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SüdasienIndien

Eine Welt ohne Hunger: Ernährungssicherung in Maharashtra

Der Klimawandel hinterlässt im indischen Bundesstaat Maharashtra deutliche Spuren: Extreme Dürreperioden sind eine Folge und haben dramatische Auswirkungen auf die Bevölkerung. Ausbleibende Ernteerträge führen zu Nahrungsknappheit und Unterernährung. Im Rahmen der Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“ unterstützen wir gemeinsam mit unserer Partnerorganisation AFARM die betroffenen Menschen.

Durch neue und klimaresistente Anbautechniken wird die Landnutzung verbessert, damit auch in Trockenzeiten die Ernährung gesichert werden kann. (Foto: AWO International)
Durch neue und klimaresistente Anbautechniken wird die Landnutzung verbessert, damit auch in Trockenzeiten die Ernährung gesichert werden kann. (Foto: AWO International)

Maharashtra ist nach Uttar Pradesh der zweitärmste Bundesstaat Indiens und besonders stark vom Klimawandel betroffen. Die Dürreperioden werden häufiger und extremer mit dramatischen Folgen für die Menschen. Fernab der Megametropole Mumbai und dem aufstrebenden Pune, sind die meisten Einwohner besonders stark von der Landwirtschaft abhängig. Viele sehen keinen anderen Ausweg, als ihre Heimatdörfer zu verlassen und Arbeit in fruchtbareren Regionen oder den umliegenden Städten zu suchen. Dort arbeiten sie unter prekären Bedingungen als saisonale Arbeiter*innen für die Zuckerrohrernte, als Bauarbeiter oder Transportfahrer.

Die Situation in unseren Projektdistrikten Beed und Solapur ist besonders schwierig: Sie liegen im Regenschatten und werden häufiger von Trockenzeiten heimgesucht. Zudem fehlen gute Bewässerungssysteme zur Bewirtschaftung der Ländereien. Die Erträge reichen kaum aus, um die Familien ausreichend zu versorgen oder eine angemessene Lebensgrundlage und Einkommen zu schaffen. Viele Bauern und Bäuerinnen sind daher hoch verschuldet und besonders von Armut betroffen. Maharashtra ist nicht ohne Grund der Bundesstaat mit der höchsten Bauernselbstmordrate.

Nachhaltige und ökologische Landwirtschaft

Im Rahmen der Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“ des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) fördern wir zusammen mit unserem Projektpartner AFARM eine nachhaltige und Einkommen sichernde Landwirtschaft für die betroffene Bevölkerung.  Neue und klimaresistente Anbautechniken verbessern hierbei die Landnutzung und garantieren in Trockenzeiten eine ausreichende Bewässerung der Felder. Somit ist den Bauern und Bäuerinnen auch in der weniger ertragreichen Saison ihre Ernährungs- und Einnahmequelle gesichert.

Zusätzlich erhält die betroffene Bevölkerung Schulungen über die Folgen des Klimawandels und wie in der Landwirtschaft mit diesen Herausforderungen umgegangen werden kann. Dies hilft den Familien in Zusammenarbeit mit AFARM nachhaltige Lösungen für Probleme wie Grundwasserknappheit zu finden und im Voraus - den neuen Wetterbedingungen entsprechend - zu planen. Um eine Alternative zum Gemüseanbau zu schaffen und eine weitere Einnahmequelle zu sichern, werden an bedürftige Familien zusätzlich Ziegen verteilt. Seit Beginn der Sonderinitiative in 2016 konnten die Ernteerträge durch neue Anbaumethoden bereits um 15 Prozent gesteigert werden. Zusätzlich steht AFARM mittlerweile der Regierung in landwirtschaftlichen Fragen beratend zur Seite. Diese Fortschritte sprechen deutlich für den Erfolg des Projekts, welches noch bis Ende 2019 im Rahmen der Sonderinitiative „Eine Welt  ohne Hunger“ weiter geführt wird.

Projektinfo

Projekt Eine Welt ohne Hunger: Armutsbekämpfung und Ernährungssicherung in Maharashtra
Ort/Region Distrikte Beed und Solapur, Maharastra
Partner AFARM (Action for Agricultural Renewal in Maharastra)
Zielgruppe Arme und gefährdete Bevölkerungsgruppen aus ländlichen Gebieten
Aktivitäten
  • Einkommengenerierende Maßnahmen in der Landwirtschaft
  • Ernährungssicherung durch Ausweitung von Anbauflächen und verbesserte Anbaunutzung
  • Förderung organischer Landwirtschaft
  • Verbesserung von Sozialstrukturen
  • Verbesserter Zugang zu Kapital und Absatzmärkten
  • Lobby- und Advocacyarbeit
Laufzeit 2016-2019
Budget 57.000 Euro p.a.
Förderer BMZ, Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“

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