Die Region leidet unter den Folgen des langjährigen Bürgerkriegs und des schwierigen Wiederaufbaus. Dies hat die natürlichen Ressourcen stark belastet: Bodendegradierung, Abholzung und die Klimakrise erschweren den Anbau von Nahrungsmitteln und führen zu einer zunehmenden Nahrungsknappheit. Gleichzeitig verschärft die wachsende Nutzung von Ackerflächen durch Geflüchtete und Einheimische die Situation und führt zu Konflikten.
Gemeinschaftliches Lernen für nachhaltige Entwicklung
In diesem herausfordernden Umfeld fördern wir gemeinschaftliches Lernen. In Gruppen bauen Bäuer*innen gemeinsam Küchengärten auf, erhalten Saatgut und Obstbäume und erwerben Wissen über gesunde Ernährung, klimaangepassten Anbau und Geschlechtergerechtigkeit. Diese Gruppen fungieren zugleich als Spargemeinschaften – ein wichtiger Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität, besonders in Krisenzeiten.
In Uganda übernehmen meist die Männer die Führung und treffen die Entscheidungen. Deshalb ist es wichtig, Frauen zu stärken und sie über ihre Rechte aufzuklären. Ich bin überzeugt, dass alle Menschen die gleichen Chancen erhalten sollten – jede*r muss gehört werden. Nachhaltige Entwicklung kann nur gelingen, wenn alle Geschlechter gleichberechtigt an wichtigen Entscheidungen über Ressourcen beteiligt sind.
Gertrude Nalubinga, Mitarbeiterin bei UCOBAC
In Austauschgruppen für gemeindebasiertes Lernen kommen Vertreter*innen aus Geflüchtetencamps und aus lokalen Gemeinden miteinander ins Gespräch, bauen Vertrauen auf und erarbeiten gemeinsame Lösungen für Konflikte. Lokale Gesundheitsteams und Multiplikator*innen stärken zudem das Wissen über sexuelle und reproduktive Gesundheit und setzen sich gegen Gewalt an Frauen ein, mit dem Ziel, Selbstbestimmung und Teilhabe von Frauen zu fördern.
Projektinfo
| Ort/Region | Lamwo Distrikt, Geflüchtetenlager Palabek Ogili und Palabek Gem |
|---|---|
| Partner | Uganda Community Based Association for Women and Children Welfare (UCOBAC) |
| Aktivitäten |
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| Laufzeit | Januar 2026 – Dezember 2028 |
| Budget | 234.961€ |
| Förderer | Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) |