17. Juni 2015

Nepal: Gefahr von Mädchenhandel steigt

AWO International startet gemeinsam mit den nepalesischen Partnerorganisationen MAITI und POURAKHI eine große Aufklärungskampagne, um auf Mädchenhandel und Zwangsprostitution aufmerksam zu machen. Nach dem Erdbeben in Nepal ist die Gefahr, Opfer von Menschenhändlern zu werden, massiv gestiegen – insbesondere für Mädchen und junge Frauen.

Insbesondere junge Frauen und Mädchen sind betroffen. (Foto: ADH/ Schamberger)Insbesondere junge Frauen und Mädchen sind betroffen. (Foto: ADH/ Schamberger)

Bereits vor dem Beben war die Grenzregion zwischen Nepal und Indien eine Transitzone für Mädchenhandel und Zwangsprostitution: Jedes Jahr verschwinden 10.000 nepalesische Frauen und Mädchen in indischen Bordellen. Nach dem Erdbeben vom 25. April hat sich die Situation verschärft. „Viele Menschen haben nach dem Beben alles verloren. Das nutzen die Schlepper aus und versprechen den Mädchen und jungen Frauen ein besseres Leben. Unsere Partnerorganisationen bestätigen, dass die Fälle von Mädchenhandel an der Grenze gestiegen sind“, berichtet Felix Neuhaus. 

Um auf die Gefahren von Mädchenhandel und Zwangsprostitution aufmerksam zu machen, startet AWO International gemeinsam mit den nepalesischen Partnerorganisationen MAITI Nepal und POURAKHI eine große Aufklärungskampagne. „Wir haben leicht verständliche Infomaterialien fertiggestellt, um die Menschen zu sensibilisieren. An zentralen Punkten wie an Grenzstationen, Flüchtlingscamps und Busbahnhöfen haben wir große Infotafeln aufgestellt. Wir werden gemeinsam mit unseren Partnern und weiteren internationalen Organisationen über 300.000 Flyer in 13 Distrikten, in denen die Schlepperbanden besonders aktiv sind, verteilen. Zudem werden landesweit 30.000 gut sichtbare Aufkleber mit Informationen zum Mädchenhandel in den Fernverkehrsbussen angebracht“, so Felix Neuhaus.

Spendenkonto AWO International
Stichwort "Erdbeben Nepal"
IBAN: DE83 1002 0500 0003 2211 00        
BIC: BFSWDE33BER

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