In Bidibidi im Norden Ugandas leben die meisten Menschen von der Landwirtschaft. Doch durch geringe Erträge, mangelnde Anbaumethoden und die Auswirkungen der Klimakrise, ist die Ernährungssituation oft prekär. Viele Familien leben an der Armutsgrenze, alternative Einkommensmöglichkeiten fehlen. Besonders Frauen, junge Mütter und Menschen mit Behinderung sind mehrfach benachteiligt.
Unser Projekt stärkt gezielt diese Gruppen: In Bäuer*innen- und Spargruppen erwerben die Teilnehmenden Wissen über gesunde Ernährung, klimaangepasste Landwirtschaft und Vermarktung. Durch gemeinsames Sparen entstehen neue Chancen: günstige Kredite ermöglichen Investitionen in Bildung, Gesundheit oder die Gründung kleiner Betriebe.
Dank der Unterstützung unserer Spargruppe konnte ich mein Geschäft mit Schwertfischen ausbauen. Ich leihe regelmäßig Geld, investiere und zahle immer pünktlich zurück. Heute kann ich meine Familie gut unterstützen – gemeinsam mit meinem Mann haben wir ein Haus mit Blechdach gebaut. Die Gemeinschaft und das Wissen aus der Gruppe haben unser Leben nachhaltig verändert.
Zainab Bako, Teilnehmerin im Projekt
Der Anbau von Gemüse in Küchengärten, die neu gepflanzten Obstbäume sowie verbesserte Kochtechniken tragen auch zur Ernährungssicherheit bei. Außerdem fördern Dialogforen das friedliche Zusammenleben zwischen Geflüchteten und einheimischen Familien – und stärken den gemeinsamen Schutz natürlicher Ressourcen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung von Frauen: Sie sollen aktiver an Entscheidungen teilhaben und besseren Zugang zu Informationen über Familienplanung und reproduktive Gesundheit erhalten.
Projektinfo
| Ort/Region | Bidibidi Refugee Camp, Unterbezirke Romogi und Barakala, Yumbe District, West Nile Region |
|---|---|
| Partner | Agency for Accelerated Regional Development (AFARD) |
| Aktivitäten |
|
| Laufzeit | Januar 2026 – Dezember 2028 |
| Budget | 205.010€ |
| Förderer | Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) |