
Vom 26. Februar bis zum 4. März 2010 besuchen Berta Oliva, Gründerin und Leiterin der unabhängigen Menschenrechtsorganisation COFADEH, und Jesús Garza, technischer Koordinator des zivilgesellschaftlichen Netzwerks CHAAC, mehrere deutsche Städte, um auf die Menschenrechtsverletzungen nach dem Putsch in Honduras aufmerksam zu machen. AWO International, langjähriger Partner von COFADEH, unterstützt und begleitet zusammen mit anderen Nichtregierungsorganisationen, darunter auch Amnesty International, diese Rundreise.
Am 1. März werden Berta Oliva und Jesus Garza in Berlin in einer öffentlichen Abendveranstaltung über die aktuelle Situation in Honduras und ihre persönlichen Erfahrungen berichten. Maja Liebing wird die aktuellen Recherche-Ergebnisse von Amnesty International über Honduras vorstellen.
Am 16. Januar 2010 führte unsere Partnerorganisation Manav Seva Santstan (MSS) einen Advocacy Workshop im Maharajganj Distrikt im indischen Bundesstaat Uttar Pradesh durch, um die Rechte der Musahar auf Distriktebene zu vertreten. Die Musahar Community ist eine ökonomisch und sozial besonders ausgegrenzte Gruppe unter den Unberührbaren im östlichen Uttar Pradesh.
Ziel des Workshops war es, Basisorganisationen zu stärken und ihre Rolle im Entwicklungsprozess zu fördern. Außerdem sollte der Workshop ein günstiges Klima für die aktive Interaktion zwischen Regierungsbehörden, Nichtregierungsorganisationen (NROs), Basisorganisationen und der Hochschule schaffen.
Der Fachverband AWO International sucht zum nächst möglichen Zeitpunkt bis vorerst 12/2013 eine
Auslandsbüroleitung Südasien mit Sitz in Nepal
Die Büroleitung umfasst die Repräsentanz von AWO International, die Koordination und Steuerung aller Programme der Entwicklungszusammenarbeit in Indien, Nepal und zukünftig Bangladesh.

Petit Goave: Verteilung von Hygiene-Artikeln
in einer Notunterkunft (© AWO International)

Petit Goave: Verteilung von Hygiene-Artikeln
in einer Notunterkunft (© AWO International)
"Wenn wir durch die Straßen fahren, rufen uns die Menschen zu: 'Wir haben Hunger! Wir brauchen Essen! Wann kommt ihr zu uns und helft?'“, berichtet unsere Mitarbeiterin Nicole Bergmann. Seit zwölf Tagen befindet sie sich zusammen mit Axel Schmidt im Erdbebengebiet in Haiti. Von Santo Domingo (Dominikanische Republik) aus haben die beiden mit Unterstützung eines Katastrophen-Einsatzteams der DHL einen LKW-Transport mit 28 Tonnen Hilfsgütern und fünf Tonnen Nahrungsmitteln auf den Weg nach Haiti gebracht. Das Unterfangen war nicht einfach, wie Nicole Bergmann berichtet: „Auf den Straßen türmen sich die Trümmer, viele Straßen sind versperrt, ein Durchkommen ist kaum möglich. Die ganze Infrastruktur ist zusammengebrochen, die Kommunikation ist schwierig. Es herrscht überall Chaos.“
In Haiti funktioniert die Zusammenarbeit der Mitgliedsorganisationen von Aktion Deutschland Hilft (ADH) hervorragend: Mitarbeiter/innen der adventistischen Hilfsorganisation ADRA, des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) und von AWO International führten gemeinsam mehrere Verteilungen von Hilfsgütern und Lebensmitteln in der Stadt Petit Goave, 50 km westlich von Port-au-Prince gelegen, durch. Nach Auskunft von Nicole Bergmann hat das Beben dort 1 300 Tote gefordert. Mindestens die Hälfte der Bevölkerung sei vom Erdbeben unmittelbar betroffen: „Viele Häuser stehen unter Wasser. Die Leute leben auf der Straße und versuchen irgendwie über die Runden zu kommen. Und sie haben alle Hunger!“ Bisher konnten 890 Familien in Petit Goave mit Lebensmitteln wie Reis, Maismehl und proteinhaltigen Keksen und 700 Familien mit Hygiene-Artikeln versorgt werden.
In Port-au-Prince haben unsere Mitarbeiter/innen Medikamente an Ärzte der Hilfsorganisation arche noVa und eines Krankenhauses übergeben. Drei Waisenhäuser und ein Krankenhaus erhielten fast 1000 kg Lebensmittel, eine mobile Klinik bekam Feldbetten, Matten, ein Zelt und Medikamente.
In Petit Goave sind in den nächsten Wochen weitere Verteilungen geplant. Organisationen des Bündnisses ADH werden dort auch ihre langfristigen Maßnahmen für einen nachhaltigen Wiederaufbau konzentrieren und ihre Kräfte bündeln. AWO International wird möglicherweise den Wiederaufbau einiger Schulen unterstützen.
Spenden für Haiti sind weiterhin dringend nötig:
Der AWO Bundesvorsitzende Wolfgang Stadler hat bereits zu Spenden für die Erdbebenopfer aufgerufen: „Haiti ist eines der ärmsten Länder der Welt und durch die Naturkatastrophe erneut schwer getroffen. Die Menschen dort sind besonders auf unsere Solidarität angewiesen.“ Auch Rudi Frick, Vorsitzender von AWO International, bittet die Mitglieder um großzügige Spenden für einen erfolgreichen Hilfseinsatz von AWO International in Haiti, denn: „Es wird noch lange Zeit internationale Hilfe und Finanzmittel erfordern, bis sich die Lage in Haiti wieder normalisiert.“
AWO International e.V.
Stichwort „Erdbeben auf Haiti“
Spendenkonto 10 11 12
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ: 100 205 00

Nicole Bergmann und Axel Schmidt vor der
Ausreise nach Haiti (© AWO International)
Zwei Mitarbeiter/innen von AWO International sind zu einem Hilfseinsatz in Haiti ausgereist. Nach ihrer Ankunft in Santo Domingo (Dom. Republik) haben sie sofort Kontakt zu den Organisationen HELP und arche noVa aufgenommen, die wie AWO International Mitglied im Bündnis Aktion Deutschland Hilft sind. Vor Ort wird gemeinsam geklärt, wo es noch Bedarf an Hilfsgütern wie Wasser, Grundnahrungsmitteln, Wasserkanistern, Plastikfolien zur Abdeckung von Notunterkünften und – oft vergessen – Hygieneartikeln vor allem für Frauen gibt. Noch in Santo Domingo sollen Notpakete geschnürt und mit LKWs auf den Weg nach Haiti gebracht werden.
In Abstimmung mit den Vereinten Nationen wurde vereinbart, dass die Hilfsmaßnahmen deutscher Organisationen in Haiti verstärkt auf die Stadt Léogâne ausgerichtet werden. Deshalb wird der nächste Anlaufpunkt auch unserer Mitarbeiter/innen dieser Ort sein: Léogâne liegt 30 km südwestlich von Port-au-Prince und ist mit einem Zerstörungsgrad von 90 Prozent die am schwersten vom Erdbeben in Haiti betroffene Stadt.

(© World Vision)

(© World Vision)

(© World Vision)
AWO International hat für die Soforthilfe nach dem schweren Erdbeben auf Haiti Gelder aus dem Nothilfefonds zur Verfügung gestellt. Geplant ist, damit den Einsatz eines Ärzteteams aus Mexiko zu unterstützen, das in wenigen Tagen im Katastrophengebiet erwartet wird.
AWO International arbeitet mit der Organisation arche noVa zusammen, die bereits vier Mitarbeiter nach Haiti entsandt hat. Vor Ort nehmen sie derzeit den Bedarf an Hilfsgütern auf und stimmen die Hilfsmaßnahmen mit anderen Organisationen ab. Arche noVa wird die Ärzte aus Mexiko an Krankenhäuser in Port-au-Prince vermitteln, wo medizinisches Personal dringend benötigt wird.
Spenden Sie für den Nothilfefonds, damit wir die Erdbebenopfer auf Haiti weiter unterstützen können:
AWO International e.V.
Stichwort „Erdbeben auf Haiti“
Spendenkonto: 10 11 12
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 100 205 00
Arche noVa e.V. ist wie AWO International Mitglied im Bündnis Aktion Deutschland Hilft:
Aktion Deutschland Hilft e.V.
Stichwort "Erdbeben Haiti"
Spendenkonto: 10 20 30
Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 370 205 00
Am 6. November 2009 ist das AWO International Regionalbüro in Kathmandu, Nepal, mit einem Festakt offiziell eröffnet worden. Seit ca. 30 Jahren arbeitet die AWO, in der Nachfolge seit 2005 AWO International mit Nichtregierungsorganisationen in Indien und Nepal zusammen. Oberstes Ziel ist es, die Armut in der Region zu bekämpfen: Durch eine Verbesserung ihrer Existenzgrundlagen sollen benachteiligte Bevölkerungsgruppen dazu befähigt werden, selbstbestimmt Entwicklungsprozesse zu initiieren und durchzuführen. Schwerpunkt der gemeinsamen Arbeit ist die Entwicklung integrativer sozialer Sicherungssysteme. Durch das Auslandsbüro in Nepal können die Projekte in Südasien nun sehr viel besser begleitet, koordiniert und ausgewertet werden. Die Verbesserung der Kapazitäten vor Ort soll außerdem die nachhaltige Wirkung der unterstützten Projekte langfristig erhöhen.
An der Eröffnungsfeier haben unter anderem die deutsche Botschafterin in Nepal, Verena Gräfin von Roedern, für AWO International Rudi Frick, Vorstandsvorsitzender, und Ingrid Lebherz, Geschäftsführerin, sowie der Schatzmeister des nepalesischen Social Welfare Council (SWC), Ratna Bahadur Gaha Magar, teilgenommen. Außerdem waren Vertreter/innen deutscher Organisationen in Nepal, wie z.B. der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), des Deutschen Entwicklungsdienstes (DED) oder der Friedrich-Ebert-Stiftung, und Vertreter/innen aller Partnerorganisationen aus Indien und Nepal anwesend.
Im Hof des Büros waren Schautafeln ausgestellt, auf denen die Projektpartner aus Indien, Nepal und den Philippinen über ihre Arbeit informierten: Action for Agricultural Renewal in Maharashtra (AFARM), Madhyam Foundation (MAH), Maharashtra Arogya Mandal (MAM), National Institute for Woman, Child & Youth Development (NIWCYD), Organization for the Service of Mankind – Society for Eco-Development & Voluntary Action (MSS SEVA) für Indien, Friends of Sankhu (FOS), SAHAMATI, SAH, Society for Participatory Cultural Education (SPACE) für Nepal und Kinaadman Research Center (KRC) für die Philippinen.
Höhepunkt des Nachmittags war das Durchschneiden des roten Bandes am Eingang des Büros durch die deutsche Botschafterin. Mit diesem symbolischen Akt war das Büro offiziell eröffnet und eingeweiht.
Seit ihrer Ankunft im indonesischen Sumatra am Sonntag ist AWO International-Referentin Nicole...
Unmittelbar nachdem die indonesische Insel Sumatra von zwei schweren Erdbeben erschüttert worden...
