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AfrikaUganda

Gemeinsam stark: Ernährung sichern und Frieden fördern in Uganda

Bidibidi im Norden Ugandas ist eines der größten Geflüchtetenlager der Welt. Viele Menschen dort leben in Armut und sind von Hunger betroffen. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation AFARD stärken wir geflüchtete und einheimische Familien und verbessern ihre Lebensbedingungen.

Auf dem Bild ist eine Frau zu sehen, die ihr kleines Kind in einer Trage auf dem Rücken trägt.
Frauen im Fokus: In den Projektaktivitäten werden sie gezielt gestärkt und gefördert.

In Bidibidi im Norden Ugandas leben die meisten Menschen von der Landwirtschaft. Doch durch geringe Erträge, mangelnde Anbaumethoden und die Auswirkungen der Klimakrise, ist die Ernährungssituation oft prekär. Viele Familien leben an der Armutsgrenze, alternative Einkommensmöglichkeiten fehlen. Besonders Frauen, junge Mütter und Menschen mit Behinderung sind mehrfach benachteiligt. 

Unser Projekt stärkt gezielt diese Gruppen: In Bäuer*innen- und Spargruppen erwerben die Teilnehmenden Wissen über gesunde Ernährung, klimaangepasste Landwirtschaft und Vermarktung. Durch gemeinsames Sparen entstehen neue Chancen: günstige Kredite ermöglichen Investitionen in Bildung, Gesundheit oder die Gründung kleiner Betriebe.

Dank der Unterstützung unserer Spargruppe konnte ich mein Geschäft mit Schwertfischen ausbauen. Ich leihe regelmäßig Geld, investiere und zahle immer pünktlich zurück. Heute kann ich meine Familie gut unterstützen – gemeinsam mit meinem Mann haben wir ein Haus mit Blechdach gebaut. Die Gemeinschaft und das Wissen aus der Gruppe haben unser Leben nachhaltig verändert.

Zainab Bako, Teilnehmerin im Projekt 

Der Anbau von Gemüse in Küchengärten, die neu gepflanzten Obstbäume sowie verbesserte Kochtechniken tragen auch zur Ernährungssicherheit bei. Außerdem fördern Dialogforen das friedliche Zusammenleben zwischen Geflüchteten und einheimischen Familien – und stärken den gemeinsamen Schutz natürlicher Ressourcen. 

Ein besonderer Fokus liegt auf der Stärkung von Frauen: Sie sollen aktiver an Entscheidungen teilhaben und besseren Zugang zu Informationen über Familienplanung und reproduktive Gesundheit erhalten.

Projektinfo

Ort/Region Bidibidi Refugee Camp, Unterbezirke Romogi und Barakala, Yumbe District, West Nile Region
Partner Agency for Accelerated Regional Development (AFARD)
Aktivitäten
  • Gründung von Bäuer*innen- und Spargruppen zur gemeinschaftlichen Organisation und finanziellen Absicherung.
  • Schulungen in klimaangepasster Landwirtschaft, inklusive dürreresistenter Saaten, Biopestiziden und nachhaltiger Tierhaltung.
  • Einrichtung von Küchengärten und Demonstrationsflächen zur praxisnahen Vermittlung umweltschonender Anbaumethoden. 
  • Ausbildung der Einkommenssicherung durch Geflügelzucht, Baumzucht, energiesparende Öfen sowie Vermarktungstrainings. 
  • Förderung sozialer Themen wie gesunde Ernährung, Familienplanung, Geschlechtergerechtigkeit und friedliches Zusammenleben in Dialogforen. 
Laufzeit Januar 2026 – Dezember 2028
Budget 205.010€
Förderer Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)

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