Dürre, Überflutungen und unregelmäßige Regenzeiten bedrohen in Uganda die Lebensgrundlage vieler Menschen. Besonders betroffen: Kleinbäuer*innen, die auf den Ertrag ihrer Felder angewiesen sind. Um Ernährungssicherheit, Umweltschutz und Katastrophenvorsorge gemeinsam zu denken, hat AWO International mit der Partnerorganisation AFARD 2022 das „Climate Action Model Village“-Projekt gestartet.
In zehn Dörfern der trockenen Grenzregion zur Demokratischen Republik Kongo und dem Südsudan wurden dafür 15 sogenannte „Climate Smart Champion Groups“ gegründet: solidarisch organisierte Bäuer*innengruppen, die gemeinsam sparen, Wissen teilen und sich zu klimaresilientem Anbau und Geschlechtergerechtigkeit weiterbilden.
Der Klimawandel wirkt sich auf jeden Einzelnen in dieser Region aus. Die Regenzeiten haben sich verändert, die Dürreperioden haben sich verlängert. Wir bereiten die Landwirt*innen deshalb darauf vor, dass sie auch unter den harten Bedingungen des Klimawandels noch gute Geschäfte machen können. Gleichzeitig haben wir auch das Ziel, die Umwelt zu schützen.
Barbra Karungi, Projektmanagerin bei AWO International in Uganda
Die Bewohner*innen der Modelldörfer legen Küchengärten an, nutzen verbesserte Saaten und klimaangepasste Methoden. Zudem erhielten alle Gruppen Ochsengespanne mit Pflügen und Transportkarren - so können Felder effizienter bearbeitet werden.
Ein Beispiel für die klimaresilienten Anbaupraktiken ist die Umstellung auf Trockenreis: Dieser benötigt deutlich weniger Wasser als herkömmlicher Nassreis und setzt weniger Methan frei. So wird die Umwelt entlastet und gleichzeitig die Ernährung und das Einkommen der Familien gesichert.
Projektinfo
| Ort/Region | Uganda, West Nil Region, Distrikte Nebbi und Pakwach |
|---|---|
| Partner | Agency for Accelerated Urban Development (AFARD) |
| Aktivitäten |
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| Laufzeit | Oktober 2022 – März 2026 |
| Budget | 931.400€ |
| Förderer | BMZ Bengo, Aktion Deutschland Hilft (WDR-Weihnachtskampagne) |