Schulen ohne Gewalt

Die Frauenorganisation UNAMG (Unidad Nacional de Mujeres Guatemaltecas - Nationale Einheit der guatemaltekischen Frauen) setzt sich seit 1996 für die Verbesserung der Situation von Frauen in Guatemala und für Gender-Gleichheit ein. Mit ihrer Arbeit trägt UNAMG zum Aufbau einer Gender-Demokratie sowie zur sozialen Gerechtigkeit und Anerkennung der Rechte der indigenen Bevölkerung, insbesondere indigener Frauen bei. Im Rahmen spezifischer Frauenförderung im sozialen und politischen Bereich geht UNAMG stets gegen strukturelle Gender-Ungleichheiten an.

Seit 2009 ist UNAMG Partner von AWO International. Die Organisation arbeitet vor allem im schulischen Kontext mit Jugendlichen, Eltern, Lehrern und Lehrerinnen zum Thema Gewaltprävention. Ziel von UNAMG ist es, die Gewalt an Schulen und in den Familien zu verringern. Schwerpunkt der Arbeit ist das Thema sexuelle Gewalt gegen junge Frauen. Damit wird in Guatemala ein gesellschaftliches Tabuthema in die öffentliche Debatte gebracht.

Im Rahmen des von AWO International unterstützten Projektes ist UNAMG an zwei Schulzentren in Guatemala Stadt und der Stadt Chimaltenango, Verwaltungssitz des gleichnamigen Departement und Munizips, tätig. Lehrer und Lehrerinnen, Schüler und Schülerinnen werden dort für die Themen sexuelle Gewalt und Jugendrechte sensibilisiert. UNAMG will erreichen, dass konkrete sexuelle Übergriffe in der Schule angezeigt und problematisiert werden. UNAMG erarbeitet außerdem mit Jugendlichen Theaterstücke, die deren Gewalterfahrungen thematisieren, und bringt diese zu öffentlichen Aufführungen.

Mehr Informationen (auf Spanisch): unamg.org/v1/

Mehr zum Programm Jugendförderung in Mittelamerika

Projektinfo

Projekt
Schulen ohne Gewalt
Ort/Region
Guatemala Stadt und Chimaltenango
Partner
UNAMG
Zielgruppe
Schüler und Schülerinnen von zwei Schulzentren
Aktivitäten
  • Workshops für Jugendliche zu Gewaltprävention und sexueller Gewalt
  • künstlerische Veranstaltungen zu Gewaltsituationen, die junge Frauen und Männer erfahren können, insbesondere zu sexuellem Missbrauch
  • Fortbildungen für Lehrer und Lehrerinnen
  • Identifizierung von konkreten Fällen sexueller Gewalt, Weitervermittlung an zuständige Stellen bzw. spezialisierte Einrichtungen
Laufzeit
2. Projektphase von 2010 bis 2012
Budget
150.000 Euro
Förderer
BMZ
Background