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18. Dezember 2025 News

AWO International fordert sofortige Freigabe der Humanity 1

Solidarität mit der zivilen Seenotrettung im Mittelmeer

Die illegitime Festsetzung des zivilen Rettungsschiffs Humanity 1 im italienischen Hafen von Ortona ist ein alarmierendes Beispiel für die zunehmende Behinderung humanitärer Hilfe im Mittelmeer. Die Crew der Humanity 1 hat zu jedem Zeitpunkt nach internationalem Seerecht gehandelt. Dennoch wird das Schiff nun festgehalten – mit der Begründung, es habe nicht mit der libyschen Rettungsleitstelle kooperiert. Diese Nicht-Kooperation ist jedoch nicht nur gerechtfertigt, sondern rechtlich notwendig: Internationale Gerichte haben unmissverständlich festgestellt, dass Libyen kein sicherer Ort ist und libysche Akteure keine legitimen Partner in der Seenotrettung sein können.

Menschen halten einen Banner mit Aufschrift "They shoot, we are detained" und stehen vor dem Rettungsschiff Humanity 1
Die Humanity 1: Rettungseinsätze ziviler Seenotretter*innen werden trotz Einhaltung des Rechts behindert.

Eine gefährliche Verkehrung des Rechts 

Die Festsetzung der Humanity 1 ist ein massiver Eingriff in rechtmäßiges und lebensrettendes Handeln. Sie kehrt die Prinzipien des internationalen Rechts ins Gegenteil: Während Menschen, die Menschenleben retten und internationales Recht achten, bestraft werden, erhalten Akteure weiterhin Unterstützung durch die EU und ihre Mitgliedstaaten, denen nachweislich systematische Menschenrechtsverletzungen und sogar Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen werden. 

Diese Praxis stellt den Schutz des menschlichen Lebens auf den Kopf und untergräbt die internationale Rechtsordnung. 

Unsere Forderungen 

AWO International fordert: 

  • die sofortige Freigabe der Humanity 1 
  • ein Ende der europäischen Unterstützung für Akteure, die Menschenrechte missachten und Menschen gewaltsam in unsichere Länder zurückbringen 
  • den Schutz ziviler Seenotrettung statt ihrer Behinderung und Kriminalisierung 

Die Weigerung, mit der libyschen Rettungsleitstelle zu kooperieren, ist kein Verstoß gegen das Recht. Sie ist vielmehr rechtlich notwendig, um nicht an schweren Menschenrechtsverletzungen mitzuwirken. 

Solidarität mit der zivilen Seenotrettung 

Wir stehen solidarisch an der Seite von SOS Humanity und allen zivilen Seenotretter*innen. Wer humanitäres Handeln bestraft und gleichzeitig die Kooperation mit Milizen aufrechterhält, stellt die Grundprinzipien des Rechtsstaats infrage. Menschlichkeit und Recht dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Es ist höchste Zeit, dass Europa zu seinen eigenen Werten zurückkehrt und seiner rechtlichen wie moralischen Verantwortung gerecht wird. 

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