Mittelamerika • Mexiko

Hilfe nach schwerem Erdbeben in Mexiko

Am 19. September erschütterte ein Erdbeben der Stärke 7,1 auf der Richterskala Mexiko, zahlreiche Nachbeben folgten. Mehr als 320 Menschen sind ums Leben gekommen, Hunderte wurden verletzt und unzählige Gebäude zerstört. Gemeinsam mit unserer mexikanischen Partnerorganisation IMUMI unterstützen wir betroffene Menschen im Bundesstaat Morelos.

Der Bundesstaat Morelos wurde schwer vom Erdbeben getroffen. Dort führen wir ein Hilfsprojekt für die Betroffenen durch. (Foto: IMUMI)Der Bundesstaat Morelos wurde schwer vom Erdbeben getroffen. Dort führen wir ein Hilfsprojekt für die Betroffenen durch. (Foto: IMUMI)

Das Epizentrum wurde im Bundesstaat Morelos 120 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt lokalisiert. In der mexikanischen Hauptstadt ist kurz nach dem Erdbeben eine große Welle der Hilfsbereitschaft festzustellen, zahlreiche Freiwillige sind im Einsatz, um den Rettungshelfer*innen bei den Bergungsarbeiten zu helfen oder Hilfsgüter an betroffene Personen in den Auffanglagern – sogenannte centros de acopio – zu verteilen.

Auch unsere Partnerorganisation IMUMI (Instituto para las Mujeres en la Migración) mit Sitz in Mexiko-Stadt ist solidarisch im Einsatz und unterstützt bei der Verteilung der Hilfsgüter. Die mexikanische Organisation hat ihren eigentlichen Arbeitsfokus im Bereich der Migration und setzt sich für die Rechte und den Schutz von migrierenden Kindern, Jugendlichen, Frauen und transnationalen Familien ein. In diesem Kontext arbeitet IMUMI in der Gemeinde La Nopalera im Bundesstaat Morelos. 49,5 Prozent der Bevölkerung in Morelos leben in Armut, zahlreiche Frauen und Männer haben sich in der Hoffnung auf ein dort besseres Leben auf den Weg in die USA begeben.

„Das Erdbeben trifft vor allem die armen Menschen“

Das Erdbeben hat die eh schon schwierige Situation für die Menschen verschärft: Viele haben ihre Häuser und ihre Lebensgrundlage verloren. 50 Häuser wurden durch das Beben schwer beschädigt oder sind komplett zusammengefallen, auch drei öffentliche Schulen in der Gemeinde sind betroffen. Da sich derzeit der Großteil der Nothilfemaßnahmen auf Mexiko-Stadt konzentriert, hat IMUMI nun ein humanitäres Hilfsprojekt in La Nopalera gestartet. Um schnell auf die Notsituation in der Gemeinde mit 768 Bewohner*innen zu reagieren, hat der Projektpartner zunächst Lebensmittel an die betroffenen Familien verteilt.

Schwerpunkt des Projektes ist die Unterstützung einer Frauengruppe. „Die Mitglieder der Kooperative ‚Las Jardineras‘ haben durch das Beben nicht nur ihr Zuhause verloren, sondern auch das Gewächshaus, mit dem sie ihren Lebensunterhalt verdienen. Damit ist die Lebensgrundlage der Menschen zerstört. Das Erdbeben trifft vor allem die armen Menschen“, berichtet Karin Eder, Büroleiterin in Mittelamerika und Mexiko. Gemeinsam mit IMUMI unterstützen wir den Wiederaufbau des Gewächshauses, um die Lebensgrundlage der Familien wiederherzustellen. Etwa 180 Personen werden von der Hilfsmaßnahmen profitieren.

Projektinfo

ProjektNothilfe und Wiederaufbau in La Nopalera nach dem schweren Erdbeben
Ort/Region

Gemeinde La Nopalera im Bundesstaat Morelos, Mexiko

PartnerIMUMI (Instituto para las Mujeres en la Migración)
Zielgruppe

Gemeindemitglieder von La Nopalera sowie 30 Frauen des Kollektivs „Las Jardineras“ und ihre Familienmitglieder

Aktivitäten
  • Einkauf und Verteilung von Lebensmitteln an die Gemeindemitglieder
  • Einkauf von Materialien für den Wiederaufbau des Gewächshauses des Frauenkollektivs
LaufzeitSeptember bis Oktober 2017
Budget6.000 Euro
FördererSpenden

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