GEMEINSAM FÜR EINE GERECHTE WELT

Schneller als die Katastrophe

Als Mitglied im Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ richten wir zum 20. Jubiläum im Jahr 2021 gemeinsam mit den anderen Bündnisorganisationen den Blick auf die Katastrophenvorsorge. Mit der Jubiläumskampagne „Sei schneller als die Katastrophe“ weist das Bündnis auf deren steigende Relevanz und Dringlichkeit hin.

Erdbeben, Wirbelstürme, Dürren und starke Regenfälle: Durch die globale Erderwärmung nehmen Naturkatastrophen und Extremwetterereignisse stark zu. Vor allem Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern sind von den Auswirkungen besonders betroffen – und oftmals schutzlos ausgesetzt. Doch die Auswirkungen dieser Naturereignisse können gemindert werden. Denn je besser ein Land auf drohende Naturkatastrophen vorbereitet ist, desto mehr Menschen überleben und desto weniger humanitäre Hilfe muss im Anschluss geleistet werden.

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Felix Neuhaus, Koordinator Humanitäre Hilfe AWO International, ist Experte für Katastrophenvorsorge und den Schwerpunkt Freiwilligen- und Zusammenarbeit. Im Interview mit Aktion Deutschland Hilft spricht er darüber, wie Katastrophenvorsorge funktioniert und wieso Netzwerken dabei wichtig ist.

Katastrophenvorsorge rettet Leben

AWO International ist bereits seit 2014 in der Katastrophenprävention aktiv. Die Maßnahmen der Katastrophenvorsorge sind dabei sehr vielseitig und werden stets individuell auf die Begebenheiten des Landes angepasst. In Ländern, in denen es häufig zu starken Überschwemmungen kommt, hilft es beispielsweise Mangroven an den Küsten zu pflanzen. Diese Bäume dienen dann als Schutzmauer vor nahenden Wassermassen und steigendem Meeresspiegel. Vor Erdbeben können die Menschen besser geschützt werden, wenn sie spezielle Risikoschulungen erhalten und lernen, ihre Häuser erdbebensicher zu errichten. In Regionen, die mit starken Dürren zu kämpfen haben, helfen Getreide- und Wasserspeicher die Menschen vor einer Hungersnot zu bewahren. Für den Erfolg unserer Projekte ist vor allem konstruktive Netzwerkarbeit entscheidend und die Ausbildung von Freiwilligen, die dann das gelernte Wissen nachhaltig in der Gemeinde verbreiten können.

Wie Katastrophenvorsorge konkret aussieht, sehen Sie in der Bildergalerie

Vier schwimmende Notunterkünfte - ausgestattet mit Strom und einer Wasseraufbereitungsanlage - schützen Menschen vor wiederkehrenden Überschwemmungen in der Monsunzeit (Foto: AWO International/Philippinen) Vier schwimmende Notunterkünfte - ausgestattet mit Strom und einer Wasseraufbereitungsanlage - schützen Menschen vor wiederkehrenden Überschwemmungen in der Monsunzeit (Foto: AWO International/Philippinen)
Vier schwimmende Notunterkünfte - ausgestattet mit Strom und einer Wasseraufbereitungsanlage - schützen Menschen vor wiederkehrenden Überschwemmungen in der Monsunzeit (Foto: AWO International/Philippinen) Vier schwimmende Notunterkünfte - ausgestattet mit Strom und einer Wasseraufbereitungsanlage - schützen Menschen vor wiederkehrenden Überschwemmungen in der Monsunzeit (Foto: AWO International/Philippinen) Auch vier schwimmende Gärten wurden gebaut, die an die Notunterkünfte angeschlossen sind (Foto: AWO International/Philippinen) Auch vier schwimmende Gärten wurden gebaut, die an die Notunterkünfte angeschlossen sind (Foto: AWO International/Philippinen) Die Gemeindemitglieder werden immer einbezogen, damit sie ihr Wissen nachhaltig teilen können (Foto: AWO International/Philippinen) Die Gemeindemitglieder werden immer einbezogen, damit sie ihr Wissen nachhaltig teilen können (Foto: AWO International/Philippinen) Menschen mit Behinderungen sind besonders gefährdet bei extremen Naturereignissen. Deshalb engagieren wir uns speziell in der inklusiven Katastrophenvorsorge (Foto: AWO International/Guatemala) Menschen mit Behinderungen sind besonders gefährdet bei extremen Naturereignissen. Deshalb engagieren wir uns speziell in der inklusiven Katastrophenvorsorge (Foto: AWO International/Guatemala) Zur besseren Orientierung errichten wir Evakuierungspläne an öffentlichen Orten (Foto: AWO International/Guatemala) Zur besseren Orientierung errichten wir Evakuierungspläne an öffentlichen Orten (Foto: AWO International/Guatemala) Im Notfall muss es schnell gehen: In den Projektgemeinden bringen wir Evakuierungspfeile an (Foto: AWO International/Guatemala) Im Notfall muss es schnell gehen: In den Projektgemeinden bringen wir Evakuierungspfeile an (Foto: AWO International/Guatemala) Ein Ampelsystem als Frühwarnsystem warnt Schüler*innen vor Erdbeben (Foto: AWO International/Guatemala) Ein Ampelsystem als Frühwarnsystem warnt Schüler*innen vor Erdbeben (Foto: AWO International/Guatemala) Vorbereitung ist der beste Schutz: Unsere Teilnehmer*innen erhalten einen Notfallrucksack mit Wasser, Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln (Foto: AWO International/Guatemala) Vorbereitung ist der beste Schutz: Unsere Teilnehmer*innen erhalten einen Notfallrucksack mit Wasser, Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln (Foto: AWO International/Guatemala) In Indien leiden die Kleinbäuer*innen unter extremen Dürren, die die Felder und damit die Lebensgrundlage zerstören. (Foto: AWO International/Indien) In Indien leiden die Kleinbäuer*innen unter extremen Dürren, die die Felder und damit die Lebensgrundlage zerstören. (Foto: AWO International/Indien) Lange Trockenperioden führen zu Ernteausfällen und Engpässen in der Trinkwasserversorgung. Frauen und Mädchen tragen das Wasser von weit her in die Siedlungen. (Foto: AWO International/Indien) Lange Trockenperioden führen zu Ernteausfällen und Engpässen in der Trinkwasserversorgung. Frauen und Mädchen tragen das Wasser von weit her in die Siedlungen. (Foto: AWO International/Indien) Auch Kinder werden in die Projekte einbezogen: Spielerisch lernen sie durch Comics, wie sie sich bei Erdbeben verhalten müssen (Foto: AWO International/Indonesien) Auch Kinder werden in die Projekte einbezogen: Spielerisch lernen sie durch Comics, wie sie sich bei Erdbeben verhalten müssen (Foto: AWO International/Indonesien) Genu Musahar ist nun Mitglied in einem Katastrophenschutz-Komitee: „Ich habe gelernt, wie ich mich und meine Kinder besser vor der Flut schützen und im Notfall Erste Hilfe leisten kann“ (Foto: AWO International/Indien) Genu Musahar ist nun Mitglied in einem Katastrophenschutz-Komitee: „Ich habe gelernt, wie ich mich und meine Kinder besser vor der Flut schützen und im Notfall Erste Hilfe leisten kann“ (Foto: AWO International/Indien) Zum Schutz vor lokalen Bränden installieren wir Löschstationen mit Sand an öffentlichen Orten (Foto: AWO International/Indien) Zum Schutz vor lokalen Bränden installieren wir Löschstationen mit Sand an öffentlichen Orten (Foto: AWO International/Indien) Damit die Menschen besser vor Überflutungen geschützt sind, stellen Rettungsringe zur Verfügung (Foto: AWO International/Indien) Damit die Menschen besser vor Überflutungen geschützt sind, stellen Rettungsringe zur Verfügung (Foto: AWO International/Indien)

So hilft Ihre Spende

Katastrophenvorsorge verhindert Leid, bevor es geschieht! Mit Ihrer Spende bereiten wir die Menschen in unseren Projektregionen auf Katastrophen vor, indem wir beispielsweise folgende Maßnahmen durchführen:

 

 

  • Wir bauen Katastrophenvorsorge-Gruppen auf, die Risiken bewerten und Notfallpläne ausarbeiten
  • Wir bauen unsere Netzwerkarbeit aus und bringen staatliche mit zivilgesellschaftlichen Akteuren zusammen und involvieren lokale Medien, damit die Akzeptanz in der Gesellschaft erhöht wird
  • Wir fördern soziale Strukturen in den Gemeinden und stärken sie nachhaltig, um Multiplikator*innen auszubilden
  • Wir implementieren Frühwarnsysteme in gefährdeten Projektregionen, damit Menschen vor Tsunamis, Erdbeben oder Wirbelstürmen gewarnt werden
  • Wir versorgen potenziell Gefährdete mit Notfallequipment, wie einem Notfallrucksack
  • Wir erarbeiten inklusive Notfallkarten, die Haushalte mit Menschen mit Behinderung abbilden, damit sie im Notfall schnell evakuiert werden können
  • Wir bilden unsere Teilnehmer*innen in Erste-Hilfe aus und führen regelmäßige Schulungen durch
  • Wir bauen Staudämme, verteilen Rettungsringe und besorgen Boote, um Menschen vor Überschwemmungen zu schützen
  • Wir errichten Notunterkünfte, um im Katastrophenfall schnellen Schutz zu bieten
  • Wir führen Hygienemaßnahmen durch und verteilen u.a. Moskitonetze, um vor Malaria, Dengue-Fieber, COVID-19 und Durchfallerkrankungen etc. zu schützen

 

 

 

Vielen Dank für Ihre Spende an uns oder an unser Bündnis Aktion Deutschland Hilft unter dem Spendenstichwort "Katastrophenvorsorge".

 

 

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