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AfrikaUganda

Stärkung von Resilienz und Ernährungssicherheit in Ugandas West-Nil-Region

In Ugandas West-Nil-Region stärken wir gemeinsam mit RICE West Nile Geflüchtete und lokale Gemeinden – durch Ernährungssicherung, klimaresiliente Landwirtschaft und gezielte Förderung von Frauen und Jugendlichen. Für bessere Lebensbedingungen und mehr Zukunftsperspektiven.

Auf dem Bild sieht man eine Frau, die mit einer Hacke auf dem Feld arbeitet.
Landarbeit mit Tradition und neuem Wissen – klimaresistente Anbautechniken sorgen für bessere Ernten.

In Uganda leben rund 1,5 Millionen Geflüchtete – vor allem aus dem Südsudan und der Demokratischen Republik Kongo. Besonders in der West-Nil-Region, etwa in den Geflüchtetensiedlungen Palorinya und Lobule, sind viele von ihnen mit Armut, Ernährungsunsicherheit und den Folgen der Klimakrise konfrontiert. 

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation RICE West Nile unterstützen wir Geflüchtete und aufnehmende Gemeinden dabei, ihre Lebensgrundlagen zu sichern und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen nachhaltig zu stärken.  

Nachhaltige Landwirtschaft und gesunde Ernährung 

RICE schult lokale Gruppen in klimaresilienter Landwirtschaft, gesunder Ernährung und dem Anbau von Gemüsegärten. Durch praktische Kochvorführungen lernen Familien, wie sie nahrhafte Lebensmittel selbst anbauen und vorbereiten um Mangelernährung vorbeugen zu können.

Ich komme aus dem Kongo und lebe seit 2016 als Geflüchtete hier. In der Gruppe ‚Happy Mama and Baba‘ habe ich gelernt, Gemüse anzubauen. Einen Teil verwende ich selbst, den Rest verkaufe ich. So kann ich die Ernährung meiner Familie verbessern. Früher war Mangelernährung weit verbreitet – heute ist das dank der Schulungen und Küchengärten viel seltener.

Adesa Ndiriya, Teilnehmerin im Projekt

Einkommensförderung und erneuerbare Energien 

Energiesparherde und selbst hergestellte Briketts senken den Brennstoffverbrauch und schaffen gleichzeitig neue Einkommensmöglichkeiten. So werden Umwelt und Haushaltskasse gleichermaßen entlastet. Radiosendungen und Informationskampagnen klären über die Auswirkungen der Klimakrise auf und zeigen Wege zu einer nachhaltigen Energieversorgung. Die Menschen erfahren, wie sie Zugang zu erneuerbaren Energien erhalten und diese effektiv nutzen können. 

Chancengleichheit fördern und Gemeinschaft stärken 

Frauen und Mädchen in der West-Nil-Region haben häufig keinen gleichberechtigten Zugang zu Land, Einkommen oder Ressourcen. Unser Projekt stärkt ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit, fördert ihr Engagement und setzt sich aktiv für Geschlechtergerechtigkeit ein. Auch Jugendliche, die nicht zur Schule gehen, werden gezielt unterstützt: Sie werden in beruflichen Fertigkeiten geschult. Außerdem erhalten Teilnehmende wichtige Informationen über ihre Rechte sowie zu sexueller und reproduktiver Gesundheit – für mehr Selbstbestimmung und bessere Zukunftschancen. 

Zur Förderung des sozialen Zusammenhalts entstehen bäuerliche Kooperativen und Spargruppen. Hier wirtschaften die Mitglieder gemeinsam, unterstützen sich gegenseitig und vermarkten ihre Produkte – ein wichtiger Beitrag für friedliches Zusammenleben und lokale Entwicklung. 

Projektinfo

Ort/Region Lobule- und Palorinya- Geflüchtetencamps, Bezirke: Koboko und Obongi
Partner Ländliche Initiative zur Stärkung der Gemeinden im West-Nil-Gebiet (RICE West Nile)
Aktivitäten
  • Förderung wirtschaftlicher Selbstständigkeit: Gründung von Spargruppen und Schulungen zu Spar- und Kreditmethoden sowie zur Entwicklung beruflicher Kompetenzen. 
  • Nachhaltige Landwirtschaft und Ernährungssicherung: Schulungen zu klimaresilienter Landwirtschaft, gesunder Ernährung und dem Bau energiesparender Kochherde. Demonstrations- und Nutzgärten vermitteln praktische Anbaumethoden und fördern die Eigenversorgung. 
  • Aufklärung und Informationsarbeit: Ausstrahlung kommunaler Radiosendungen zu friedlichem Zusammenleben, sozialer Integration, Klimawandel und erneuerbaren Energien.
  • Sensibilisierung für Rechte und Gesundheit: Informationsmaßnahmen zu Geschlechtergerechtigkeit sowie zu sexueller und reproduktiver Gesundheit für Frauen, Jugendliche und Gemeindemitglieder. 
Laufzeit Januar 2023 – Dezember 2025
Budget 227.662€
Förderer Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

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