Gewaltprävention von und für Jugendliche im Kontext der Bandenkriminalität

Guatemala, Honduras, Mexiko
Hintergrund und Rahmenbedingungen
Die Region Zentralamerika wurde bis Anfang der 90er Jahre über lange Zeit von Bürgerkriegen und Revolutionen geschüttelt und stellte einen wichtigen Schauplatz des Kalten Krieges dar. Die jungen Demokratien verfügen bisher jedoch leider nicht über genügend gefestigte Strukturen, um die massiven sozialen Probleme zu lösen, wie z.B. hohe Arbeitslosigkeit vor allem bei Jugendlichen, unzureichende Bildung und die damit verbundene Abwanderung gen Norden.
Innerhalb dieser Perspektivlosigkeit erhalten die Jugendbanden, die sogenannten „Maras“, vermehrt Zulauf von Jugendlichen auf der Suche nach Anerkennung. Das Mara-Phänomen begann in Zentralamerika im Jahr 1996, als in den USA ein Gesetz zur Abschiebung straffällig gewordener Nicht-US-Bürger verabschiedet wurde. Die zumeist sehr jungen Abgeschobenen fanden in ihren Heimatländern Honduras, El Salvador und Nicaragua teilweise extreme Armut und vom Krieg zerrüttete Familien, gepaart mit hoher Gewaltbereitschaft vor. Viele von ihnen brachten Erfahrungen aus Straßengangs in den USA mit.
Mehr zum Hintergrund der "Maras" hier.
Die Herausforderungen für unser Programm sind vielschichtig und umfassend. Der Fokus unserer Arbeit wird zunächst auf der Stärkung von gefährdeten Jugendlichen, von Jugendorganisationen und deren Angeboten, auf der psychosozialen Arbeit in Familien mit Gewalt, Drogen und Desintegration sowie in der Entwicklung von Vorschlägen für adäquate staatliche Strategien und Gesetze im Jugendsektor liegen. Durch eine weitreichende Medienkampagne soll die Bevölkerung für die Belange der Jugendlichen sensibilisiert werden; ihre verbreitete Stigmatisierung soll abnehmen.
Gemeinsam mit unseren Partnern werden wir ein Netzwerk von zentralamerikanischen Jugendorganisationen aufbauen. Somit können in der gesamten Region, vereint in einem regionalen Netzwerk und unter Beachtung der einzelnen lokalen Phänomene, integrale Alternativen für Jugendliche angeboten werden.
Zeitraum der Zusammenarbeit
2007-2009
Ziel
Gewaltprävention, Reduzierung der Bandenkriminalität und Förderung der integrativen Entwicklung der zentralamerikanischen Jugendlichen mittels Initiativen von gestärkten Jugendorganisationen mit Einfluss auf Politikentscheidungen.
Zielgruppe
Jugendorganisationen und ihre jugendlichen Mitglieder sowie deren Familien in insgesamt 17 ausgewählten Zielgemeinden in den Ländern Honduras, Guatemala und Mexiko.
Indirekt werden mit Maßnahmen der Kommunikation sowie Synergie- und Multiplikatoreffekten ca. 25.000 Jugendliche der Region erreicht.
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Ansprechpartner:
Christiane Schulte
AWO International e.V.
Blücherstr. 62
10961 Berlin
+49(0)30-25389-302
+49(0)30-25389-304
christiane.schulte@awointernational.de
Lokale Ansprechpartner:
Abschlußbericht / Dokumentation
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