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28. November 2023 News

Ein Jahr nach dem Erdbeben

Unsere Hilfe in der Türkei und Syrien geht weiter

Am 6. Februar 2023 erschütterten mehrere schwere Erdbeben die Türkei und Syrien. Noch immer sind die Betroffenen auf humanitäre Hilfe angewiesen. In den 12 Monaten seit der Katastrophe konnte AWO International mehr als 100.000 Menschen mit lebenswichtigen Hilfsgütern unterstützen. Und unsere Arbeit geht weiter.

Ein Mädchen umarmt einen riesigen Teddybären und läuft eine Straße runter.

Gemeinsam mit der Volkshilfe Österreich, Solidar Suisse und sieben lokalen Partnerorganisationen leisteten wir in den ersten Monaten schnelle Nothilfe. Bereits in den ersten Monaten konnten wir rund 36.000 Menschen in der Türkei und 28.000 Menschen in Syrien mit Lebensmittelpaketen, Hygienesets, Zelten, Decken, Bargeld, Kleidung und Trinkwasser versorgen.  

Die erste Phase der Nothilfe ist mittlerweile abgeschlossen und unsere Arbeit in der Region konzentriert sich seit Herbst 2023 auf Rehabilitation und Wiederaufbau. Mittel- und langfristig konzentrieren wir uns gemeinsam mit lokalen Partnern auf den nachhaltigen Wiederaufbau von Privathäusern und sozialen Einrichtungen, wozu beispielsweise die Reparatur von Fenstern und Türen sowie die Wiederherstellung von Wasser- und Abwassersystemen gehören. Ein weiterer Schwerpunkt sind psychosoziale Angebote, um die Menschen bei der Bewältigung ihrer Erdbebentraumata zu unterstützen, z.B. durch Gruppenangebote und Beratungen. Insgesamt konnten bereits 457 Häuser saniert und 1.765 Menschen psychosozial betreut werden.  

Syrien: Nothilfe unter schweren Bedingungen

Millionen Menschen in Syrien leben nach wie vor in Notunterkünften und müssen täglich versorgt werden. Die Angriffe der Türkei auf den Nordosten Syriens haben die humanitäre Lage weiter verschärft. Vor allem in den Gebieten, die nicht unter der Kontrolle der syrischen Regierung stehen, kommt nach wie vor viel zu wenig internationale Hilfe an. Die Ernährungsunsicherheit ist größer denn je. Deshalb helfen wir gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen vor allem dort.  

In Sheikh Maksud, einem kurdischen Stadtteil von Aleppo, versorgen wir gemeinsam mit der Partnerorganisation Hiro Zentrum 500 Familien regelmäßig mit Nothilfepaketen und bietet psychologische Betreuung für betroffene Familien an. Außerdem unterstützt AWO International den Wiederaufbau von Häusern und die Installation von Solarlampen für die Hauptstraßen.  

"Ich hoffe, dass die Menschen in Sheikh Maksud die Belagerung, unter der sie seit mehr als sieben Jahren leiden, hinter sich lassen können und dass ihre Kinder die Möglichkeit haben, in der Schule zu lernen, um die psychischen und physischen Folgen zu vergessen, die sie als Kinder durch die Kämpfe, die Belagerung und das Erdbeben erlitten haben",

sagt Taha Khalil, Direktor des Hiro Zentrums.  

Neues Projekt in der Türkei geplant

In der Türkei haben wir uns in den ersten sechs Monaten nach dem Erdbeben auf die Verteilung von Nothilfe-, Nahrungsmittel- und Hygienepaketen im Südosten des Landes konzentriert. Diese Region beherbergt eine große Anzahl syrischer Geflüchtete, von denen viele nach dem Erdbeben in Lagern oder Notunterkünften leben. Gemeinsam mit lokalen Partnerorganisation unterstützt AWO International insbesondere auch die diskriminierte Rom*nja-Bevölkerung in den Erdbebengebieten.  

Zurzeit planen wir gemeinsam mit unseren Partnerorganisationen ein großes Wiederaufbau- und Rehabilitationsprojekt in der Türkei, das Kleinunternehmer*innen dabei unterstützen soll, sich wieder eine sichere Einkommensgrundlage aufzubauen. 

Vielen Dank an alle Unterstützer*innen, die diese Hilfe ermöglicht haben. Mit Ihrer Spende können Sie auch weiterhin die Arbeit von AWO International in den Erdbebengebieten ermöglichen: 

AWO International 
IBAN: DE83 1002 0500 0003 2211 00 
Bank für Sozialwirtschaft 
Stichwort: Erdbeben Türkei und Syrien 

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