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13. März 2026 Pressemitteilung

Nahost-Konflikt: Hunderttausende im Libanon auf der Flucht

Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" legen ihren Schwerpunkt auf die Versorgung von Geflüchteten

Angesichts zunehmender Angriffe auf die Zivilbevölkerung im Libanon und in Israel haben Hilfsorganisationen im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ ihre Maßnahmen für betroffene Menschen ausgeweitet.

Zwei Männer helfen einen älteren Mann in eine mobile Klink.
Nothilfe im Libanon: Bündnisorganisationen von Aktion Deutschland Hilft versorgen täglich tausende Vertriebene mit Mahlzeiten, Trinkwasser und medizinischer Betreuung.

„Die neuerliche Eskalation des Konflikts trifft Menschen, die zuvor bereits mit Engpässen in allen Bereichen der Grundversorgung zu kämpfen hatten“, betont Maria Rüther, Hauptgeschäftsführerin bei „Aktion Deutschland Hilft“. Besonders betroffen ist der Libanon. „Die Hilfe fokussiert sich nun auf diejenigen, die aus ihren Häusern flüchten mussten und dringende Unterstützung benötigen. Wir fordern alle Konfliktparteien auf, den Schutz der Zivilbevölkerung zu gewährleisten und Zugang für humanitäre Helfende zu ermöglichen“. Nach UN-Angaben sind nahezu 700.000 Menschen infolge der jüngsten Eskalation innerhalb des Libanon vertrieben worden.

 

Libanon: Fokus auf Zugang zu Lebensmitteln und medizinischer Versorgung

Vor allem im Süden des Libanon sind die Menschen den Angriffen weitestgehend schutzlos ausgeliefert. Malteser International berichtet, dass öffentliche Einrichtungen, Unterkünfte von Familie und Verwandten und teilweise auch Autos notdürftig als Obdach dienen. „Es gibt im gesamten Land nur wenige öffentlich zugängige Luftschutzbunker und kaum Möglichkeiten für die Zivilbevölkerung sich in Sicherheit zu bringen”, sagt Johannes Schildknecht, bei Malteser International verantwortlich für den Libanon. Der libanesische Malteserorden verteilt mit Unterstützung von Malteser International Lebensmittel, Spielzeug und Malbücher an Kinder und versorgt die besonders Bedürftigen in den provisorischen Unterkünften für Geflüchtete medizinisch. Mobile Teams der Johanniter unterstützen ebenfalls gemeinsam mit einem lokalen Partner bei der medizinischen Versorgung in der Bekaa-Ebene und der Region Mount Libanon. Für diese Nothilfe-Maßnahmen stellen die Johanniter 300.000 Euro zur Verfügung. Weitere Bündnisorganisationen wie HelpAge oder arche nova verteilen Mahlzeiten, Trinkwasser und Hygieneartikel an bedürftige Familien und stellen die psychosoziale Versorgung von Vertriebenen sicher. Das Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care bietet Kindern einen geschützten Raum durch Unterricht und Freizeitveranstaltungen in einem Bildungszentrum.

Israel: Psychosoziale Betreuung von vulnerablen Gruppen

Mit andauernden Raketenangriffen sehen sich seit Anfang März auch viele Menschen in Israel konfrontiert. Der Bedarf an psychosozialer Hilfe ist seitdem laut der Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (ZWST) stark angestiegen. Betroffen sind besonders diejenigen, die bereits mit unverarbeiteten Traumata leben und für die die Eskalation des Konflikts eine weitere Belastung darstellt. Gemeinsam mit einem lokalen Partner leistet die ZWST interkulturelle psychosoziale Unterstützung in ganz Israel.

AWO International wird aktiv

AWO International ist gemeinsam mit der Partnerorganisation Mousawat vor Ort aktiv und leistet gezielte Nothilfe: Wir verteilen Lebensmittelpakete, Hygiene-Sets und spezielle Dignity-Kits für Frauen und Mädchen. Besonders schutzbedürftige Menschen erhalten Windeln und lebensnotwendige Hilfsmittel wie Rollstühle, Krücken oder Matratzen. Drei mobile medizinische Teams besuchen regelmäßig 15 Notunterkünfte. Sie versorgen Verletzte und Kranke, geben wichtige Medikamente aus und bieten psychosoziale Unterstützung. Auch logistische Unterstützung, wie Transport und die Koordination von Freiwilligen, wird sichergestellt, damit die Hilfe schnell und sicher bei den Menschen ankommt.
Damit wir diese Hilfsmaßnahmen umsetzen können, sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Jede Spende hilft, Leben zu retten und den Menschen Hoffnung zu schenken.

AWO International  
IBAN: DE87 3702 0500 0003 2211 00  
Stichwort: Nothilfe Nahost  

Nothilfe in Nahost: Jetzt Solidarität zeigen und spenden!

Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. 

22 € (Spendenbeispiel)
Mit 22 €  kann z.B. ein Dignity-Kit an eine Frau oder ein Mädchen zur hygienischen Grundversorgung verteilt werden.

70 € (Spendenbeispiel)
Mit 70 € kann z.B. eine Familie mit Mahlzeiten für 10 Tage versorgt werden, die ihr Zuhause verlassen mussten.

130 € (Spendenbeispiel)
Mit 130 € können Hilfsmittel wie ein Rollstuhl,  eine Gehhilfe und eine Matratze für eine Person mit Behinderung oder Verletzung gekauft werden.

Mehr Infos zu den Spendenbeispielen

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