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25. Juni 2026 Spendenaufruf

Erdbeben Venezuela

Zwei schwere Erdbeben erschütterten Venezuela. AWO International sowie weitere Bündnisorganisationen von "Aktion Deutschland Hilft" leisten humanitäre Nothilfe vor Ort.

Ein Mitarbeiter von der Partnerorganisation FUDEP steht vor einem zerstörten Haus

Schwere Erdbeben erschüttern Venezuela

In der Nacht vom 24. auf den 25. Juni 2026 erschütterten zwei schwere Erdbeben der Stärken M7.2 und M7.5 die Karibikküste Venezuelas. Die Epizentren lagen nahe Morón im Bundesstaat Carabobo. Am stärksten betroffen sind der Bundesstaat La Guaira sowie Teile der Hauptstadt Caracas. Ersten Einschätzungen zufolge ist das Schadensausmaß enorm. Bislang wurden über 2500 Todesopfer bestätigt, mehr als 11.000 Menschen wurden verletzt. Viele weitere werden noch unter den Trümmern eingestürzter Gebäude vermisst. Insgesamt benötigen rund 1,8 Millionen Menschren humanitäre Nothilfe.

Massive Schäden an Infrastruktur und Gesundheitsversorgung

Die Schäden an der Infrastruktur sind enorm: Gebäude sind eingestürzt, der internationale Flughafen Maiquetía ist geschlossen, der Metro- und Schienenverkehr in Caracas ist ausgefallen. Strom, Wasser und Telekommunikation sind in mehreren Bundesstaaten unterbrochen, die Gasversorgung wurde vorsorglich abgestellt. Auch Krankenhäuser wurden beschädigt. Das trifft ein Land, dessen Gesundheitssystem bereits vor der Katastrophe stark belastet war.

Notunterkünfte am Limit: Hygiene als dringendste Notwendigkeit

Während die Bergungsarbeiten in Venezuela andauern, spitzt sich die Lage in den Notunterkünften weiter zu. Zehntausende Menschen, die ihr Zuhause verloren haben, leben nun auf engstem Raum zusammen, ohne funktionierenden Zugang zu sauberem Wasser. Durchfall und Magen-Darm-Erkrankungen breiten sich bereits aus, vor allem Kinder unter fünf Jahren sind in akuter Gefahr. Krankenhäuser arbeiten weit über ihrer Kapazitätsgrenze, medizinische Notversorgung findet vielerorts unter freiem Himmel statt. Die Vereinten Nationen sind eindeutig: Hygiene ist in dieser Krise die drängendste Notwendigkeit.

Medizinische Hilfe: Einsatzteams koordinieren sich vor Ort

Teams aus Deutschland arbeiten eng mit venezolanischen Hilfsorganisationen zusammen, um schnell und effektiv die Menschen zu erreichen, die nun besonders dringend auf Hilfe angewiesen sind. Das Einsatzteam der Johanniter wird lokale Kräfte bei der basismedizinischen Versorgung unterstützen. Mit an Bord haben sie 14 Tonnen Medikamente und Verbrauchsmaterial. Zudem unterstützen lokale Partner von Malteser International mobile Kliniken in der gesamten Region mit medizinischer Ausrüstung. „Die Lage vor Ort ist katastrophal. Es gibt zu wenige Krankenwagen und die Verletzten werden teils notdürftig auf Motorrädern in nahegelegene Krankenhäuser gebracht. Es fehlen insbesondere medizinische Notfallausrüstung, Medikamente und Material für die Traumaversorgung“, sagt Jonas Jung, der sich als Nothilfekoordinator von Malteser International aktuell ein Bild der Lage vor Ort macht.

Vielerorts reicht das medizinische Material nicht aus, um die große Zahl an Verletzten zu versorgen. Das Medikamentenhilfswerk action medeor hat daher medizinische Notfallsets geliefert. Enthalten sind Schmerzmittel, Antibiotika und Infusionslösungen ebenso wie Wundbandagen und Kompressen, Rettungsdecken und Wasseraufbereitungstabletten. Die Hilfsgüter wurden in Venezuela an das Krankenhaus San Jose in La Guaira übergeben. Handicap International fokussiert sich auf schwerstverletzte Menschen und unterstützt mit Reha-Maßnahmen, um langfristige Behinderungen zu verhindern.

AWO International und die Partnerorganisation FUDEP in La Guaira

Gemeinsam mit unserer lokalen Partnerorganisation FUDEP sind wir bereits in La Guaira im Einsatz – einer der am schwersten betroffenen Regionen, wo mehr als 100 Gebäude eingestürzt sind und über 70.000 Familien stark betroffen sind. Nach einer umfassenden Lageerhebung verteilen wir Hygienepakete direkt in den Notunterkünften. Jedes Paket enthält grundlegende Hygieneartikel wie Seife, Zahnbürste und Zahnpasta, Toilettenpapier, Shampoo und Bettlaken sowie Binden und Windeln in verschiedenen Größen, damit auch Senior*innen, Frauen, Mädchen und Kleinkinder das erhalten, was sie brauchen.

Bitte unterstützen Sie die Menschen in Venezuela  mit einer Spende.  Jeder Beitrag hilft!  

AWO International ist Mitglied von Aktion Deutschland Hilft, dem Bündnis renommierter deutscher Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten.

AWO International   
IBAN: DE87 3702 0500 0003 2211 00 
Stichwort: Erdbeben Venezuela

Aktion Deutschland Hilft
IBAN DE62 3702 0500 0000 1020 30
Stichwort: Erdbeben Venezuela

Aktualisiert am 03.07.2026

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