Sofortige Hilfe nach dem Erdbeben
Nach dem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,7, das Myanmar am 28. März 2025 erschütterte, standen Familien in den betroffenen Regionen Mandalay, Shan-Staat und Naypyitaw vor einer schweren humanitären Krise. Die Katastrophe führte zu immensen Zerstörungen, forderte Tausende von Menschenleben und ließ viele Vertriebene zurück, die dringend Nahrung, Wasser und Unterkünfte benötigten. Als Reaktion darauf leistete AWO International mit finanzieller Unterstützung von Aktion Deutschland Hilft in Zusammenarbeit mit zwei lokalen NGOs Nothilfe. Das Projekt erreichte insgesamt 3.342 Haushalte bzw. 13.654 Menschen. Die erste Verteilungsrunde fand in der Region Mandalay und im Shan-Staat statt.
In Mandalay konzentrierte sich die erste Hilfsmaßnahme auf das Township Mahar Aung Myay, wo 93 Menschen ums Leben kamen und Tausende vertrieben wurden. Wir unterstützten 450 Haushalte mit Mehrzweck-Geldhilfen, damit sie wichtige Dinge wie Lebensmittel und Medikamente kaufen konnten. Zusätzlich verteilten wir Trockenlebensmittelpakete und Hygienesets an 450 Haushalte, um ihre Situation zu stabilisieren und das Krankheitsrisiko zu verringern. Um den Zugang zu sauberem Wasser sicherzustellen, erhielten 400 Haushalte bedingte Geldhilfen und 50 weitere Haushalte Flaschenwasser. In dieser Runde wurden insgesamt 1.383 einzelne Haushalte unterstützt, darunter auch zwei lokale gemeindebasierte Organisationen.
Gleichzeitig leisteten wir in den Gebieten Mandalay und Shan-Staat Nahrungsmittelhilfe in Form von Sach- und Geldleistungen für 371 Haushalte. Außerdem erhielten 597 Haushalte Planen für Notunterkünfte und 290 Haushalte Trinkwasser. Insgesamt wurden im Rahmen dieser ersten Hilfsmaßnahmen 807 einzelne Haushalte unterstützt.
Die Organisationen spendeten Bargeld. Von dieser Spende kann ich Windeln und Nahrungsergänzungsmittel für mein kleines Kind kaufen.
Mandalay Region, 26 Jahre alt
Die Gefährdetsten mit Fürsorge und Würde erreichen
Die zweite Verteilungsrunde fand im Unionsterritorium Naypyitaw statt, während die Unterstützung im Shan-Staat fortgeführt wurde. Aufgrund des anhaltenden Bedarfs wurde das Projekt auf Naypyitaw ausgeweitet. Wir unterstützten dort zusätzlich 425 besonders bedürftige Haushalte mit Lebensmittelpaketen und weiteren Artikeln, darunter Planen, LED-Lampen und Stühle. Diese Hilfe erreichte 425 Haushalte, die in provisorischen Unterkünften leben. Zudem konzentrierten wir uns auf schwer zugängliche Dörfer im Shan-Staat, die stark von Wasserwegen abhängig sind. Dort verteilten wir Lebensmittelhilfen an 499 Haushalte und leisteten Geldhilfe für Unterkünfte und Hygienesets an 136 bzw. 283 Haushalte. Durch diese erweiterten Maßnahmen konnten insgesamt 727 Haushalte erreicht werden.
Von der Soforthilfe zur dauerhaften Widerstandsfähigkeit
Die Hilfe deckte erfolgreich die dringendsten Bedürfnisse ab und unterstützte Familien dabei, die Krise mit Würde zu bewältigen. AWO International arbeitet nun in Partnerschaft mit einer lokalen NGO daran, langfristige Maßnahmen zur Erholung und zum Aufbau von Resilienz in den betroffenen Gemeinden umzusetzen.
Projektinfo
| Ort/Region | Myanmar / Südostasien |
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| Aktivitäten |
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| Laufzeit | 7. April 2025 – 31. Juli 2027 |
| Budget | 124.00 € |
| Förderer | Aktion Deutschland Hilft |