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Zyklon Amphan: Humanitäre Hilfe für Betroffene

Zyklon Amphan hinterließ im indischen Bundesstaat Westbengalen eine Schneise der Verwüstung. Durch die Corona Pandemie ist die Lage für die Menschen besonders prekär. AWO International verteilt Hygieneprodukte, unterstützt Brunnenbau und –reparaturen und bietet psychosoziale Beratung.

Zyklon Amphan hinterließ große Zerstörung im indischen Bundesstaat Westbengalen. AWO International leistet humanitäre Hilfe (Foto: AWO International)Zyklon Amphan hinterließ große Zerstörung im indischen Bundesstaat Westbengalen. AWO International leistet humanitäre Hilfe (Foto: AWO International)

Mitten in der Corona-Krise wurde Indien und Bangladesch am 20. Mai von dem Super-Zyklon Amphan getroffen. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 185 Stundenkilometer traf der Zyklon auf Land und hinterließ eine Schneise der Verwüstung: Bäume und Strommasten wurden entwurzelt, Häuser beschädigt und ganze Landstriche überfluetet. Mehr als 100 Menschen verloren ihr Leben.

Insbesondere in South 24 Parganas und North 24 Parganas, zwei Distrikte im indischen Bundestaat Westbengalen, ist die Zerstörung groß. Hier wurden circa 85 Prozent der Anbauflächen zerstört. Viele der betroffenen Menschen lebten schon vor dem Zyklon unterhalb der Armutsgrenze. Denn durch die Corona-Pandemie verloren viele Tagelöhner schlagartig ihre Arbeit. Zyklon Amphan verschlimmerte diese Situtation nun durch den Verlust ihrer Unterkünfte.

Trotz der Mühe der Nacional Disaster Response Force (NDRF), die gerade an der Minderung der Schäden arbeitet, sind weitere Maßnahmen für die unmittelbare Unterstützung und die Förderung der verwundbarster Menschen notwendig. Das Risiko der Verbreitung von COVID-19 erschwert jedoch die Maßnahmen der Regierung und verhindert Aufklärungskampagnen für den Schutz gegen das Virus.

Schnelle Hilfe für Betroffene

Wir unterstützen 120 Mädchen und ihre Familien im Bezirk Mandirbazar und weitere 1.200 Familien im Bezirk Pathar Pratima. Denn Frauen sind - aufgrund ihrer marginalisierten Lage in der indischen Gesellschaft - nach solchen Katastrophen besonders hart betroffen. Viele ihrer Bedürfnisse werden nicht beachtet. Unser Partner Kolkata Sanved (KS) setzt sich bereits seit 2004 für die Stärkung von Kindern, jungen Mädchen und Frauen in marginalisierten Gemeinschaften ein. Ihnen und ihren Familien wird eine temporäre Unterkunft zur Verfügung gestellt und sie erhalten Hygieneartikel, wie Seife, Masken oder Damenbinden. Zudem werden Moskitonetze und große Plastikplanen zur Überdachung beschädigter Häuser verteilt. In Pathar Pratima reparieren und bauen wir außerdem 15 Rohrbrunnen, damit die Menschen sauberes Trinkwasser haben. Parallel wird KS in Zusammenarbeit mit dem Sunderban Social Development Center (SSDC) Informationen über das Virus, Schutzmaßnahmen und Anlaufstellen ausgeben. Zugleich erhalten Betroffene psychosoziale Unterstützung in Form von von Tanzbewegungstherapien sowie psychosoziale Beratung und Aktivitäten für das emotionale Wohlbefinden.

Projektinfo

ProjektNothilfe nach Zyklon AMPHAN während der COVID-19 Pandemie in Westbengalen, Indien
Ort/Region

Westbengalen, Indien

PartnerKolkata Sanved (KS)
Zielgruppe

Von der Überschwemmung betroffene Menschen; junge Mädchen, Frauen und ihre Familien; Menschen, die unter der Armutsgrenze leben; Tagelöhner

Aktivitäten
  • Verteilung von Hygiene Kits unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von Frauen
  • Verteilung von Moskitonetzen für die Prävention von Krankheiten, die von Mücken übertragen werden
  • Verteilung von Mund-Nasenschutz Masken, Seife  und Verbreitung von Informationen zum Schutz vor COVID-19
  • Reparatur von Trinkwasserinfrastruktur und Bau von neuen Brunnen
  • Psychosoziale Beratung und Unterstützung
Laufzeit2020
Budget20.000 Euro
FördererAktion Deutschland Hilft

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