Mittelamerika • Guatemala

Wiederaufbau nach starkem Erdbeben in Guatemala

Decken stürzten herab, Häuser fielen zusammen: Am 7. Juli 2014 traf ein Erdbeben der Stärke 6,9 das Grenzgebiet zwischen Mexiko und Guatemala. Besonders schwer betroffen war der Gemeindebezirk Sibinal im Bundesstaat San Marcos in Guatemala – zahlreiche Häuser wurden unbewohnbar. AWO International unterstützte die Diözese und das Bistum San Marcos beim Wiederaufbau.

Einige Häuser wiesen nach dem Erdbeben Risse in den Wänden auf, wieder andere konnten den starken Erdbewegungen nicht standhalten und stürzten ein.Einige Häuser wiesen nach dem Erdbeben Risse in den Wänden auf, wieder andere konnten den starken Erdbewegungen nicht standhalten und stürzten ein. (Foto: AWO International)

Am 7. Juli 2014 um 5:24 Uhr bebte die Erde: Das Erdbeben der Stärke 6,9 hinterließ insbesondere im Bundesstaat San Marcos in Guatemala und dem Gemeindebezirk Sibinal schwere Zerstörungen. Hunderte Menschen waren dringend auf Nothilfe angewiesen. Zahlreiche Gemeinden wurden von der Außenwelt abgeschnitten. Häuser, die aus einfachen Baumaterialien wie Luftziegeln gebaut worden sind, wurden unbewohnbar. Um sich vor der starken Sonne, Kälte aufgrund der Lage im Hochland, Regen und Wind zu schützen, mussten viele Familien improvisieren: Hütten zusammengebaut aus Wellblech und Nylon boten ihnen Unterschlupf. Staatliche Maßnahmen kamen an vielen Stellen zu spät und waren oftmals nicht ausreichend, um die von weiteren Naturkatastrophen bedrohten Menschen zu schützen.

Wiederaufbau San Marcos: Betonsteine und Holz für Stabilität und Flexibilität

Um den Menschen wieder ein sicheres Zuhause zu geben, unterstützte AWO International in Zusammenarbeit mit der Diözese und dem Bistum San Marcos mehrere vom Erdbeben besonders schwer betroffene Familien beim Wiederaufbau. Ziel war es nicht nur, den Menschen ein neues Zuhause nach der Naturkatastrophe zu geben, sondern sie gleichzeitig vor weiteren Gefahren ausgehend von Erdbeben zu schützen. Die Unterstützungsleistungen umfassten das Baumaterial, Arbeitskräfte und technische Beratung beim Wiederaufbau.

Nachdem zuvor brüchige Luftziegel verwendet wurden, sollte das neue Material den Erdbewegungen besser standhalten. Daher wurden die neuen Häuser aus einer Mischung aus Holz und Betonsteinen gebaut. Das Holz spendet dabei die notwendige Flexibilität und reagiert nicht brüchig auf die Erdbewegungen, während die Betonsteine die notwendige Stabilität der Häuser garantieren.

Um die Häuser zukünftig selbst in Stand zu halten, wurden die Familien am Wiederaufbau beteiligt und erhielten Fortbildungen. Dabei lernten sie die neuen Baumaterialien und den Umgang mit diesen kennen. So sind die Familien geschützt vor einem weiteren Katastrophenfall und finden auch im Falle von heftigen Erdbewegungen, die bis zu einem Erdbeben reichen können, sicheren Unterschlupf in ihren Häusern.

Projektinfo

ProjektWiederaufbau nach dem starken Erdbeben in Guatemala
Ort/Region

Gemeindebezirk Sibinal im Departamento San Marcos, Guatemala

PartnerDiözese und Bistum San Marcos/Pastoral Social
Zielgruppe

5 vom Erdbeben betroffene Familien

Aktivitäten
  • Einkauf von Baumaterialien
  • Anstellung von Arbeitskräften zur Unterstützung beim Wiederaufbau
  • Technische Beratung beim Wiederaufbau 
  • Fortbildungen für die betroffenen Familien
LaufzeitSeptember 2014 bis Dezember 2014
Budget5.400 Euro
FördererEigenmittel AWO International

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