Dorfentwicklung im Ratnagiri-Distrikt in Maharashtra

Die Dalits, die sog. „Unberührbaren“, stehen innerhalb des Kastensystems an unterster Stelle. Während sich insbesondere in den modernen Großstädten die Kastengrenzen oft verwischen, wird die „Unberührbarkeit“ in ländlichen Gegenden immer noch als deutlicher Makel empfunden. Eingeschränkte Rechte, Ausgrenzung und Armut sind Folgen dieser schwachen gesellschaftlichen Stellung. Übergriffe von Mitgliedern höherer Kasten auf Dalits sind an der Tagesordnung und werden oft nicht geahndet. Ähnlich schwierig ist das Leben für die indischen Ureinwohner, die Adivasi. Der besondere Schutz, unter dem sie laut indischer Verfassung stehen, ist im Alltag nicht zu spüren. Adivasi werden oft Opfer von Ausbeutung und Vertreibung, weil sie keine gesellschaftliche Lobby haben, die sich für ihre Rechte einsetzt.
AWO International setzt sich zusammen mit der Organisation Matru Mandir dafür ein, die Lebensbedingungen der Bevölkerung von entlegenen Dörfern im Ratnagiri-Distrikt zu verbessern. Durch das Anlegen von Brunnen mit der Dorfbevölkerung wird die Wasserversorgung sichergestellt. Unterschiedlichste auf den jeweiligen Bedarf abgestimmte Maßnahmen und Spargruppen helfen den Menschen, eigenständig ihren Lebensunterhalt zu erwirtschaften.
Seit 1954 führt die Organisation Matru Mandir verschiedene Programme durch, um die Armut in der indischen Region Ratnagiri zu bekämpfen. Seit etwa vierzig Jahren wird sie bei der Entwicklung von dörflichen Infrastrukturen durch die Arbeiterwohlfahrt unterstützt. Matru Mandir war einer der ersten indischen Partner der AWO.
Please click here to view the English version
Ansprechpartner:
Eileen Gehrke
AWO International e.V.
Blücherstraße 62
10961 Berlin
Deutschland
+49(0)30-25389-303
+49(0)30-25389-304
eileen.gehrke(a)awointernational.de

