Afrika • Uganda

Inklusive Ernährungssicherung im Norden Ugandas

Der Lamwo-Distrikt im Norden Ugandas gehört zu den Ärmsten des Landes. Trotzdem nehmen die Menschen Geflüchtete aus den Nachbarländern auf. Wir unterstützen mit unserer Partnerorganisation UCOBAC die Gastgemeinden und die geflüchteten Menschen.

Ernährung sichern und Perspektiven schaffen: Unser Ziel ist es, insbesondere Frauen und Kindern zu stärken. (Foto: AWO International)Ernährung sichern und Perspektiven schaffen: Unser Ziel ist es, insbesondere Frauen und Kindern zu stärken. (Foto: AWO International)

Der Lamwo-Distrikt im Norden Ugandas gehört zu den Regionen, in denen die Auswirkungen Bürgerkrieges besonders sichtbar sind. 20 Jahre dauerte der Krieg zwischen der Lord’s Resistance Army und UPDF und zerstörte die gesamte soziale und wirtschaftliche Infrastruktur schwer. Als 2006 die Menschen in ihre Dörfer zurückkehren, sind ihre Häuser zerstört und ihre Felder vernichtet.  Der unkontrollierte Wiederaufbau hat eine zunehmenden Entwaldung und eine Verschlechterung der Umweltverhältnisse zur Folge.

Etwa 80 Prozent der Einwohner*innen im Lamwo-Distrikt im Norden Ugandas leben unterhalb der Armutsgrenze.  Obwohl die Menschen selber kaum genug zum Leben haben, nehmen sie Geflüchtete aus dem Südsudan auf. Eine Situation, die viele Menschen hier kennen: Viele mussten selbst während des Bürgerkriegs in Uganda ihr Zuhause verlassen.

Ernährung sichern und Perspektiven schaffen

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation UCOBAC führen wir im Lamwo-Distrikt  ein Hilfsprojekt durch. „Wir wollen dazu beitragen, die Ernährung in den Gemeinden zu sichern und die Lebensbedingungen der Geflüchteten und der Aufnahmegemeinden zu verbessern - insbesondere von Frauen und Kindern. Das wollen wir durch moderne und ökologische landwirtschaftliche Methoden sowie der Diversifizierung des Anbaus erreichen“, berichtet Loretta Owino, die das Projekt vor Ort koordiniert. Zudem erhalten die Menschen Hühner und Ziegen und werden bei der Gründung von Spar- und Kreditvereinen unterstützt.

Durch die Einführung energiesparender Lehmöfen und Baumpflanzungen wird ein Beitrag zum Schutz der Umwelt geleistet. „Wichtig dabei ist es uns, die Widerstandsfähigkeit der Gemeinden bezüglich des Klimawandels zu stärken und zum Schutz der Umwelt beizutragen“, so Loretta Owino. Neben Klima und Ernährung spielt auch der Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit eine Rolle. Zudem bekämpfen wir mit Aufklärungskampagnen jegliche Art sexueller und geschlechterbasierter Gewalt. Insgesamt werden 2000 Personen von den Hilfsmaßnahmen profitieren. Insbesondere Frauen werden im Rahmen des Projektes gestärkt.

Zum 100-jährigen AWO-Jubiläum bauen wir unser Engagement in Afrika mit insgesamt fünf  neuen Projekten in Uganda aus. Helfen Sie uns dabei, die Ernährungssituation der Menschen zu verbessern und ihnen eine Perspektive zu schenken – mit Ihrer Spende!

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