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SüdostasienIndonesien

Für stärkeren Schutz und erfolgreiche Wiedereingliederung von Arbeitsmigrant*innen

Viele Menschen aus Lombok suchen im Ausland Arbeit, um ihre Familien zu versorgen. Doch Migration birgt Risiken – besonders ohne Papiere. ADBMI und AWO International setzen sich für die Sicherheit und Rechte, von Migrant*innen und ihren Familien ein.

Zwei Frauen sitzen auf dem Boden. Eine meldet sich.
Mitglieder einer Migrant*innengruppe nehmen an Trainings zu Haushaltsfinanzen und Kleinunternehmensführung teil.

Auf der Insel Lombok in West Nusa Tenggara, Indonesien, sind Armut, eingeschränkter Zugang zu grundlegenden Leistungen und ein schwacher Arbeitsmarkt weit verbreitet. Viele Menschen sehen sich daher gezwungen, im Ausland Einkommen zu erzielen, um ihre Familien zu versorgen. Allein in Ost-Lombok arbeiten mehr als 24.000 Personen als Arbeitsmigrant*innen.

Ein erheblicher Teil migriert ohne vollständige Dokumente, häufig aufgrund fehlender Informationen zu rechtlichen Anforderungen und hoher Kosten der offiziellen Verfahren. Diese irregulären Wege erhöhen das Risiko von Ausbeutung, Gewalt und anderen Menschenrechtsverletzungen; einige Migrant*innen kehren mit leeren Händen zurück, andere verlieren sogar ihr Leben durch die unsicheren Arbeitsbedingungen im Ausland.

Die bestehende patriarchale Gesellschaftsstruktur wirkt sich besonders auf Frauen und Kinder aus. Wenn Frauen migrieren oder Mädchen zurückbleiben, steigt die Zahl von Kinderehen, Schulabbrüchen und Fällen sexualisierter Gewalt. Scheidungen und instabile familiäre Situationen nehmen ebenfalls zu.

ADBMI und AWO International reagieren auf diese Entwicklungen, indem sie Migrant*innengemeinschaften in Ost-Lombok stärken, den Zugang zu Schutz- und Unterstützungsangeboten verbessern und darauf hinwirken, dass der Schutz und die Reintegration von Migrant*innen in lokalen Entwicklungsplanungen berücksichtigt werden.

Meine Teilnahme an den ersten Aktivitäten des Projekts hat meinen Gemeinschaftssinn geweckt. Ich konnte mich mit den Zielen identifizieren, Wanderarbeitende zu schützen und zu stärken, da ich selbst einmal im Ausland gearbeitet habe. Es stimmt, dass Wanderarbeitende oft isoliert sind und selten in öffentlichen Dialogen erwähnt werden. Was zunächst der Wunsch war, die sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen einer Gemeinschaft zu verbessern, die mir am Herzen liegt, hat sich zu einer Entschlossenheit entwickelt, bestehende Chancen besser zu nutzen.

Nendi Wahyu Imansah, Vorsitzender der Lembaga Sosial Desa (LSD, Sozialinstitution des Dorfes) im Dorf Anjani

Ziele und Pläne für die Zukunft

Seit 2018 arbeiten die ADBMI Foundation und AWO International zusammen, um Schutzstrukturen für Arbeitsmigrant*innen in Ost-Lombok zu stärken. Die Zusammenarbeit hat viele wichtige Erfolge hervorgebracht: Dazu gehören ein verbesserter Zugang zu Daten über gegenwärtige und potenzielle Migrant*innen, die Einrichtung eines eigenen Amts für Frauenförderung und Kinderschutz (zuvor Teil der allgemeinen Familienplanung) sowie eine langfristige Unterstützung von drei der fünf im Jahr 2018 gegründeten gemeindebasierten Gruppen durch die jeweiligen Dorfverwaltungen.

Mehrere Mitglieder dieser Gruppen haben zudem feste Positionen in den Dorfverwaltungen übernommen. Dadurch können sie die Interessen von Migrant*innen besser vertreten und an lokalen Entwicklungsprozessen mitwirken.

Auf Grundlage dieser Erfolge haben wir unser Einsatzgebiet in der aktuellen Projektphase auf fünf neue Dörfer in Ost-Lombok ausgeweitet. Ziel ist es, die bewährten Ansätze der Vergangenheit zu übernehmen und ihre Erfolge weiter auszubauen.

Projektinfo

Ort/Region Ost-Lombok, West Nusa Tenggara, Indonesien - insbesondere in den folgenden Dörfern: Dorf Menceh, Dorf Borok Toyang, Dorf MTelaga Waru, Dorf Kalijaga Timur
Partner ADBMI Foundation (Advokasi Buruh Migran Indonesia) https://www.adbmi.org/
Aktivitäten
  • Aufbau von Kapazitäten
  • Verbesserung der Zugänglichkeit von Programmen und Dienstleistungen
Laufzeit 01. Januar 2024 bis 31. Dezember 2026 (Kooperation seit 2018)
Budget 228,000 EUR (3 Jahre)
Förderer Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

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