Erstes Netzwerktreffen in Honduras - Jugendliche machen sich stark für eine friedliche Gesellschaft
Über hundert Jugendliche aus Mexiko, Guatemala und Honduras nahmen am 11.-13. Juli 2008 an einem ersten Netzwerktreffen in Siguatepeque, Honduras, teil. Das Treffen fand im Rahmen des Programms zur Gewaltprävention bei Jugendlichen in Mittelamerika statt und wurde von der honduranischen Partnerorganisation COFADEH organisiert. Die Veranstaltung bot den Jugendlichen der drei Länder Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen und mehr über ihre Rechte zu erfahren.
Im Rahmen des Programms unterstützten die Jugendlichen bereits die Verbreitung der iberoamerikanischen Jugendrechtskonvention, die erst kürzlich verabschiedet wurde und nun in allen Ländern des amerikanischen Kontinents ratifiziert wird. „Wir betrachten Jugendliche in erster Linie als Menschen mit Rechten, deshalb ist es für uns besonders wichtig, dass die jungen TeilnehmerInnen diese Konvention kennen“, erklärte Josué Murillo, Koordinator des Programms.
Das Programm zur Gewaltprävention bei Jugendlichen, das AWO International seit 2007 gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen in Mittelamerika durchführt, möchte eine „Kultur des Friedens“ stärken, partizipative Demokratie fördern und Jugendrechte in Mittelamerika durchsetzen.
Dass viele junge Menschen Opfer von Gewalt werden und besonderen Schutz brauchen, hat vor wenigen Tagen der Tod eines jungen Mädchens aus Guatemala gezeigt. Guadalupe geriet auf offener Straße in einen Schusswechsel und starb. Im vergangenen Jahr hatte sie aktiv am Programm zur Prävention von Jugendgewalt mitgearbeitet und sich als „Botschafterin des Friedens“ in ihrer Gemeinde engagiert.
Die politische Arbeit wird den lokalen Partnerorganisationen von AWO International oft schwer gemacht. Gerade erst wurde das Koordinationsbüro in Honduras überfallen, wichtige Informationen und Daten wurden dabei entwendet. „Wir lassen uns nicht entmutigen, wir machen weiter“, hieß es in einer E-Mail, die AWO International kurz nach dem Überfall erreicht hat.
Lesen Sie zu diesen Vorfällen auch unsere Presseerklärung

