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Hungerkrise in Afrika: Humanitäre Hilfe für Geflüchtete in Uganda

Die Lage in vielen Regionen in Ost- und Zentralafrika ist dramatisch: Bis zu 23 Millionen Menschen sind aufgrund einer anhaltenden Dürre und kriegerischer Konflikte von einer Hungersnot bedroht. AWO International unterstützt südsudanesische Flüchtlinge in vier Flüchtlingslagern in Uganda.

Ernährung und Hygiene: Mit dem Hilfsprojekt unterstützen wir mehr als 25 000 Kinder und Jugendliche in vier Flüchtlingssiedlungen im Adjumani-Distrikt.Ernährung und Hygiene: Mit dem Hilfsprojekt unterstützen wir mehr als 25 000 Kinder und Jugendliche in vier Flüchtlingssiedlungen im Adjumani-Distrikt. (Foto: Right to Play Uganda)

Die südsudanesische Bevölkerung leidet: an der langanhaltenden Hungersnot und an dem brutalen Bürgerkrieg. Plünderungen, sexuelle Übergriffe, Folter und Tötungen durch bewaffnete Gruppen sind alltäglich. Kleinbäuerinnen und –bauern bewirtschaften aus Angst vor Übergriffen ihre Ländereien nicht. Unzureichende Regenfälle infolge des Klimaphänomens El Niño beeinträchtigten bereits Ernten im Vorjahr. Zusätzlich schlagen sich Inflation und hohe Treibstoffpreise auf die Lebensmittelpreise nieder. Aus keinem anderen Land flüchteten im Moment mehr Menschen, erklärte das Flüchtlingshilfswerk UNHCR im März 2017 in Genf. Insgesamt flohen den Angaben zufolge seit Beginn der Kämpfe Ende 2013 rund 1,6 Millionen Menschen nach Uganda, aber auch in Nachbarländer wie den Sudan, Äthiopien und Kenia. Im Land selbst sind 2,1 Millionen Menschen auf der Flucht.

Der Bürgerkrieg und die anhaltende Dürre treiben die Menschen über die Grenzen. Im Norden Ugandas hat die Situation einen kritischen Punkt erreicht. Dort kommen täglich im Schnitt 2800 Menschen an, im Februar haben an einem Tag mehr als 6000 Menschen Schutz gesucht. 800 000 Flüchtlinge befinden sich bereits im Land, 80 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder. Aufgrund der akuten Hungerkatastrophe und ohne ein Ende des Konflikts in Sicht wird Uganda auch weiterhin Zehntausende südsudanesische Flüchtlinge im Laufe des Jahres aufnehmen. Laut UNHCR könnte die Anzahl innerhalb eines Jahres die Millionenmarke überschreiten.

Ernährung sichern in vier Flüchtlingssiedlungen

AWO International unterstützt ein Projekt der Nichtregierungsorganisation Right to Play Uganda* im Norden des Landes nahe der südsudanesischen Grenze. In den Flüchtlingssiedlungen Maaji, Agojo, Mungula und Pagirinya im Adjumani-Distrikt erhalten Kinder und Jugendliche Schulmahlzeiten mit dem Ziel, die Ernährung zu sichern und einen Anreiz zu schaffen, dass eine größere Zahl der geflüchteten Kinder und Jugendlichen zur Schule geht. Gerade in Krisensituationen bieten Schulen den Kindern ein wenig Normalität und Fürsorge. Zudem werden Hygienemaßnahmen in den Siedlungen durchgeführt, um Erkrankungen vorzubeugen. Dabei erhalten insbesondere Kinder und Jugendliche Trainings im Bereich Hygiene. Insgesamt unterstützen wir mit unserem Projekt 25 586 Kinder und Jugendliche, darunter 17 910 südsudanesische Flüchtlinge und 7676 Kinder und Jugendliche der aufnehmenden ugandischen Gemeinden.

Projektinfo

ProjektHumanitäre Hilfe für Geflüchtete in Uganda
Ort/Region

Die Flüchtlingssiedlungen Maaji, Agojo, Mungula und Pagirinya im Adjumani-Distrikt

PartnerRight to Play Uganda
Zielgruppe

25 586 Kinder und Jugendliche

Aktivitäten
  • Schulmahlzeiten, um die Ernährung von Kindern und Jugendlichen zu sichern
  • Hygienemaßnahmen, um Erkrankungen vorzubeugen
Laufzeit2017-2018
Budget148.000 Euro
FördererSpenden, Aktion Deutschland Hilft

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