Entwicklungszusammenarbeit
Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit fördert AWO International Projekte in Mittelamerika, in Südasien und Südostasien, sowohl in städtischen wie in ländlichen Regionen. In der Regel kooperiert AWO International mit lokalen Organisationen vor Ort, die eng mit den Betroffenen zusammenarbeiten. In diesen Projekten geht es darum, dass benachteiligte gesellschaftliche Gruppen wie Indigene, Frauen im informellen Sektor, Migranten und Migrantinnen, Kinder und Jugendliche sowie alte oder kranke Menschen ihre gesellschaftliche Teilhabe verbessern. Ziel ist es, die sozialen Strukturen, in denen die Betroffenen agieren, aufzubauen und zu stärken.
Organisationsentwicklung und Networking sind nicht nur auf der lokalen Ebene, sondern auch auf Gemeinde- und Regionalebene Kernbereiche aller Projekte. Die Stärkung der schwächsten Mitglieder der Zivilgesellschaft bedeutet auch, sie in ihrem Zugang zu staatlichen Instanzen zu unterstützen. Die Menschen sollen um ihre Rechte wissen und sie einfordern können. Lobby- und Advocacy-Arbeit sind wichtige Strategien in diesem Prozess. AWO International ermöglicht zudem einen themenbezogenen Erfahrungsaustausch mit Projekten und Fachkräften der Arbeiterwohlfahrt in Deutschland.
Humanitäre Hilfe
Im Falle von humanitären Katastrophen engagiert sich AWO International in der humanitären Soforthilfe und in der mittelfristigen Rehabilitation. Handlungsleitend ist dabei das Konzept "Linking Relief, Rehabilitation and Development" (LRRD). LRRD bedeutet die Verbindung von Soforthilfe, Wiederaufbau und Entwicklungshilfe in der Reaktion auf Katastrophen.
Auch im Bereich der Nothilfe ist AWO International die konsequente Partnerorientierung bei der Umsetzung von Projekten und Programmen wichtig. Deshalb liegen die regionalen Schwerpunkte der Interventionsgebiete dort, wo AWO International in der Entwicklungszusammenarbeit tätig ist und sich die Regionalbüros befinden: in Mittelamerika, Südasien und Südostasien. In enger Zusammenarbeit mit der jeweiligen lokalen Partnerorganisation wird im Fall einer Katastrophe der konkrete Hilfebedarf der betroffenen Bevölkerung ermittelt. In Abhängigkeit der Kernkompetenzen der Partnerorganisationen werden die Sektoren der jeweiligen Hilfsmaßnahmen ausgewählt. Ziel ist es, einen Beitrag zur Wiederherstellung des zivilen Alltagslebens in Krisengebieten zu leisten. Neben der direkten Hilfe nach Naturkatastrophen oder von Menschen verursachten Krisensituationen nimmt die Katastrophenprävention einen zunehmend wichtigen Platz ein.
AWO International ist Mitglied im Bündnis Aktion Deutschland Hilft. Im Katastrophenfall bündeln die Mitgliedsorganisationen des Bündnisses ihre Kräfte, arbeiten wenn möglich zusammen und rufen auch gemeinsam zu Spenden auf. AWO International bittet Mitglieder, Freunde und Freundinnen sowie Förderer und Förderinnen zudem auch direkt um Spenden, um Hilfseinsätze sowie den Wiederaufbau in Krisengebieten zu ermöglichen.








