13. Februar 2020

Heuschreckenplage in Ostafrika

Die Heuschreckenplage in Ostafrika weitet sich immer weiter aus: Neben Somalia, Äthiopien und Kenia, ist nun auch unser Projektland Uganda betroffen. In sechs Distrikten wurden bereits die Ernten vernichtet, die Angst vor einer daraus resultierenden Hungersnot wächst. Helfen Sie mit einer Spende.

Heuschreckenplage Äthiopien (Foto: KEMEL/TERRA TECH)

„Die Heuschrecken essen alles was grün ist. Es bleibt kein Futter für die Tiere und die Menschen im Land haben große Angst, dass ihre Ernten vernichtet werden und daraus Hunger und Unterernährung resultieren“, berichtet Frances B., Programmdirektorin unserer Partnerorganisation UCOBAC in Uganda. Seit 2019 unterstützen wir in Uganda Geflüchtete und deren Gastgemeinden und verteilen unter anderem Saatgut. Denn 80 Prozent der Wirtschaft basiert hier auf Landwirtschaft - ein Großteil der Bevölkerung ist von der eigenen Produktion abhängig. Diese ist durch die Heuschreckenplage nun stark gefährdet. Nach Angaben der Welternährungsorganisation (Food and Agriculture Organization (FAO)) handelt es sich um die schlimmste ostafrikanische Heuschreckenplage seit 25 Jahren.

Ein typischer Schwarm von Wüstenheuschrecken kann aus bis zu 150 Millionen Heuschrecken pro Quadratkilometer bestehen. Die beginnende Regenzeit Anfang März, mit optimalen Brutbedingungen, könnte die heutigen Heuschreckenzahlen vervielfachen. Dabei kann ein einziger Schwarm an einem Tag Nahrung für 2.500 Personen zerstören. Die ugandische Regierung begann Anfang der Woche mit dem Abwurf von Pestiziden aus Flugzeugen, um die Schwärme zu dezimieren. Diese Pestizide sind hochgiftig und können ebenfalls zum Verlust der Ernte führen.

Charles K. arbeitet für unsere Partnerorganisation ECO und erklärt, dass die bereits betroffenen Distrikte der Karamoja Region ohnehin zu den ärmsten Gebieten Ugandas zählen - Mangel- und Unterernährung sind bereits jetzt weit verbreitet. Er berichtet weiter:

Die Heuschrecken vernichten die Anbaufelder und Weiden der Tiere. Unsere Honigbauern fürchten sich aber auch vor den geplanten Sprayaktionen, denn die  gefährden die Bienenpopulationen.

Gemeinsam mit unseren ugandischen Partnern AFARD, ECO, COVOID und UCOBAC sondieren wir aktuell umfangreiche Maßnahmen:

  • Aufklärungsmaßnahmen, wie beispielsweise Trainings und Frühwarnsysteme für Kleinbauern
  • Schutzmaßnahmen, beispielsweise für eine frühe Ernte oder das Einlagern von Tierfutter
  • Mögliche Nothilfemaßnahmen, wie zum Beispiel Verteilung von Nahrungsmitteln und medizinische Versorgung.

AWO International und "Aktion Deutschland Hilft" rufen zu Spenden auf. Unterstützen Sie uns, damit wir unsere Resultate des "100 Jahre AWO"-Projekts absichern, die Nahrungssicherheit sicherstellen und potentielle Nothilfemaßnahmen vorbereiten können. Vielen Dank!

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