In der Arbeitsgemeinschaft Sozialstruktur (AGS) kooperieren sieben deutsche Fachorganisationen bei der Förderung nachhaltiger sozialer Strukturen und der Bekämpfung von Armut in Entwicklungs- und Transformationsländern. Sie nutzen dabei ihre umfassende Kompetenz im Inland als Basis für ihre Auslandsarbeit. Die Organisationen erhalten finanzielle Unterstützung nach der Förderrichtlinie Sozialstruktur des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). 1999 gegründet ist die Arbeitsgemeinschaft eine Plattform, die einen Austausch über inhaltliche Arbeit und Vorgehensweisen ermöglicht.
Aktion Deutschland Hilft e.V. (ADH) wurde 2001 von zehn renommierten Hilfsorganisationen gegründet, um im Falle großer Katastrophen schnelle und effektive Hilfe zu leisten. AWO International stimmt seine Einsätze mit den anderen ADH-Mitgliedern ab. Gemeinsam können die Organisationen effizienter handeln und Überschneidungen oder Versorgungslücken vermeiden. In der akuten Phase großer Katastrophen im Ausland wendet sich Aktion Deutschland Hilft mit einem gemeinsamen Spendenaufruf an die Öffentlichkeit.
Derzeit gehören dem Bündnis folgende Organisationen an: action medeor e.V., ADRA Deutschland e.V., Arbeiter-Samariter-Bund e.V., Arbeiterwohlfahrt e.V., CARE Deutschland-Luxemburg e.V., HELP – Hilfe zur Selbsthilfe e.V., Johanniter Unfallhilfe e.V., Malteser Hilfsdienst e.V., Die Parität, World Vision Deutschland e.V. Gastmitglieder sind Habitat for Humanity und Islamic Relief.
VENRO (Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen e.V.) bietet Nichtregierungsorganisationen, die in den Bereichen Entwicklungszusammenarbeit und der Humanitären Hilfe tätig sind, ein gemeinsames Forum. VENRO versteht sich als eine gemeinsame politische Vertretung von rund 100 deutschen Nichtregierungsorganisationen, zu deren Profil Vielfältigkeit und Unabhängigkeit gehören. Der Erfahrungsaustausch und das Bündeln sozialer Interessen stehen dabei für AWO International im Vordergrund.
Der internationale Verband SOLIDAR wurde 1951 in Deutschland unter dem Namen „Internationales Arbeiterhilfswerk“ gegründet. 1995 wurde die Organisation in SOLIDAR umbenannt und ihr Sitz nach Brüssel verlegt. Mitglieder sind Hilfsorganisationen aus 16 verschiedenen Ländern.SOLIDAR ist ein unabhängiger, internationaler Verband verschiedener Nichtregierungsorganisationen, die sich mit Wohlfahrtspflege, Entwicklungszusammenarbeit, Humanitärer Hilfe und lebenslangem Lernen beschäftigen und die aufgrund ihrer Geschichte mit der freien und demokratischen Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung verbunden sind.
Um die fachliche Zusammenarbeit der SOLIDAR-Mitglieder zu verstärken, wurde 1999 eine Arbeitsgruppe für Humanitäre Hilfe gegründet. Sie ist ein Forum für Dialog und Austausch von Erfahrungen und bewährter Praktiken in diesem Bereich und fördert ein gemeinsames Vorgehen der Mitglieder in der Humanitären Hilfe.
Der Arbeitskreis „Lernen und Helfen in Übersee“ (AKLHÜ) ist ein gemeinnütziger Verein mit 27 Mitgliedsorganisationen aus den Bereichen personelle Entwicklungszusammenarbeit, internationale Freiwilligendienste und entwicklungsbezogene Bildungsarbeit. Sitz und Geschäftsstelle des AKLHÜ sind in Bonn. Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) berät er Menschen, die sich insbesondere in Entwicklungsländern sozial engagieren wollen. Unterstützt von seinen Mitgliedsorganisationen führt er Fachtagungen und Gesprächskreise durch, um den Gedanken des Entwicklungs- und Freiwilligendienstes hin zu einem Sozial- und Friedensdienst weiter zu entwickeln. Er bietet ein Forum für öffentliche Diskussionen und fördert die Vernetzung nationaler und internationaler Akteure.
Gemeinsam für Afrika (GfA) ist ein Bündnis von 32 Hilfsorganisationen, das sich im Rahmen bundesweiter Kampagnen für bessere Lebensbedingungen in Afrika einsetzt. Unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Christian Wulff macht die Aktion auf die Chancen Afrikas und die Potenziale seiner Menschen aufmerksam. Die Fernsehjournalistin Anne Will und der Bap-Sänger Wolfgang Niedecken engagieren sich als Botschafter/innen der Kampagne, die von über 100 weiteren Prominenten unterstützt wird.












