05. April 2019

Schnelle Hilfe für die Betroffenen des schweren Sturms in Nepal

Ein schweres Unwetter fegte in der Nacht von Sonntag auf Montag durch die Distrikte Bara und Parsa im Süden Nepals. Innerhalb von wenigen Minuten wurden drei Dörfer nahezu vollständig zerstört. Mehr als 30 Menschen kamen ums Leben, 600 wurden verletzt. 2.500 Familien haben ihre Lebensgrundlage verloren.

Unzählige Menschen sind nach dem schweren Sturm obdachlos. 2.300 Menschen haben ihre Lebensgrundlage verloren. (Foto: Volunteer Corps Nepal)Unzählige Menschen sind nach dem schweren Sturm obdachlos. 2.300 Menschen haben ihre Lebensgrundlage verloren. (Foto: Volunteer Corps Nepal)

Völlig überraschend zog am Sonntagabend ein schwerer Sturm durch die Distrikte Bara und Parsa im Süden Nepals. Der Sturm fegte durch die Dörfer und zerstörte binnen fünf Minuten die Lebensgrundlage von über 2500 Familien. „Wir saßen beim Abendessen, als es plötzlich dunkel wurde und ein heftiger Wind aufkam. Die Seitenwände und das Dach unseres Hauses wurden einfach weggeweht, unsere Hühner wurden von den Trümmern des Schuppens erschlagen“, berichtet Karma Loshar.

Für die Menschen in den betroffenen Gebieten kam der Sturm vollkommen unerwartet, denn die Frühwarnsysteme Nepals beschränken sich auf Überschwemmungen und Brände. Für ein Unwetterfrühwarnsystem fehlt es an der nötigen Technik im Land. So schnell der Sturm aufgezogen war, so schnell war er verzogen. Einzig die Trümmer der Häuser erinnern daran. Entwurzelte Bäume und Hochspannungsmasten haben Menschen und Tiere erschlagen, Busse wurden umgeweht und Autos flogen wie Papierflieger durch die Luft.

Die Bilanz des schweren Sturms: Mehr als 30 Menschen kamen ums Leben, 600 wurden zum Teil schwer verletzt und über 2500 Familien habe ihr Zuhause verloren. Die Situation wird weiterhin als kritisch eingestuft, deswegen hat das Team von unserem Regionalbüro in Nepal in Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation Volunteer Corps Nepal (VCN) umgehend Hilfsmaßnahmen für die betroffenen Menschen in den Distrikten Bara und Parsa in Gang gesetzt.

„Wir versuchen immer einen Vorrat an Nothilfematerialien in unserem Lagerhaus vorrätig zu haben, die wir im Notfall unseren Partnern und befreundeten Organisationen schnell und unbürokratisch bereitstellen können“, berichtet Manuel Palz, Büroleiter in Nepal. „Mit unseren Vorräten können wir etwa 200 Menschen umgehend mit Planen versorgen. Der Bedarf vor Ort ist jedoch deutlich höher“, so Palz. Immer wieder wird Nepal von schweren Naturereignissen heimgesucht. Erdbeben, Fluten und Erdrutsche gehören fast schon zum Alltag. Mit unserem Nothilfefonds können wir die betroffenen Menschen schnell und unbürokratisch unterstützen.

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