation Cristosal, die seit über 15 Jahren für Menschenrechte kämpft, musste im Juli 2025 ihre Arbeit im Land einstellen. Die zunehmenden Bedrohungen und die Verhaftung der Anwältin und Kollegin Ruth López brachten die Mitarbeitenden in Gefahr. Aus dem Exil in Guatemala setzen sie ihre Arbeit neu ausgerichtet und mit erweitertem Blick auf die Region fort.

Ich glaube, dass es nicht nur eine Pflicht, sondern eine echte Notwendigkeit ist, den Stimmen derjenigen Gehör zu verschaffen, die sich für die Demokratie einsetzen, und die Folgen zu dokumentieren, denen viele von ihnen ausgesetzt sind, wie Schikanen, Haft oder Exil.

Wendy Urbina
Content-Erstellerin und Mitarbeiterin von Cristosal

Gemeinsam für Gerechtigkeit

Im Laufe der Jahre hat Cristosal ein starkes journalistisches Netzwerk aufgebaut, um die Öffentlichkeit auf die Probleme vor Ort und die Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen. Gemeinsam fördern wir Journalist*innen-Netzwerke im Exil, die Unrecht und Gewalt über Grenzen hinweg anprangern und Allianzen für den Kampf um Menschenrechte in der Region ausbauen. Betroffene des Ausnahmezustands werden zudem begleitet und haben eine Anlaufstelle. Mit unserem Projekt unterstützen wir Cristosal, juristische Strukturen auszubauen, die mit gezielter Arbeit systematische Menschenrechtsverletzungen aufdecken und vor Gericht bringen. Damit unterstützen wir den Kampf für gesellschaftliche Strukturen, in der Herkunft, wirtschaftliche Verhältnisse und sexuelle Orientierung nicht über Chancen entscheiden und abweichende Meinungen kein Verbrechen sind.

Projektinfo

Ort/Region Guatemala
Partner Cristosal
Aktivitäten
  • Aufklärungs- und Medienarbeit zu Menschenrechtsverletzungen in El Salvador sowie der Region Mittelamerika und Mexiko 
  • Aufbau von Netzwerken verfolgter und exilierter Journalist*innen 
  • Juristische Dokumentation, Analyse und Begleitung von Menschenrechtsverletzungen sowie strategische Prozessführung vor Gericht 
  • Begleitung von Betroffenen
Laufzeit 01.01.2025 – 31.12.2027
Budget 275.000 EUR
Förderer Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ)

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