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Mittelamerika • Honduras

Corona in Honduras: Finanzielle Unterstützung für Familien

Die ärmere Bevölkerungsschicht in Honduras steht durch die COVID-19-Krise vor großen Herausforderungen. Durch strikte Ausgangsbeschränkung können sie nicht arbeiten und ihr Einkommen sichern, zugleich sind die Hilfsmaßnahmen der Regierung nicht flächendeckend. AWO International bietet deshalb finanzielle Unterstützung, mit der 388 Familien Lebensmittel und Hygieneartikeln erwerben können.

Gemeinsam mit OCDIH unterstützen wir Familien finanziell für den Erwerb von Lebensmitteln und Hygieneartikeln (Foto: OCDIH)Gemeinsam mit OCDIH unterstützen wir Familien finanziell für den Erwerb von Lebensmitteln und Hygieneartikeln (Foto: OCDIH)

Die Menschheit erlebt seit Monaten eine schwerwiegende Gesundheitskrise, die die ganze Welt betrifft und schnelle Maßnahmen erfordert. Die COVID-19 Pandemie erreichte in den letzten Wochen auch Honduras, wo die Infektionskurve täglich ansteigt und auf ein vollkommen unvorbereitetes Gesundheitssystem trifft.  Corona verschärft zudem die soziale Ungleichheit: Während die reichere Bevökerungsschicht Lebensmittel und Hygienematerial anhäuft, erleben 67 Prozent der Honduraner einen Mangel an Ressourcen und Möglichkeiten. Die strikten Ausgangssperren führten dazu, dass Tagelöhner ihre Einkommensgrundlage abrupt verloren - Hilfsmaßnahmen der Regierung erreichen durch die verbreitete Korruption nicht diejnigen, die sie am dringensten benötigen.

Finanzielle Unterstützung und Aufklärung

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation OCDIH und Aktion Deutschland Hilft unterstützen wir alleinerziehende Mütter und Familien finanziell für den Erwerb von Lebensmitteln und dringend notwendigen Hygienematerialien. Insgesamt 388 Familien in der Region Copan erhalten 2.000 Lempira (ca. 76 EUR), mit denen sie den Eigenbedarf für mindestens 15 Tage decken können. Mit der Verteilung des Geldes erfolgt zudem eine Beratung für alle Teilnehmenden zu Hygiene- und Desinfektionsmaterialien sowie Lebensmitteln. Ergänzend werden allgemeine Informationen über das Virus, Symptome, Übertragungsformen sowie Präventions- und Schutzmaßnahmen kommuniziert.

Wertgutscheine für Familien

Die zweite Projektphase fand in den Gemeinden um Potrerillos, ebenfalls im Westen Honduras, statt. Das OCDIH-Team aus Potrerillos arbeitet hier bereits seit 2017 mit Jugendlichen zusammen, um diesen eine Alternative zur Auswanderung zu bieten. Um sowohl das humanitäre Hilfsprojekt sowie unser reguläres Projekt der einkommensschaffenden Maßnahmen zu verbinden, ging man in Potrerillos einen etwas anderen Weg als in Copán: Die Familien erhielten einen Wertgutschein über 2.000 Lempiras, den sie in ausgewählten Geschäften der Stadt einlösen konnten, um sich Lebensmittel und andere Dinge des täglichen Bedarfs kaufen zu können. Diese ausgewählten Läden sind die kleinen Geschäfte der Jugendlichen des OCDIH-Projektes, welche durch die Corona-Krise ebenfalls finanzielle Einbußen erlitten hatten. Auf diese Weise konnten sich viele Familien dringend benötigte Lebensmittel kaufen und gleichzeitig wurde die lokale Wirtschaft sowie die jungen Entrepreneur*innen unterstützt.

Projektinfo

ProjektHumanitäre Hilfe für von der COVID-19 Pandemie betroffene Familien im Westen Honduras
Ort/Region

Copán & Potrerillos / Westhonduras

PartnerOCDIH
Zielgruppe

7085 Personen (1417 Familien)

Aktivitäten
  • Bereitstellung von finanziellen Mitteln für den Erwerb von Lebensmitteln und Hygieneartikeln
  • Beratung für den Einkauf von Lebensmittel
  • Entwicklung und Verteilung von Informationsmaterial über das Virus, seine Symptome, Übertragungsformen sowie geeignete Schutz- und Hygienemaßnahmen
  • Schaffung eines Schutznetzes für verwundbare Familien während der Ausgangssperre
  • Verteilung von Wertgutscheinen
Laufzeit2020
Budget79.000 EUR
FördererAktion Deutschland Hilft

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