Afrika • Kenia

Nahrungsmittelhilfe in Turkana

In Ostafrika kam es 2011 zu einer Hungerkatastrophe. Mehr als 13 Millionen Menschen brauchten Hilfe, schätzte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Hunderttausende waren auf der Flucht. Die Johanniter-Unfall-Hilfe und AWO International verteilten in Turkana im Nordwesten Kenias Nahrungsmittel und boten medizinische Versorgung an.

Nahrungsmittelhilfe in Turkana, KeniaNahrungsmittelverteilung in der Turkana-Provinz. Johanniter und AWO International helfen gemeinsam. (Foto: JUH/Studnar)

Nach der schweren Hungersnot im Sommer 2011 hatten sich vor allem die Viehbestände der meist nomadischen Stämme in der kenianischen Provinz Turkana noch nicht erholt. Deshalb waren dort große Teile der Bevölkerung weiter auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen. „Besonders die Zeit zwischen Januar und April ist die trockenste, heißeste und staubigste Zeit des Jahres“, erklärt Magdalena Kilwing, Länderbüroleiterin der Johanniter in Kenia. Aus diesem Grund fanden im Rahmen des Kooperationsprojekts der Johanniter-Unfall-Hilfe und AWO International bis Mai 2012 Nahrungsmittelverteilungen statt. Über 2000 Haushalte erhielten monatlich Mais, Bohnen, vitaminreiches Öl, Salz und Seife. An jedem Verteilungsort wurde ein medizinisches Camp eingerichtet. Dort wurden vor allem Malariafälle und durch den trockenen Staub verursachte Augen- und Atemwegserkrankungen kostenlos behandelt. Die Johanniter leisteten außerdem Geburtsvorsorge für schwangere Frauen.

Projektinfo

ProjektMedizinische Unterstützung und Nahrungsmittelhilfe für die von der Dürre besonders betroffene Bevölkerung im Distrikt Turkana, Kenia
Ort/Region

Provinz Rift Valley, Distrikt Turkana West

PartnerJohanniter-Unfall-Hilfe
Aktivitäten

Projektziel ist die Verbesserung der Ernährungs- und Gesundheitssituation der betroffenen Bevölkerung in Turkana West in der aktuellen Dürrekrise. Während der Projektlaufzeit werden monatlich Nahrungsmittel verteilt und kostenlose medizinische Versorgung angeboten. Darüber hinaus erhalten HIV/AIDS-Patient/innen, die im AIC Health Centre in Lokichoggio behandelt werden, kräftigende Zusatznahrung. Die Projektaktivitäten erfolgen in enger Abstimmung mit den Distriktbehörden, dem Welternährungsprogramm und anderen in der Region tätigen Nichtregierungsorganisationen.

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