Recht auf Gesundheit

„Die Jugend Guatemalas fordert ihr Recht auf Gesundheit“ lautete die Überschrift eines ganzseitigen Artikels in der guatemaltekischen Tageszeitung El Periódico. Die Veranstaltung zu Jugend und Gesundheit bekam durchweg positive Medienaufmerksamkeit. Etwa 180 Jugendliche waren zur Veranstaltung in die Hauptstadt Guatemalas gekommen. Sie vertraten Mayas, Garifunas, Xincas und Mestizen von über 40 Jugendorganisationen aus dem ganzen Land. 

Vor einem vollen Saal sprachen der Vize-Gesundheitsminister Guillermo Echeverría, Maya Alvarado, Direktorin der Organisation UNAMG, Victor Gudiel, Direktor der Organisation SODEJU und Karin Eder, Repräsentantin von AWO International in Guatemala. Alejandrina Cano von UNAMG betonte die Notwendigkeit eines differenzierten Umgangs mit dem Thema „Gesundheit“ und forderte Bewusstsein dafür, dass die Jugend ein besonderer Lebensabschnitt mit sehr spezifischen Bedürfnissen und Problemlagen ist. Dazu gehöre auch das Thema Sexualität, das weiterhin ein Tabu in der guatemaltekischen Gesellschaft sei. Vor allem aber sprachen die Jugendlichen selbst und ihre Forderungen machten Eindruck: Zwei gewählte Vertreter/innen werden die Forderungen der Jugendorganisationen ab sofort im nationalen Gesundheitsrat vertreten.  

Der „Dialog für die Universalität von Gesundheit“ wurde 2010 vom Forum Zivilgesellschaft für die Universalität von Gesundheit initiiert. Mehr als 150 staatliche und nicht-staatlichen Instanzen sind daran beteiligt. Der nationale Gesundheitsrat „Consejo Nacional de Salud“ (CNS) wurde im September 2011 ins Leben gerufen. 

Die guatemaltekischen Organisationen SODEJU (Sociedad Para el Desarrollo de la Juventud) und UNAMG (Unión Nacional de Mujeres de Guatemala) organisierten die Veranstaltung mit finanzieller Unterstützung von AWO International. Die Partnerorganisationen koordinieren im Rahmen des Programms zur Jugendförderung von AWO International Projekte in Guatemala. 

Background