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06. August 2015

Abrazos: Ein Film über Migration in Guatemala

Abrazos – Umarmungen - lautet der Titel des neuen Dokumentarfilms des guatemaltekischen Filmemachers Luis Argueta. Er erzählt die Geschichte von 14 Kindern illegaler Einwanderer aus Minnesota, die erstmals ihre Familien in Guatemala besuchen. Der Film zeigt die Schwächen des amerikanischen Einwanderungsgesetzes auf und dokumentiert, welche dramatischen Folgen illegale Migration für Familien mit sich bringt. AWO International hat den Film unterstützt.

Bei der Pressekonferenz zur Premiere des Dokumentarfilms Abrazos (Foto: AWO International)
Bei der Pressekonferenz zur Premiere des Dokumentarfilms Abrazos.

„Guatemala verliert mittelfristig sein wichtigstes Kapital – seine Menschen“, sagte der guatemaltekische Filmemacher Luis Argueta bei der Pressekonferenz zu seinem neuen Dokumentarfilm Abrazos, was übersetzt „Umarmungen“ bedeutet. Der Film erzählt die Lebensgeschichte von 14 Kindern aus Minnesota:  es sind Töchter und Söhne von illegalen Einwanderern, die in den USA geboren wurden, und erstmals ihre Geschwister, Großeltern und andere Verwandte in San Marcos in Guatemala besuchen. Arqueta begleitet diese Reise, zeigt die Schwächen des amerikanischen Einwanderungsgesetzes auf und dokumentiert, welche dramatischen Folgen illegale Migration für Familien hat. Die Begegnung hat das Leben vieler Familien grundlegend verändert. „Erst jetzt verstehe ich, warum manche hier bleiben mussten und andere gehen mussten. Es ist wie ein Traum. Ich würde mir wünschen eine Tür zu haben, durch die ich beliebig hindurchgehen könnte“, berichtet die 14-jährige Esmeralda.

Die Idee zum Film hatte die Amerikanerin Lisa Kremer, die das Projekt Families together in Minnesota koordiniert. Sie hat es geschafft die Kinder von Migrantinnen und Migranten mit ihren Großeltern zusammenzubringen. Luis Arqueta hat diese Reise filmisch begleitet. „Die Geschichten meiner Landsleute haben mich tief bewegt und mein Leben grundlegend verändert“, so Arqueta.

Internationale Organisationen wie AWO International, UNICEF, UNHCR, World Vision, Pastoral de Movilidad Humana, Plan International und andere haben das Projekt finanziell unterstützt und waren bei der Pressekonferenz und der Premiere anwesend.

Täglich migrieren 300 Jungen und Mädchen ohne Begleitung von Erwachsenen in Richtung USA. Zwischen Januar und Juni wurden 4.500 Guatemalteken/Innen aus den USA oder Mexiko abgeschoben. 80% waren zwischen 14 und 17 Jahre alt.

Das Thema Migration ist ein Schwerpunkt in der internationalen Arbeit von AWO International. Mit unserem Spendenfonds "Migration und Menschenhandel" leisten wir unbürokratische Hilfe für die Opfer von Menschenhandel; zum Beispiel Rettungsaktionen in den Ziel- und Heimatländern.

 Mehr Infos zum Film: http://www.abrazosthefilm.com/

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