09. Juli 2015

Humanitäre Katastrophe im Südsudan

Die Hoffnungen auf Frieden, die mit der Verkündung der Unabhängigkeit am 9. Juli 2011 verbunden wurden, haben sich nicht erfüllt. Seit der Bürgerkrieg im Dezember 2013 ausgebrochen ist, hat sich die Situation im Südsudan zu einer humanitären Katastrophe entwickelt. Das Leben von Millionen Menschen ist bedroht. Laut den Vereinten Nationen sind 6,4 Millionen Frauen, Männer und Kinder auf humanitäre Hilfe angewiesen. AWO International unterstützt den Spendenaufruf von Aktion Deutschland Hilft.

Humanitäre Katastrophe im Südsudan (Foto: AWO International)Humanitäre Katastrophe im Südsudan (Foto: AWO International)

Laut den Vereinten Nationen sind über zwei Millionen Menschen auf der Flucht – innerhalb des Südsudans (1,54 Millionen) und in den benachbarten Staaten Äthiopien, Kenia, Sudan und Uganda (600.000). 4,6 Millionen Menschen leiden unter akuter Nahrungsmittelunsicherheit; allein 250.000 Kinder sind vom Hungertod bedroht. Die steigende Inflationsrate und steigende Nahrungsmittelpreise verschärfen die Situation: viele lokale Märkte sind bereits zusammengebrochen. Durch den Bürgerkrieg konnten Felder nicht bestellt werden und die Vorräte der Menschen gehen zur Neige. Die schlechte Versorgungslage und Lebensbedingungen haben vielerorts zum Ausbruch von Cholera geführt.

Das Nothilfebündnis „Aktion Deutschland Hilft“ ruft angesichts der dramatischen Situation im Südsudan die deutsche Bevölkerung zu Spenden für die deutliche Ausweitung der Hilfsmaßnahmen auf. „Das massive Leid der Bevölkerung zu lindern, hat oberste Priorität. Flucht, Hunger und Tod sind für die Menschen im Südsudan bittere Realität“, so Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von „Aktion Deutschland Hilft“. „Fast 70 Prozent der Betroffenen sind Kinder und Jugendliche. Wir müssen diesen Menschen dringend helfen!“

AWO International ist  im Südsudan nicht aktiv, unterstützt aber den Spendenaufruf von Aktion Deutschland Hilft. Bitte helfen Sie mit Ihrer Spende!

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