Zum Inhalt springen Zum Footer springen
21. Januar 2026 Pressemitteilung

Ukraine: Im härtesten Kriegswinter fehlen Heizung und Strom

Kinder schlafen in Kleidung und Schuhen, um warm zu bleiben: Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ leisten lebensrettende Akuthilfe. Die Situation in der Ukraine hat sich dramatisch zugespitzt. Nach gezielten und leider sehr effektiven russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur ist die Versorgung in vielen Front- und frontnahen Gebieten weitgehend zusammengebrochen. Reparaturen können vielerorts nicht mehr rechtzeitig durchgeführt werden.

Ein Kind wird in eine silberne Wärmedecke eingepackt. Vor dem Kind steht eine Person mit einem Karton
Minus 20 Grad, kein Strom: Der härteste Winter seit Kriegsbeginn

Systematische Zerstörung der Energieinfrastruktur

Kein Strom, keine Wärmeversorgung, geplatzte Wasserleitungen in Heizsystemen, bei Temperaturen bis minus 20 Grad: Für die Menschen in der Ukraine ist es der härteste Winter seit der Eskalation des Krieges vor rund vier Jahren. Das ukrainische Energiesystem steht unter systematischem Beschuss, der gezielt genau die Infrastruktur zerstört, die die Menschen zum Überleben bräuchten. Rund eine Million Haushalte sind allein in Kiew ohne Strom, etwa 600.000 Menschen haben die Stadt verlassen.

Die ohnehin erschöpften Frauen, Männer und Kinder in den kriegsgeschüttelten Regionen müssen fast unmögliche Entscheidungen treffen: in eiskalten Wohnungen bleiben oder lebensgefährliche Wege riskieren, auf der Suche nach Wärme? Teams unserer Bündnisorganisation CARE berichten aus Dnipro, dass Kinder vollständig angezogen - teils sogar mit Schuhen - schlafen, um warm zu bleiben und im Notfall schnell fliehen zu können. „Der Schutz von Zivilbevölkerung und Infrastruktur ist keine Option, sondern eine Verpflichtung nach dem humanitären Völkerrecht“, betont Michael McGrath, Länderdirektor von CARE in der Ukraine.

Bündnisorganisationen verteilen mobile Öfen und Heizmaterial

Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft” leisten lebensrettende Nothilfe. So hält Help – Hilfe zur Selbsthilfe Wärmestuben bereit, verteilt Heizmaterial, warme Mahlzeiten und repariert Infrastruktur, um den Menschen Schutz vor der Kälte zu bieten. In einigen Regionen, unter anderem Charkiw, Cherson und Saporischschja, stellt Help Kraftstoff bereit, damit lokale Behörden Heizung und Basis-Dienstleistungen aufrechterhalten können. World Vision verteilt neben Nahrung auch mobile Öfen und Bargeld zum Kauf von Heizmaterial und warmer Kleidung. Diese akute Winterhilfe erreicht Menschen entlang einer 1.200 Kilometer langen Frontlinie.

„Für die vom Krieg zermürbten Menschen in der Ukraine ist es gerade in diesem grausamen Winter eine Frage von Leben und Tod, dass wir ausreichend Spenden haben, um zu helfen”, sagt Maria Rüther, Hauptgeschäftsführerin von „Aktion Deutschland Hilft”.

AWO International im Einsatz: Winterhilfe, die Leben rettet

Ein Hilferuf unserer Partnerorganisation WayHome in Odessa zeigte wie dramatisch die Lage vor Ort ist: Menschen sitzen bei bis zu minus 20 Grad ohne Heizung und Strom in ihren Wohnungen. Es ist dunkel. Handys können nicht geladen werden. Kommunikation bricht ab – und viele fühlen sich allein.
Besonders hart trifft es Familien mit kleinen Kindern, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung. Für sie wird der Winter zur akuten Bedrohung. Gemeinsam mit WayHome hat AWO International sofortige Nothilfemaßnahmen eingeleitet. Wir verteilen Winterhilffe-Pakete an die Familien, die sie dringend benötigen. Die Pakete enthalten unter anderem warme Decken, Gaskocher, und Powerbanks, damit Familien Licht, Wärme und die Möglichkeit zur Kommunikation haben. Doch unsere Mittel reichen bei Weitem nicht aus. Daher sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen, um den Menschen in der Ukraine in dieser Zeit zu unterstützen und Leben zu retten.

Spenden Sie jetzt und unterstützen Sie die Menschen in der Ukraine!

Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. 

16 € (Spendenbeispiel)
Mit 16€ können Sie z.B. einer Familie ein Winter-Notfallsset inkl. Handwärmer, Thermo-Rettungsdecke und warme Socken ermöglichen.

40€ (Spendenbeispiel)
Mit 40 € können Sie z.B. einer Familie eine Powerbank oder eine elektrische Heizdecke oder einen Gaskocher ermöglichen.

136 € (Spendenbeispiel)
Mit 136 € können Sie z.B. einer Familie ein Winterhilfe-Paket inkl. Decken, Gaskocher, Powerbank etc. ermöglichen

Mehr Infos zu den Spendenbeispielen

Was Sie auch interessieren könnte

Ein Mann und eine Frau stehen in einem Klassenraum vor einer Gruppe Kinder, die an einem Tisch sitzt. Jedes Kind hat einen Laptop vor sich. Der Mann und die Frau tragen Westen mit dem Aufdruck: "AWO Emergency Response, Aktion Deutschland Hilft".
EuropaRumänienUkraine

Nothilfe Ukraine

Vor dem Hintergrund des andauernden russischen Angriffskriegs in der Ukraine haben bereits Millionen Menschen ihre Heimat verlassen müssen, darunter auch viele Kinder und Jugendliche. Laut den Vereinten Nationen sind rund 18 Millionen Menschen in der Ukraine auf humanitäre Hilfe angewiesen. Bereits seit Februar 2022 ist AWO International zusammen mit lokalen Partnerorganisationen in der Nothilfe und im Wiederaufbau vor Ort aktiv.

Mehr
Auf dem Bild sind Kinder zu sehen, die zusammen an einem Tisch sitzen und eine Lernaufgabe erledigen.
EuropaUkraine

Nach drei Jahren Krieg in der Ukraine: Die Hilfe hat sich verändert

Drei Jahre nach Beginn der großflächigen Ausweitung des Krieges in der Ukraine bleibt die humanitäre Lage kritisch. Für 2025 rechnet die Flüchtlingsorganisation der Vereinten Nationen (UNHCR) mit mehr als 12,7 Millionen Menschen, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sein werden. Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“ haben ihre Unterstützung kontinuierlich an die sich wandelnden Bedürfnisse angepasst und können gezielte Hilfe leisten. „Im Laufe der Zeit sind viele Bedarfe klarer oder haben sich verändert“, sagt Maria Rüther, Hauptgeschäftsführerin von „Aktion Deutschland Hilft“. Dabei wird zunehmend deutlich: Der zermürbende Konflikt zerstört nicht nur Häuser, sondern auch die Seelen der Menschen. „Der Bedarf an psychosozialer Unterstützung ist enorm gestiegen und macht mittlerweile 13 Prozent der Hilfe aus. Das ist verhältnismäßig viel, aber gemessen am immensen Bedarf immer noch zu wenig“, so Rüther.

Mehr
7 Frauen und Männer halten eine große ukrainische Flagge und schauen in die Kamera.
EuropaUkraine

Ein sicheres Lern- und Freizeitzentrum in der Ukraine

Minenaufklärung, Therapieangebote und Kinonachmittage – gemeinsam mit der ukrainischen Partnerorganisation savED hat AWO International in der Stadt Tschernihiv ein sicheres und vielseitiges Lern- und Freizeitzentrum aufgebaut. Unser Kollege David Starke, Programmkoordinator Ukraine, war vor Ort und berichtet von dem Projektbesuch und seinen Eindrücken.

Mehr
X

Cookieeinstellungen

AWO International e.V. verwendet Cookies, um ein reibungsloses Funktionieren unserer Plattform zu gewährleisten (technisch notwendige Cookies). Darüber hinaus bitten wir um Ihre Zustimmung zur Verwendung von Cookies zu Analysezwecken und Verbesserung der Plattform (statistische Cookies).