Armutsbekämpfung in Nilgiris

In Kooperation mit der indischen Organisation "Centre for Tribal and Rural Development" (CTRD) engagiert sich die AWO seit 1994 für die Verbesserung der sozioökonomischen und ökologischen Lebensbedingungen der indigen Adivasi-Stämme.
Die ursprünglichen Waldbestände der Region sind weitgehend gerodet worden, das frei gewordene Land wird heute von riesigen Teeplantagen bedeckt.
Viele indigene Waldbewohner sind von den Großgrundbesitzern aus ihren Dörfern vertrieben worden und verteilen sich nun auf die schwer zugänglichen Restwaldbestände. CTRD setzt sich seit seiner Gründung im Jahr 1988 für die Rechte der Adivasi-Stämme ein.
Projektziel
- Integration der Adivasi-Kinder in das staatliche Schulsystem
- Aus- und Fortbildung im landwirtschaftlichen und technischen Bereich und Beratung in angepassten Methoden des Landbaus
- Verbesserung der Gesundheitssituation durch präventive und kurative Maßnahmen
- Förderung einkommensschaffender Maßnahmen
- Stärkung der Selbsthilfekapazitäten
Zielgruppe
Die Zielgruppe des Projektes umfasst 1.000 Familien, die in 50 teils sehr entlegenen Dörfern in den Nilgiris-Bergen wohnen.
Projektaktivitäten
Durch Förderung neuer und die Erweiterung bereits vorhandener landwirtschaftlicher und nichtlandwirtschaftlicher Erwerbsfelder sollen die Einkommen der Adivasi-Familien verbessert werden.
Es geht vor allem darum, die Bereitschaft der Menschen zu stärken, ihre Situation nicht länger passiv zu ertragen, sondern sich auf ihre eigenen Kräfte zu besinnen und eine Veränderung herbei zu führen.
Da die Adivasi in der Vergangenheit ausnahmslos negative Erfahrungen mit äußeren Einflüssen gemacht haben, war ihre Skepsis bei der ersten Kontaktaufnahme mit CTRD sehr groß.
Im Laufe der Zeit konnten die Befürchtungen jedoch abgebaut werden und mittlerweile besteht zwischen der Zielgruppe und dem Partner ein enges Vertrauensverhältnis.
Das Projekt hat eine spürbare Stärkung der Selbst-
wahrnehmung und des Selbstbewusstseins der Adivasi mit sich gebracht. Die Menschen fordern nun auch gegenüber den Behörden ihre Rechte ein und gestalten aktiv ihre Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.
Die Zahl der Selbsthilfeaktivität steigt ständig, so dass der Partner ihre Arbeit mit seinen technischen, organisatorischen und finanziellen Mitteln wirkungsvoll und doch behutsam unterstützt.
Die Maßnahmen umfassen die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktion durch Nutzung vorhandener Landreserven vor allem für den Anbau von Teepflanzen, der Gesundheitsversorgung, Familienplanung, Einführung einer Grundbildung sowie Erschließung von Arbeitsbereichen im Kleingewerbe und Handwerk.
Partner ist die gemeinnützige Organisation „Centre for Tribal & Rural Development“, die sich bereits seit 1988 für Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen dieser indigenen Volksgruppe in den Teeanbaugebieten Nilgiris einsetzt.
Ansprechpartner:
Eileen Gehrke
AWO International e.V.
Blücherstraße 62
10961 Berlin
Deutschland
+49(0)30-25389-303
+49(0)30-25389-304
eileen.gehrke(a)awointernational.de

