23. April 2015

Eröffnung des Baiga Ressource Center

Am 27. März 2015 wurde das „Baiga Resource Center“ in Dindoori im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh eröffnet. Aufgabe des Zentrums ist es, die Bevölkerung der Baiga- und Gond-Gemeinschaften bei der Inanspruchnahme staatlich zugesicherter Leistungen zu unterstützen und deren traditionelles Wissen zu bewahren. Das Zentrum ist ein weiterer Meilenstein des gemeinsamen Projekts von AWO International und der indischen Nichtregierungsorganisation NIWCYD.

Baiga- und Gond-Gemeinschaften zur EröffnungsfeierBaiga- und Gond-Gemeinschaften aus der ganzen Region kamen bei der Eröffnung zusammen. (Foto: AWO International)

Es ist das älteste, fortlaufende Projekt von AWO International in Südasien – die Einweihung des „Baiga Resource Center" markiert nicht nur den Abschluss des gemeinsamen Projekts von AWO International und NIWCYD, sondern ist zudem ein weiterer Meilenstein der erfolgreichen Kooperation. Aufgabe des Zentrums ist es, die Bevölkerung der Baiga- und Gond-Gemeinschaften bei der Inanspruchnahme staatlich zugesicherter Leistungen zu unterstützen. Zudem soll das Zentrum das traditionelle Wissen bewahren. Offiziell eröffnet wurde das Zentrum am 27. März durch AWO-International-Büroleiter Felix Neuhaus, NIWCYD-Direktor Anil Nimbokar und der gewählten Präsidentin des Zentrums Ujiyarobai Kewatiya.

Rechtsberatung für mehr als 25.000 Menschen

„Bevor das Projekt begann, herrschte hier Armut und Rechtlosigkeit. Die Menschen wussten nichts von ihren staatlich garantierten Rechten. Sie wurden durch die Behörden eingeschüchtert, hatten gar Angst von ihnen. Mit Hilfe der aufgebauten Sozialstrukturen wie zum Beispiel Gramdoots oder den Forstrechtekomittees haben sich nicht nur die Lebensbedingungen verbessert, auch der Zusammenhalt der Bevölkerung wurde gestärkt. Wenn es heute Probleme gibt, stehen die Menschen zusammen“, so Ujiyarobai Kewatiya.

„Ein wesentlicher Erfolg des Projekts ist auch die fundamentale Verbesserung der Ernährungssituation. Durch die Einführung von kollektivem und ökologischem Landbau und dem Aufbau von Samenbanken konnte die Ernährungssicherheit von ursprünglich 3 bis 4 Monaten auf nahezu 12 Monate verbessert werden“, berichtet Anil Nimbokar. „Die gegründeten Sozialstrukturen haben dazu geführt, dass die Menschen für ihre Rechte kämpfen und die ihnen staatlich garantierten Leistungen einfordern“.

„Die Eröffnung des Baiga Resource Center ist ein weiterer Meilenstein des Projekts. Mit dem Zentrum haben die Menschen eine Anlaufstelle, die sie selbst verwalten. Das, was hier im Rahmen des Projekts aufgebaut wurde, kann ohne externe Unterstützung weitergeführt werden“, so Felix Neuhaus.

Das Projekt wurde 2001 ins Leben gerufen und endete offiziell am 31. Dezember 2014. Die Maßnahmen wurden in 34 Dörfern in den indischen Bundesstaaten Madhya Pradesh (29) und Chattisghar (5) durchgeführt und haben mehr als 25.000 Menschen erreicht. Insgesamt 320 Sozialstrukturen wurden aufgebaut. Mehr Informationen zum Projekt in der weitblick-Ausgabe Mai 2014.

Was Sie auch interessieren könnte