ENGAGE: Gemeinsam Bildung weiterdenken Ende März kamen im Rahmen des Erasmus+-Projekts ENGAGE – Empowering Next Generation Advocates for Global Education 20 Jugendleiter*innen aus Deutschland, Frankreich, Rumänien und Tschechien in Oparno (Tschechien) zusammen.
Was sie mitgebracht haben: unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Arbeitsrealitäten. Was sie gesucht haben: neue Ansätze für eine Bildungsarbeit, die gerechter, inklusiver und wirksamer ist.
Drei intensive Tage voller Austausch, Diskussion und praktischer Erprobung: Im Mittelpunkt standen Themen wie EU-Werte und europäische Institutionen, kulturelle Identität, Inklusion sowie Projektplanung und Wirkungsmessung. Durch Gruppenübungen, Reflexionsrunden und Open Space Sessions wurden die Inhalte nicht nur vermittelt, sondern unmittelbar auf die eigene Arbeit übertragen und nachhaltig gestaltet.
“Durch das Ausprobieren der Methoden konnte ich sie besser verstehen und direkt lernen, wie ich sie in der Praxis einsetzen kann.“
Austausch, der trägt
Besonders prägend war die Zusammenarbeit in der internationalen Gruppe. Unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen machten deutlich, wie vielfältig Bildungsarbeit in Europa umgesetzt wird, und wo es Anpassung braucht.
Viele Teilnehmende nehmen konkrete Ideen mit, die sie in ihre eigene Arbeit einbringen wollen.
“Das Training hat mir neue Methoden für interaktive und inklusive Bildungsarbeit vermittelt und mir mehr Sicherheit gegeben, sie an unterschiedliche Gruppen anzupassen”
Lernen jenseits des Seminarraums
Der Veranstaltungsort, eine abgelegene, ökologisch ausgerichtete Mühle in Oparno, hat das Arbeiten spürbar geprägt. Das Haus ist konsequent nachhaltig organisiert: mit Fokus auf Ressourcenschonung, eigener natürlicher Abwasserreinigung durch Pflanzen und Heizen mit Holzöfen. Nachhaltigkeit war kein Konzept, sondern gelebter Alltag.
Auch abseits des Programms gab es Raum für Austausch: gemeinsame Spaziergänge und Wanderungen, Spieleabende und lange Gespräche.
Am letzten Tag bot eine gemeinsame Tour durch Prag einen zusätzlichen Perspektivwechsel – raus aus dem Seminarraum, rein in den städtischen Kontext.
Und jetzt?
Die Teilnehmenden nehmen Impulse, Methoden und offene Fragen mit zurück in ihre Arbeitskontexte, ob in Jugendgruppen, Seminaren und Bildungsangeboten.
Gleichzeitig bleibt klar: Gute Bildungsarbeit entsteht nicht durch Methoden allein, sondern durch die Bereitschaft, die eigene Praxis immer wieder zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.