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27. August 2026 Spendenaufruf

Flutkatastrophe in Nepal

Eine verheerende Sturzflut verschüttet ganze Ortschaften im Norden Nepals. AWO International sowie weitere Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" leisten humanitäre Nothilfe vor Ort.

Mitarbeiter von AWO International sprechen mit Betroffenen im Flutgebiet in Nepal

Schwere Sturzflut im Norden Nepals

Am 26. August 2026 hat eine gewaltige Sturzflut am Bhotekoshi-Fluss im Norden Nepals innerhalb kürzester Zeit Dörfer und Siedlungen überflutet. Wassermassen und Schlammlawinen rissen Häuser, Straßen und Brücken mit sich und beschädigten wichtige Infrastruktur. Das Ausmaß der Katastrophe ist immens: ganze Ortschaften sind in der schwer zugänglichen Grenzregion zwischen Nepal und Tibet verschüttet. Die Regierung des Landes hat den Notstand ausgerufen und bittet um internationale Unterstützung.

Rund 85.000 Menschen brauchen Hilfe

Die Folgen der Flut sind verheerend: Mindestens 1.290 Menschen sind ums Leben gekommen. Über 4.800 Menschen gelten offiziell als vermisst – vermutlich sind es noch deutlich mehr. Rund 12.000 Menschen konnten bereits gerettet werden. Insgesamt sind rund 85.000 Menschen von der Katastrophe betroffen. 

Zudem besteht die Sorge vor weiteren Überschwemmungen. Durch die weitreichende Zerstörung ergeben sich zudem Folgeprobleme für die Menschen vor Ort: Verunreinigtes Trinkwasser und mangelnde Hygieneversorgung erhöhen das Infektionsrisiko mit Cholera und anderen Durchfallerkranungen. Die Überlebenden der Flut haben alles verloren und müssen dringend mit dem Nötigsten versorgt werden: Es braucht Unterkünfte, Lebensmittel und Trinkwasser. Auch Decken, Matratzen, Planen und Hygieneartikel werden benötigt.

Überlebende in Syabrubesi berichten uns, dass sie noch nie eine Flut in dem Ausmaß erlebt haben. Die Wassermassen haben innerhalb von wenigen Minuten ganze Ortschaften weggespült und alles mit sich gerissen, sogar ganze Gebäude. Die Situation vor Ort ist erschütternd. Alles ist zerstört. Wir fanden weggespülte Gebäude und Fahrzeuge vor; auch Schulbusse, die wahrscheinlich die Kinder zur Schule bringen wollten. Ihre Schulbücher, Trinkflaschen und Schuhe lagen um den Bus herum im Schlamm verstreut.

Surendra Gautam

Regionalbüroleiter Südasien von AWO International in Kathmandu, Nepal

AWO International leistet schnelle Nothilfe vor Ort

Seit vielen Jahren engagieren wir uns in Nepal und sind vor Ort gut vernetzt. Unsere Mitarbeitenden stehen im engen Austausch mit lokalen Behörden und anderen humanitären Organisationen. Ein Team des Regionalbüros hat sich in den vergangenen Tagen im besonders schwer betroffenen Gebiet am Fluss Bhotekoshi ein Bild von der Lage gemacht und mit Überlebenden gesprochen. 

Inzwischen ist die erste direkte Nothilfe angelaufen: Sechs Lastwagen mit insgesamt 20 Tonnen Hilfsgütern sind im nepalesischen Flutgebiet angekommen. Darin enthalten sind auch die Hilfsgüter aus dem Warenlager des Regionalbüros in Lalitpur. Die Hilfspakete enthalten Decken, Notmatratzen, Zeltplanen sowie Lebensmittel wie Reis, Linsen, Speiseöl, Salz und Zucker. Kleine Solarladeanlagen sollen Menschen ohne Strom ermöglichen, ihre Mobiltelefone aufzuladen und den Kontakt zu Angehörigen wiederherzustellen.

Zwei Mitarbeitende des Regionalbüros sind vor Ort im Einsatz. In zwei der am schwersten betroffenen Orte Syaprubesi und Gosaikunda im Oberlauf des Bhotekoshi-Flusses wurden Stützpunkte eingerichtet, von denen aus die weitere Versorgung koordiniert und umgesetzt wird.

Auch die psychosoziale Unterstützung der Überlebenden beginnt: Fünf Psycholog*innen wurden gemeinsam mit Hilfsgütern per Hubschrauber in unerreichbare Siedlungen auf der anderen Flussseite gebracht. Dort unterstützen sie Menschen, die Angehörige verloren haben, vermissen oder unter den traumatischen Erlebnissen der Katastrophe leiden.

Aktion Deutschland Hilft - das Bündnis im Einsatz

AWO International ist Teil des Bündnisses Aktion Deutschland Hilft. Einige der 22 Bündnispartner sind ebenfalls bereits vor Ort und leisten aktive Nothilfe gemeinsam mit lokalen Patnerorganisationen. Das Kinderhilfswerk Stiftung Global-Care versorgt beispielsweise rund 400 Familien in Jajarkot und Rolpa mit Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser, Hygienepaketen und Baumaterial für Notunterkünfte. Malteser International verteilt über einen lokalen Partner Kanister, Wasserreinigungsmittel, Hygienekits und Unterwäsche an 150 Fammilien. Weitere Hilfsorganisationen im Bündnis, darunter TERRA Projekte International oder Habitat for Humanity, stehen in engem Kontakt zu ihren Länderbüros oder lokalen Partnern vor Ort und ermitteln, was die dringendsten Bedarfe der betroffenen Bevölkerung sind.

Die Umsetzung der Hilfsmaßnahmen ist mit großen logistischen Hürden verbunden: Die betroffene Region um Timure und Syabrubesi ist sehr abgelegen und gebirgig , was den Zugang für Helfer :innen und die Lieferung von Hilfsgütern erschwert. Dennoch gelangen Hilfsgüter aktuell vor allem über Hubschrauber in die betroffenen Gebiete. 

Bitte unterstützen Sie die Menschen in Nepal  mit einer Spende.  Jeder Beitrag hilft!  

AWO International ist Mitglied von Aktion Deutschland Hilft, dem Bündnis renommierter deutscher Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten.

AWO International   
IBAN: DE87 3702 0500 0003 2211 00 
Stichwort: Flut Nepal

Aktion Deutschland Hilft
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Stichwort: Flut Nepal

Aktualisiert am 03.09.2026

Jetzt Solidarität zeigen und spenden!

Hinweis: Die Spendenbeispiele sind symbolisch. 

40 € (Spendenbeispiel)
Mit 40 € können Sie z.B. eine Familie in Nepal mit einem Lebensmittelpaket (inkl. Reis, Linsen, Speiseöl, Salz und Zucker) für einen Monat lang unterstützen.

100 € (Spendenbeispiel)

Mit 100 € können Sie z.B. eine Familie in Not mit Decken und Notmatratzen unterstützen.

230 € (Spendenbeispiel)
Mit 230 € können Sie z.B. eine Familie in Not mit einem Familienzelt unterstützen, die ihr Zuhause durch die Sturzflut verloren hat. 

Mehr Infos zu den Spendenbeispielen

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