Die Katastrophe und ihre Folgen
Am 28. März 2025 wurde Myanmar von einem starken Erdbeben der Stärke 7,7 getroffen, das weitreichende Zerstörungen verursachte, Hunderte Menschenleben forderte und Tausende Häuser beschädigte oder zerstörte. Viele Familien mussten in unsicheren Notunterkünften oder überfüllten Lagern leben. Die darauffolgenden saisonalen Überschwemmungen verschlimmerten die Krise zusätzlich, indem sie Ernten, Unternehmen und Lebensgrundlagen zerstörten, was wiederum zu Ernährungsunsicherheit und zunehmender Unterernährung führte. Die Katastrophe deckte auch große Lücken in der lokalen Vorsorge auf, wodurch die Gemeinden für künftige Schocks anfällig blieben.
Von der Not zur neuen Hoffnung
Das Projekt zielt darauf ab, die am stärksten vom Erdbeben betroffenen Haushalte zu unterstützen, indem ihre Lebensgrundlagen wiederhergestellt, ihre Ernährungssicherheit verbessert und ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber künftigen Katastrophen gestärkt wird. Die Umsetzung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Community Development Association (CDA), die über mehr als 20 Jahre Erfahrung in der humanitären und Entwicklungsarbeit in Myanmar verfügt.
Das Wiederaufbauprojekt in den von Erdbeben und Überschwemmungen betroffenen Gebieten ist etwas Besonderes, da es über den bloßen Wiederaufbau der Infrastruktur hinausgeht. Es konzentriert sich auf die Wiederherstellung des Lebens, der Gemeinschaften und der Widerstandsfähigkeit. Dieses Wiederaufbauprojekt ist von einzigartiger Bedeutung aufgrund der zusammengenommenen Auswirkungen von zwei großen Katastrophen, einer Überschwemmung und einem Erdbeben, die innerhalb eines kurzen Zeitraums von nur fünf Monaten einschlugen. Die Betroffenen mussten im selben Jahr zwei Katastrophen hintereinander überstehen, die schwere Schäden an Häusern, Infrastruktur, Lebensgrundlagen und sozialen Systemen verursachten. Das Zusammentreffen von zwei verschiedenen Arten von Katastrophen hat zu komplexen Wiederaufbaubedürfnissen geführt, auf die dieses Projekt speziell eingeht.
Aung Hlaing Oo, Projektmanagement bei CDA
Wege aus der Unsicherheit
Die Umsetzung erfolgt nach einem sektorübergreifenden, partizipativen, inklusiven und rechtsbasierten Ansatz, der die aktive Einbindung der Begünstigten in allen Phasen gewährleistet. Bedürftige Familien erhalten bedingte Geldzuschüsse für die Reparatur ihrer beschädigten Häuser. Dadurch sollen ihnen sichere und stabile Lebensbedingungen gewährleistet und der weitere Wiederaufbau unterstützt werden. Zur Verbesserung der Ernährungssicherheit und des Einkommens erhalten landwirtschaftliche Haushalte Saatgut, Düngemittel, Vieh und Schulungen. Zudem werden Hausgärten gefördert, um den Zugang zu frischen Produkten zu verbessern. Die Familien werden außerdem in Soft Skills geschult und erhalten finanzielle Unterstützung für die Gründung kleiner Unternehmen. Mütter und Betreuungspersonen nehmen an Ernährungsseminaren teil, um die Ernährung ihrer Familien zu verbessern. Die Katastrophenvorsorge wird durch die Schulung lokaler Katastrophenschutzkomitees, die Durchführung von Risikobewertungen in den Gemeinden sowie die Sensibilisierung für lokale Gefahren und sichere Praktiken gestärkt.
Direkt profitieren 5.760 Menschen (1.200 Haushalte) in 10 Dörfern im Gebiet Naypyitaw Union Territory. Indirekt wird das Projekt schätzungsweise 20.270 Menschen zugutekommen.
Projektinfo
| Ort/Region | Myanmar / Südostasien |
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| Partner | Community Development Association (CDA) http://www.cda-myanmar.com |
| Aktivitäten |
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| Laufzeit | 1. August 2025 – 31. Juli 2027 |
| Budget | 280,000 € |
| Förderer | Aktion Deutschland Hilft |