Weil die Menschen in NRW auch nach Abschluss der 107-Stunden-Livesendung in Essen weiter gespendet haben, sind nochmal drei Millionen Euro zum Ergebnis von 15,6 Millionen Euro hinzugekommen, sodass insgesamt 18,6 Millionen Euro gegen den Hunger in der Welt zur Verfügung stehen. Damit können nicht nur alle mehr als 30 geplanten Hilfsprojekte finanziert werden, die Hilfe kann sogar weiter aufgestockt werden. „Gerade in Zeiten, in denen staatlicherseits die Mittel für humanitäre Hilfe knapper sind, ist das Engagement von zahlreichen Privatpersonen, Unternehmen, Vereinen oder Schulklassen ein großartiges Signal, das vielen Menschen auf der Welt Hoffnung schenkt“, sagt Maria Rüther, Hauptgeschäftsführerin bei „Aktion Deutschland Hilft“. Neben der Finanzierung von weltweiten Hilfsprojekten gegen den Hunger geht ein Teil der Spenden an die „Tafel Nordrhein-Westfalen e.V.“.
Mehr als 50 Millionen Euro Spenden in vier Jahren WDR 2 Weihnachtswunder
Bereits zum vierten Mal haben „Aktion Deutschland Hilft“ und der WDR gemeinsam zu Spenden aufgerufen: Seither kamen insgesamt mehr als 50 Millionen Euro an Spenden zusammen. Für einige der am stärksten von Hungersnöten betroffenen Regionen der Welt machen diese Spenden einen riesigen Unterschied. Im Sudan, dem Gazastreifen, Mali, dem Südsudan oder Haiti waren im letzten Jahr rund 1,4 Millionen Menschen akut vom Hungertod bedroht. Mit 34 Hilfsprojekten in über 20 Ländern können unsere Bündnisorganisationen mit ihren lokalen Partnern alleine in diesem Jahr sicherstellen, dass zahlreiche Menschen direkte Unterstützung erhalten.
So leisten die Bündnisorganisationen beispielsweise Hilfe:
- für Menschen mit akuter Mangelernährung mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser
- mit Bargeldzahlungen und Lebensmittelgutscheinen für einen leichteren Zugang zu Nahrungsmitteln
- mit Schulungen im Bereich klimaresilienter Landwirtschaft, damit Ernteerträge gesteigert werden können und eine Selbstversorgung möglich wird
AWO International stärkt Frauen in Nepal – eine Geschichte von Hoffnung und Selbstbestimmung
Ein Beispiel für die konkrete Wirkung der Spenden kommt aus Nepal: AWO International unterstützt im Terai-Gebiet im Süden des Landes marginalisierte Gemeinschaften mit einem Projekt, das Frauen gezielt stärkt. Thag Kumari KC, 60 Jahre alt, lebt mit ihrer Familie in dem kleinen Dorf Mahendrakot, nahe der indischen Grenze. Als Angehörige einer ethnisch marginalisierten Gruppe war die Armut lange ihr ständiger Begleiter – Hunger und finanzielle Not gehörten zum Alltag.
Durch das Projekt von AWO International wurde sie Teil einer Frauengruppe und erhielt Trainings im Anbau von Bittermelonen. Heute versorgt sie ihre Familie mit frischem Gemüse aus ihrem eigenen Garten und verkauft die Ernte, um ein kleines Einkommen zu erwirtschaften. „Die Unterstützung durch AWO International und die Frauengruppe hat mir nicht nur neue Fähigkeiten gegeben, sondern auch Hoffnung und Zuversicht", sagt Thag Kumari KC. „Schritt für Schritt bauen wir uns eine bessere Zukunft auf."
Eine vollständige Übersicht über die Hilfsprojekte des „WDR 2 Weihnachtswunder“ finden Sie hier.