11. Dezember 2017

Aktionen zum Internationalen Tag der Menschenrechte in Bangladesch

Anlässlich des Internationalen Tag der Menschenrechte hat unser Projektpartner WARBE Development Foundation eine landesweite Versammlung zur Situation bangladeschischer Arbeitsmigrant*innen einberufen, um auf die prekäre Situation der Betroffenen aufmerksam zu machen.

Unser Projektpartner WARBE lud zum Internationalen Tag der Menschenrechte Akteur*innen der Zivilgesellschaft, Menschenrechtler*innen und zurückgekehrte Migrant*innen ein, um sich über die aktuelle Situation der Betroffenen auszutauschen.Unser Projektpartner WARBE lud zum Internationalen Tag der Menschenrechte Akteur*innen der Zivilgesellschaft, Menschenrechtler*innen und zurückgekehrte Migrant*innen ein, um sich über die aktuelle Situation der Betroffenen auszutauschen. (Foto: WARBE)

Mehr als 550.000 Menschen aus Bangladesch verlassen jedes Jahr ihre Heimat. Sie entschließen sich Jobs im Ausland anzunehmen, um zum Einkommen ihrer Familien beizutragen. Doch der Wunsch nach einem besseren Leben endet meist in menschenunwürdigen Arbeits- und Lebensverhältnissen. Trotz existierender Gesetze zum Schutz der Migrant*innen werden sie oftmals von Mittelsmännern und Menschenhändlern betrogen und ausgeraubt.

Anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember 2017 hat unsere Partnerorganisation WARBE Development Foundation eine landesweite Versammlung zum Thema „Menschenrechtsverletzungen und Schutz bangladeschischer Migrant*innen“ mit der Unterstützung von AWO International einberufen, um auf die prekäre Situation von bangladeschischen Arbeitsmigrant*innen im Ausland aufmerksam zu machen. An der Veranstaltung nahmen Gewerkschafter*innen, Menschenrechtler*innen, Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und zurückgekehrte Migrant*innen teil. Zusammen forderten sie eine striktere Implementierung der Schutzgesetze, um Menschenhändler*innen gerecht zu bestrafen und die Regierung auf die bestehenden Probleme aufmerksam zu machen. Zusätzlich berichteten zurückgekehrte Migrant*innen über ihre oftmals schrecklichen Erlebnisse, welche sie während ihrer Zeit im Ausland erleben mussten.

Die Teilnehmer*innen forderten von der Regierung ein stärkeres Engagement, um die Rechte der Migrant*innen zu schützen, da diese maßgeblich durch Rücküberweisungen zur Entwicklung des Landes beitragen. WARBE Development Foundation beleuchtete besonders die Situation von Arbeitsmigrantinnen, da diese oftmals unter sexuellem Missbrauch im Ausland leiden. Unsere Partnerorganisation fordert daher eine konsequente Verfolgung der Täter*innen und Gerechtigkeit für die Opfer. Neben der nationalen Versammlung bildeten die Teilnehmer*innen vor dem Nationalen Presseclub eine Menschenkette, um ihre Solidarität mit den Arbeitsmigrant*innen zu zeigen und auf deren Situation auch vor den Medien aufmerksam zu machen. Trotz existierender Gesetze werden die Rechte von Migrant*innen noch immer mit Füßen getreten. Es ist daher unerlässlich auf die Situation der Betroffenen aufmerksam zu machen, um die schrecklichen persönlichen Kosten, welche die Migration für Migrant*innen oftmals beinhaltet, zu reduzieren.

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