Frühes Handeln und Prävention sind nun entscheidend
Seit dem Ausbruch sind inzwischen bereits Hunderte Ebola-Fälle und Dutzende Tote registriert worden. Da es sich um einen seltenen Stamm des Virus handelt, gibt es derzeit keinen effektiven Impfstoff. Daher stehen nun die akute Behandlung von Erkrankten und eine Vorbeugung durch verstärkte Hygienemaßnahmen an vorderster Stelle. „Um eine weitere Ausbreitung einzudämmen, unterstützt Help Präventionsmaßnahmen in Gesundheitseinrichtungen, Krankenhäusern und Vertriebenencamps, etwa durch die Herstellung und Verteilung von Flüssigchlor zur Desinfektion sowie Schulungen für Gesundheits- und Gemeindepersonal. Doch die Bedarfe übersteigen unsere Kapazitäten bei Weitem“, berichtet Christoph van Edig, Programm-Manager bei Help – Hilfe zur Selbsthilfe. CARE mobilisiert in enger Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sowie Partnerorganisationen akute Nothilfe für bis eine Million Menschen. Vorrang haben Gemeinden in Übertragungs-Hotspots, darunter Gesundheitspersonal, Vertriebene und mobile Bevölkerungsgruppen sowie gefährdete Gruppen wie Frauen und Mädchen. Das Medikamentenhilfswerk action medeor prüft derzeit, über welchen Weg medizinische Schutzausrüstung wie Masken, Handschuhe und Schürzen beschafft und vor Ort verteilt werden können.
Nachbarländer bereiten sich auf Ausweitung der Epidemie vor
Durch grenzüberschreitenden Verkehr sowie anhaltende Fluchtbewegungen besteht auch für benachbarte Länder wie Uganda die Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Virus. Nachdem es in den vergangenen Tagen den ersten Ebola-Toten in Uganda gab, prüft Malteser International weitere Maßnahmen an der Grenze zwischen Uganda und der DR Kongo. Das Länderbüro von CARE in Uganda ist bereit, die gemeinschaftsbasierte Unterstützung auszuweiten, sofern dies von der Regierung oder Partnern angefordert wird und zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung stehen. Zudem achtet CARE auf einen erhöhten Schutz der eigenen Mitarbeitenden, um Gefahren für medizinisches Personal und die Bevölkerung zu minimieren.
AWO International beginnt mit Aufklärungs- und Schutzmaßnahmen
Gemeinsam mit der langjährigen lokalen Partnerorganisation RICE West Nile stärkt AWO International die Ebola-Prävention in gefährdeten Grenzgemeinden der West-Nil-Region in Uganda. Über Radiosendungen und mehrsprachige Radiospots, Lautsprecherdurchsagen auf belebten Grenzmärkten sowie Hausbesuche durch geschulte Dorfgesundheitshelfer*innen werden Tausende Menschen mit lebenswichtigen Informationen zu Symptomen, Übertragungswegen und Schutzmaßnahmen erreicht. Plakate und Banner in lokalen Sprachen machen zentrale Botschaften an Märkten, Schulen und Grenzposten sichtbar.
Darüber hinaus werden viel besuchte Orte, darunter Schulen, Märkte, Gesundheitseinrichtungen, Grenzposten sowie eine Anlaufstelle für besonders gefährdete Gruppen, mit Handwaschstationen und Seife ausgestattet und Temperaturmessungen durchgeführt. Zusätzlich assistiert die Partnerorganisation von AWO International bei Gesundheits-Checks im Grenzbereich zum Kongo (D.R.C.) mit Fokus auf Schulkinder, Lastwagenfahrern und Sex-Arbeiter*innen, welche die Grenze regelmäßig überqueren.
Gleichzeitig stärkt AWO International lokale Strukturen vor Ort. Führungspersonen aus Gemeinden, religiöse und kulturelle Autoritäten sowie Freiwillige werden in den Bereichen Ebola-Prävention und psychosoziale Unterstützung geschult, um Ängsten und der Stigmatisierung von Betroffenen entgegenzuwirken. In Schulen werden Gesundheitsclubs mit Schüler*innen und Lehrkräften gestärkt und zu Ebola-Prävention geschult. Sie tragen ihr Wissen in ihre Familien und Nachbarschaften und werden so zu wichtigen Multiplikator*innen in den Gemeinden.
Um diese wichtige Arbeit fortzuführen, sind wir auf Ihre Hilfe angewiesen. Untersützen Sie unsere Arbeit in zur Ebola-Bekämpfung in Uganda mit Ihrer Spende.