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Südasien • Nepal

Hilfe für Migrant*innen: Verteilung von Hygieneprodukten und Aufklärungsarbeit zum Corona-Virus

Durch Corona verloren viele Arbeitsmigrant*innen in Indien, Malysia oder den Golfstaaten ihre Arbeit. Viele kehren daher in ihr Heimatland Nepal zurück. Sie werden in provisorischen Quarantäne-Einrichtungen an der Grenze untergebracht - ohne sanitäre Anlagen oder gar die Möglichkeit, Abstand zu halten. AWO International unterstützt acht Einrichtungen mit notwendigen Hygieneprodukten und klärt über das Virus und entsprechende Schutzmaßnahmen auf.

Viele Nepales*innen kehren in ihr Heimatland zurück, da sie im Ausland schlagartig ihre Arbeit verloren (Foto: NEEDS/AWO International)Viele Nepales*innen kehren in ihr Heimatland zurück, da sie im Ausland schlagartig ihre Arbeit verloren (Foto: NEEDS/AWO International)

Durch die weltweite Corona-Pandemie verloren viele Arbeitsmigrant*innen ihre Jobs im Ausland. So auch die 2,5 bis 3 Millionen Nepales*innen, die in Indien ihr Geld verdienten. Obwohl die nepalesische Regierung vorgesehen hatte, dass nach dem Ende der Ausgangssperre die meisten Arbeiter*innen nach Hause zurückkehren würden, machten sich tausende Migrant*Innen in den letzten Wochen früher als erwartet auf dem Weg. Während einige an der Grenze feststecken, dringen große Mengen an Menschen durch formelle sowie informelle Grenzen. Komitees für das Management von COVID-19 wurden in vielen Gemeinden kreiert und Isolierungszentren in den geschlossene Schulen eingerichtet, aber ihre Ressourcen sind limitiert. Die Tatsache, dass solche Übergangspunkte nicht ausreichend vorbereitet sind, erhöht das Ansteckungsrisiko von COVID-19. Nicht nur in den Einrichtungen selbst, sondern in der ganzen Grenzregion Sudurpaschim. Die Infrastruktur und die Vorbereitung sind so begrenzt, dass Gesundheitssicherheit und die Anhaltung der Hygienemaßnahmen nicht gewährleistet werden können. Der Mangel an standardisierten Quarantäne-Einrichtungen, Grundausstattung und Bewusstseinbildungsmethoden sind verherend. Gemeinschaftliche Anlagen für das Handwaschen fehlen, Hygieneprodukte wie Seife, Desinfektionsmittel oder Masken sind unzureichend und die Materialen für das Gesundheitspersonal reichen nicht aus. Außerdem sind mehrere dieser Zentren aufgrund der hohen Zahl an zurückkehrenden Migrant*Innen bereits überfüllt.

Unterstützung für Quarantänezentren

Mithilfe unseres Partners NEEDS unterstützen wir acht Quarantäne-Einrichtungen an der Grenze mit dringend benötigten Materialen.Wir verteilen Hygieneprodukte wie Masken, Desinfektionsmitteln, Seife und Handschuhe an Migrant*innen sowie Schutzausrüstung an das medizinische Personal. Außerdem werden 50 Handwaschanlagen in verschiedenen Gemeinschaften installiert, um die Vorsorgemaßnahmen zu fördern. Mit Radiojingles, Plakaten und Bannern informieren wir weitflächig über das Virus, präventive Schutzmaßnahmen und wichtige Anlaufstellen. Zusätzlich zu den Informationen über Corona,verbreiten wir auch wichtige Hinweise zu Vorbereitung und Schutz vor Monsunen und damit einhergehenden Überschwemmungen - denn die Saison hat begonnen. Durch die Lieferung von Moskitonetzen und Bettwäsche sollen vektorübertragene Erkrankungen, die oft in diesen Zeitraum entstehen, vorgebeugt werden.

Projektinfo

ProjektNotfallmaßnahmen und Vorbereitung gegen COVID-19 und die mit dem Monsun verbundenen Erkrankungen für die zurückkehrenden nepalesischen Migrant*Innen und Gastgemeinschaften in Doti und Kanchanpur, Region Sudurpaschim, Nepal
Ort/Region

Doti und Kanchanpur, Region Sudurpaschim, Nepal

PartnerNEEDS (Nepal Environment & Education Development Society)
Zielgruppe

Zurückkehrende Migrant*innen und ihre Familien, Gastgemeinschaften

Aktivitäten
  • Verteilung von Hygieneprodukte an zurückkehrenden Migranten in Quarantäne-Einrichtungen für den Schutz gegen COVID-19
  • Verteilung von Hygieneprodukte für das Gesundheitspersonal an den Quarantäne-Einrichtungen für den Schutz gegen COVID-19
  • Verteilung von Materialen für die Prävention von vektorübertragenen Erkrankungen
  • Bewusstseinsbildungskampagne für den Schutz gegen COVID-19 und die Überschwemmungen nach dem saisonalen Monsun Installierung von 50 Handwaschen-Anlagen in verschiedenen Gemeinschaften
Laufzeit2020
Budget17.900 Euro
FördererADH und 2,3% MG-Beiträge

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