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29. November 2017

Neuer weitblick: Ungleichheit

Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst. Während das reichste Prozent der Weltbevölkerung nahezu die Hälfte des weltweiten Vermögens besitzt, bleiben Milliarden Menschen am unteren Rand zurück. Ökonomische Aspekte wirken dabei unmittelbar zusammen mit sozialen, ethnischen, politischen und institutionellen Dimensionen von Ungleichheit – im Globalen Süden genauso wie im Globalen Norden.

Titelbild der aktuellen weitblick-Ausgabe: Eine Frau mit Kind in einem Flüchtlingscamp in Bangladesch. Wie Hunderttausende Rohingya musste sie fliehen. Die Rohingya leben zwar seit Generationen in Myanmar, werden aber massiv diskriminiert. (Foto: AWO Int
Titelbild der aktuellen weitblick-Ausgabe: Eine Frau mit Kind in einem Flüchtlingscamp in Bangladesch. Wie Hunderttausende Rohingya musste sie fliehen. Die Rohingya leben zwar seit Generationen in Myanmar, werden aber massiv diskriminiert. (Foto: AWO International)

„Zwischen den extrem Reichen und der anonymen Masse der Ärmsten wächst die Ungleichheit unaufhaltsam an“, schreibt der Soziologe und ehemalige UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung Jean Ziegler in seinem Buch „Der schmale Grat der Hoffnung“. Die aktuellen Enthüllungen rund um die „Paradise Papers“ verdeutlichen, wie Konzerne und Superreiche systematisch und in massiver Weise Steuern vermeiden und sich damit ihrer gesellschaftlichen Verantwortung entziehen. Der Ökonom Gabriel Zucman hat berechnet, dass Superreiche 7,9 Billionen Euro in Steueroasen geparkt haben. Damit könnte man alle Menschen, die derzeit an Hunger leiden, 61 Jahre lang ernähren.

Zwischen den extrem Reichen und der anonymen Masse der Ärmsten wächst die Ungleichheit unaufhaltsam an

Als vor zwei Jahren die nachhaltigen Entwicklungsziele verabschiedet wurden, hat sich die Weltgemeinschaft mit dem Ziel 10 verpflichtet, „Ungleichheit in und zwischen den Ländern [zu] verringern“. Die Instrumente dazu sind vorhanden, allerdings bedarf es auch des politischen Willens, konkrete Maßnahmen wie zum Beispiel eine gerechte Handels- und Außenwirtschaftspolitik, eine gerechtere Einkommens- und Vermögensverteilung oder Steuergerechtigkeit umzusetzen.

In der aktuellen weitblick-Ausgabe berichten wir über die verschiedenen Dimensionen von Ungleichheit, die uns in unseren Projektregionen begegnen, und darüber, welchen Beitrag wir mit unseren Projekten leisten, um Ungleichheit zu überwinden. Hier können Sie die aktuelle weitblick-Ausgabe online durchblättern oder als PDF-Dokument downloaden.

Der "weitblick" ist das Magazin für humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit von AWO International und berichtet zweimal jährlich über aktuelle Entwicklungen und die Arbeit in unseren Projektregionen. Wir versenden den "weitblick" regelmäßig an alle Mitglieder und Spender*innen sowie an die Besteller*innen unserer fairen Produkte. Gerne nehmen wir auch Sie in unseren Verteiler auf. Den "weitblick" können Sie auch in größerer Anzahl kostenlos bei uns bestellen: Kontaktieren Sie uns!

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